Wenn die Freundin den mac mini testet

Test: Der Apple mac mini und die Frauenwelt

Es mag sein, dass es Vorurteile bestätigt, aber meine Freundin interessiert sich tatsächlich kaum für Computer. Stattdessen bevorzugt sie Sport, am besten als Einkaufsmarathon samstags im Einkaufszentrum, der City oder bei Ikea. Ihr Rechner kann selbst mit gutem Willen bestenfalls als "antik" bezeichnet werden - was, wenn ich dieser Frau einen brandneuen mac mini vor die Nase setze?

?
?

Mac mini - Bilder zum kleinen Mac mini, der ganz spartanisch ohne Zubehör daherkommt.
Bilder zum kleinen Mac mini, der ganz spartanisch ohne Zubehör daherkommt.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Intuitive Benutzung
  2. 2Excel-lente Bedienung
  3. 3Spaß mit iPhoto
  4. 4Willkommen im Zeitalter des digitalen Hubs

Core Duo-Technologie im Schatzi-Modus

Der Testkandidat ist ein mac mini der neuesten Baureihe: Core-Duo-Prozessor mit 1,66 Gigahertz, ein Gigabyte RAM, 80 Gigabyte Festplatte, Mac OS X und Windows XP sind installiert. Kabellose Apple-Maus und -Tastatur sowie ein in der Redaktion ausgeliehener 15"-TFT ergänzen das Paket. Dagegen sieht ihr steinzeitlicher AMD-Rechner von Escom aus dem Jahr 2000 verdammt schlecht aus.

Mac mini

  • Bild 1 von 4
  • Bild 2 von 4
  • Bild 3 von 4
  • Bild 4 von 4

"Schatz, ich hab' was für dich!"

"Echt?" (Ihr Blick scannt mich kurz von oben bis unten, ob ich Blumen dabei habe.) "Nein, es steht bei mir zu Hause..."

Natürlich verrate ich nicht, was es ist, was auf der Fahrt zu meiner Wohnung zu wilden Spekulationen einlädt.

Werbung

"Jetzt sag's mir doch endlich!" Aber keine Chance, ich verrate nichts.

Wo ist der Rest vom Rechner?

Zu Hause angelangt wuselt sie sofort in die Wohnung. "Wo ist es denn?" Vermutlich sucht sie nach Frauen-Dingen, ein großes, bunt verpacktes Geschenk, Gutscheine für einen Kurzurlaub, Hinstellkram. Aber nichts da. "Schau mal auf dem Schreibtisch", sage ich. Dort steht er, der mac mini, kompakt, silber-weiß, aufgebaut und bereit für den großen Frauen-Test.

"Ein Computer?" Der leicht angewiderte Ton ist kaum zu überhören.

"Ja, das ist ein Testgerät. Vielleicht magst du den für mich mal ein bisschen testen, damit ich darüber schreiben kann...?"

"Wo ist denn der Computer überhaupt?"

"Er steht direkt vor Dir", antworte ich. Sie schaut unter den Tisch, scannt kurz die Geräte auf dem Tisch, überlegt kurz, dann fällt ihr Blick auf den winzigen Kasten neben dem Monitor, in den genau zwei Kabel hineinführen: Das des Monitors und das Stromkabel. "Das Ding ist ein Computer?" Sie ist verdutzt, kennt sie bisher doch maximal Laptops und die üblichen Tower vom Discounter. Aber sie kennt das Apple-Logo, das dick auf der Oberseite des mini prangt. Sie kennt es von meiner privaten Rechner-Infrastruktur, bestehend aus iMac und iBook und sie kennt es vom iMac G3 ihrer Mitbewohnerin. "Und wo ist der Rest?!"

Ist der süüüüüüß!

"Der Rest, meine Liebe", antworte ich, "ist diese kleine Kiste."

"Nee, oder?" Staunen.

"Doch, das ist der komplette Rechner. Von Apple."

"Das ist ja mal cool..." Interesse geweckt, jetzt muss ich nur noch erklären. "Der ist ja voll süüüüüß!" Süß? Nun gut, handlich, würde ein Mann sagen, kompakt, vielleicht auch "praktisch", aber "süß"? Am besten noch mit fünf "ü"? Nun gut, Frauen sehen solche Dinge ja immer aus einer anderen, für Männer nicht unbedingt nachvollziehbaren Perspektive.