Was mit dem iPod anfing, endete gar fürchterlich

Verkehrte Netzwelt: Was die Welt im iNnersten zusammenhält

Irgendjemand in irgendeiner Internet-Werbeagentur inhalierte inbrünstig indexierte Inhaltsstoffe. Völlig benommen, trug er anschließend seine wirren iDeen in die ganze Welt hinaus, steckte viele Marketingstrategen an, die es ihm gleich taten. Anders ist der Missbrauch des an und für sich harmlosen h- und j-Nachbarn nicht zu erklären.

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"Was die Welt im iNnersten zusammenhält", hieß es schon in Goethes Faust. Der Dichterfürst gilt damit als einer der ersten Verehrer des kleinen i. Es folgten iPod, inklusive iTunes, iAudio, iRiver, ish, ViiV, iLove und iX. Es scheint, als ob sich selbst Produkte mit geringen Verkaufschancen allein durch den i-Zusatz bestens verhökern ließen.

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10.120.000.000 Ergebnisse spuckt Google allein für das kleine i aus. Mindestens die Hälfte davon dürften seelenlose Produkte sein, die auf die Kraft des beliebten Buchstabens setzen. Jetzt lässt Nintendo die nächste Bombe platzen.

Die neue Spielkonsole aus dem Mario-Bunker heißt nicht etwa "Revolution", wie anfangs angedacht. Auf den Apple-Effekt hoffend, dachte man sich schnell einen knackigeren Namen aus: Wii. Und auf der Homepage wird unserem Lieblingsbuchstaben dermaßen gehuldigt, dass die eigentliche Konsole fast schon in den Hintergrund rückt. Auf ihn wird geschossen, mit ihm gespielt und gelacht.

Zum Glück geht nicht nur uns der neudeutsche Missbrauch des unschuldigen i auf den Senkel. Treue Nintendo-Fans haben auf wii-fi.org eine Initiative gegründet, mit dem Ziel, die Verantwortlichen bei Nintendo zum Einlenken zu bewegen und dem Kind einen anderen Namen zu geben. Wir sagen Bravo. Auch im Namen vom h und vom j. Denn das sind auch ganz nette Kerle.

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