Streamripper-Software im Visier
MP3-Software: US-Politiker wollen MP3-Streams verbieten
Zwei einflussreiche US-Politiker haben diese Woche einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der US-Satellitenradios regulieren soll. Tief im Gesetzestext versteckt finden sich jedoch auch einige Passagen, die das Übertragen von Netzradio-Programmen im MP3-Format verbieten würden.
Das "Perform Act" genannte Gesetz will Satellitenradio-Betreiber dazu zwingen, für das Übertragen abspeicherbarer Programme mehr Geld an die Plattenfirmen zu zahlen. Der US-Satellitenradioanbieter XM bietet seinen Abonnenten seit kurzem ein Gerät an, mit dem sich einzelne Songs mitschneiden und auf der internen Festplatte abspeichern lassen. Dies "verwische die Grenzen zwischen einem Hör- und einem Vertriebsangebot", meint die kalifornische Senatorin Dianne Feinstein, die an der Verfassung des Gesetzesentwurfes beteiligt war.
Streams nur mit kopiergeschützten Audioformaten
Doch das Gesetz gilt nicht für Satellitenradios. Internet-Radiostationen würden damit ebenfalls gezwungen, gegen das Aufnehmen ihrer Programme vorzugehen. Ein besonderer Dorn im Auge sind den beteiligten Politikern offenbar Programme wie Streamripper oder Audiojack, die das Mitschneiden einzelner Songs automatisieren.
So sollen Radiobetreiber dazu gezwungen werden, "das Erstellen von Kopien von Musikaufnahmen" zu verhindern. Im Klartext: Wer Streams im Netz übertragen will, muss dafür auf kopiergeschützte Audioformate setzen. MP3-Streams wären nicht mehr möglich, da sie "das Zerteilen von Aufnahmen in Segmente" ermöglichen.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Audio Player & Playlister hier.

Es ist mal wieder zu offensichtlich, wie die US-Politiker mit der Musikindustrie gemeinsame Sache macht. DRM soll eben mit allen Mitteln durchgedrückt werden. (Leider ist es in Deutschland auch nicht anders) ...
In meiner kleinen Welt heisst es: Bürger wollen US-Politiker verbieten !
Der Titel ist eindeutig falsch. Richtig wäre: US-Politiker wollen uns am Arsch vorbeigehen.