Musikindustrie: Kaum Mut für neue Wege im Netz

Mut für Neues

Auch wenn die Arctic Monkeys und Gnarls Barkley auf ganz unterschiedliche Art an die Chartspitze gelangten, bewiesen beide Bands, dass sich mit Hilfe des von der Musikindustrie lange verteufelten Internets sehr gut Musik verkaufen lässt. Im Fall der Arctic Monkeys wurde zudem deutlich, dass das Internet zudem auch ein effizientes Promotionwerkzeug sein kann.

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Gerade den Major-Labels fehlt derzeit jedoch noch der Mut, die vielen Möglichkeiten des Internets zu nutzen. So richtig will man sich bei den Majors noch nicht mit dem "neuen" Medium anfreunden. Einige kleinere Plattenfirmen sind da flexibler und zeigen sich offener im Umgang mit dem Netz. So finden sich auf den Seiten vieler Independent-Labels beispielsweise kostenlose Musikdateien von ihren Künstlern zum Download. Die Songs sind gleichzeitig ausführliche Hörproben und umsatzankurbelnde Appetithappen.

Solche neuen Impulse zum Vertrieb von Musik finden sich jedoch noch recht selten im Internet. Die meisten Labels konnten sich bisher gerade einmal damit anfreunden, ihre Musik über Online-Shops wie den iTunes Music Store oder Musicload zu verkaufen - mit DRM-Behaftung und zu meist saftigen Preisen.

Was andere Promotion- oder Vertriebsmöglichkeiten angeht, ist man eher vorsichtig in der Musikindustrie. Statt auf neue Wege im Netz zu setzen, versuchen vor allem die Major-Labels derzeit aus einigen mittlerweile gut laufenden Download-Shops mehr Gewinn herauszuschlagen. Bestes Beispiel dafür ist Apples iTunes Music Store. Bereits seit mehreren Monaten streitet sich Steve Jobs mit den Plattenbossen um die Preise in seinem Online-Shop. Während Jobs bei seinem Einheitspreismodell bleiben will, sähen einige Musiklabels gerne abgestufte Preise im iTunes Music Store. Vor allem Chart-Hits würden dann für deutlich mehr Geld verkauft als bisher.

Während von der Internet-Community und vielen Künstlern teils erfolgreiche Impulse für den Vertrieb und die Promotion von Musik ausgehen, scheint ein Großteil der Musikindustrie immer noch an alten Strukturen festhalten zu wollen. Vielleicht helfen die Erfolge der Arctic Monkeys oder Gnarls Barkley, um den Plattenfirmen etwas mehr Mut zu machen endlich die Stärken des Internets zu nutzen. Auch wenn man dabei ab und zu etwas kostenlos an seine Kunde abgeben muss...

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 7 Beiträge

Ja genau, es wird nicht mehr in Jungbands investiert weil die ganze Kohle für die Entwicklung von Kopierschützen und die Strafverfolgung der Kunden herhalten muss. Und selbst wenn, warum in schwierige Menschen...

sowas gehoert ueberhaupt verboten ... da gibt es tatsaechlich bands die verkaufen musik ohne uns mit bescheidenen 1400 Prozent mitschneiden zu lassen ... DAS SIND TERRORISTEN, ALLESAMT!

Indie höre ich ja.Kaufe mir aber trotzdem keine CDs .Ich höre das was ich zu hause habe.

Obwohl man dazu sagen muss, dass das Major-Label "Universal" scheinbar erkannt hat, dass rund 17 Euro für ein Album zu viel sind: Soweit ich weiß, kosten die Alben von denen "nur" noch ca. 14 Euro; dafür...

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