Den mac mini zum Media-Center umrüsten

Komplettsystem: Vom mac mini zum HTPC - Apples Media-Center-PC

Apples Kleinster ist der ideale Wohnzimmer-PC: Kompakt, funktional und leise nimmt er auch in der kleinsten Nische Platz. Dadurch ist er für den Einsatz als Media-Center prädestiniert. Dank Intel-Technologie laufen sowohl Windows als auch Mac OS X und Linux auf dem Kompaktrechner. Doch eignet er sich als Media-Center?

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Windows Media Center
Windows Media Center

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das Testgerät
  2. 2... sitzen Sie in der ersten Reihe
  3. 3Möglichkeit 2: Mac OS X mit Media Central
  4. 4Möglichkeit 3: Mac OS X mit Centerstage
  5. 5Absturzfreudiger Bühnenplatz
  6. 6Lüftergeschichten
  7. 7Lüfte mich!
  8. 8Möglichkeit 4: Windows XP Media Center Edition
  9. 9Apple Remote nur mit Mac OS X
  10. 10Und was ist mit der Mac-Hardware?
  11. ...aufklappen
  12. 11Mediaportal lässt kaum Wünsche offen
  13. 12Allgemeines zum Mac als Windows-Rechner
  14. 13Digitalsound wie bei den Großen
  15. 14Fazit: Der mac mini - ein ebenbürtiger HTPC

Der Inhalt der kleinen Packung ist erst einmal enttäuschend: Ein Stapel Software-DVDs, der mac mini samt Netzteil, eine Apple-Remote-Fernbedienung sowie ein DVI-auf-VGA-Adapter. Kein besonders guter Start ins HTPC-Dasein, mindestens einen DVI-auf-S-Video-Adapter hätte Apple beilegen können. Doch die Herren aus Cupertino sind bekanntlich geizig, der entsprechende Adapter muss für 19 Euro zum ohnehin mit 959 Euro in der Testausstattung nicht wirklich günstigen mac mini hinzugekauft werden. Ohne Weiche blockiert er dann den Monitor-Anschluss, ein paralleler Betrieb mit Fernseher und Monitor ist nicht möglich.

Das Testgerät

Apropos Testausstattung: Der mac mini, der zum Media-Center umfunktioniert werden soll, ist mit einem Core Duo-Prozessor mit 1,66 Gigahertz ausgestattet. Ein Gigabyte RAM und 80 Gigabyte Festplatte sollten für den "normalen" HTPC-Einsatz ausreichen, ein DVD-Brenner mit Dual-Layer-Unterstützung ist ebenfalls an Bord. Der Preis allerdings ist heftig, denn zum mac mini müssen noch Tastatur und Maus angeschafft werden, wenn nicht ohnehin als USB vom Windows-Rechner vorhanden. Apple war jedoch so freundlich, Bluetooth-Maus und -Tastatur beizulegen. Für den Einsatz als Media-Center sind kabellose Komponenten sicherlich keine schlechte Idee, auch wenn der mac mini dadurch noch einmal gut hundert Euro teurer wird.

Mac mini

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Wer es günstiger mag, sollte zum "Spar-Mini" greifen: Unterstützt von 60 Gigabyte Festplatte, einem DVD-Laufwerk mit CD-Brenner und 512 Megabyte Arbeitsspeicher verrichtet dort ein Core Solo-Prozessor mit 1,5 Gigahertz seinen Dienst. Auch dieser Prozessor ist wesentlich fixer als die G4-Prozessoren im alten mac mini mit PowerPC, allerdings ist der Rechner auch teurer: Der kleinste mac mini G4 kostete "nur" 499 Euro in der Grundausstattung.

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Nur mit Service Pack 2

Nach dem Einschalten am kleinen Knopf auf der Rückseite erscheint wie gehabt das Einrichtungs-Menü von Mac OS X. Hier kann der erste Benutzer angelegt, einige Landeseinstellung gemacht und Daten vom alten Mac herübergezogen werden, dann ist Mac OS X betriebsbereit. Für den Media-Center-Betrieb ist zudem eine Installation von Windows XP Media Center Edition mit Boot Camp vonnöten. Wichtig hierbei: Bei der Media-Center-Edition muss es sich um eine Version mit Service Pack 2 handeln, sonst weigert sich Windows zu starten.

Ist Windows installiert, lässt sich der mac mini wie auch der iMac Core Duo oder das Macbook Pro mit Windows starten. Ein komfortables Boot-Menü macht es möglich, das nur dann erscheint, wenn beim Start des Rechners die ALT-Taste gehalten wird. Das Gleiche geht mit Linux, allerdings sind die wenigsten Linux-Media-Center-Distributionen an die Mac-spezifische Hardware angepasst, von Apple wird nur der Windows-Betrieb unterstützt. Deshalb wird Linux an dieser Stelle nur als Option genannt und nicht weiter beschrieben, weil mangels Treiber für das Powermanagement und die Fernbedienung ein komfortabler Betrieb auf dem mac mini zurzeit nicht möglich ist.

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