Britische Bands zeigen Plattenindustrie wie Musikvertrieb über das Netz funktionieren kann
Musikindustrie: Kaum Mut für neue Wege im Netz
Auch wenn einige Plattenfirmen langsam aber sicher ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen glauben, sieht es um die Musikindustrie nach wie vor alles andere als rosig aus. Die Umsätze wurden in den letzten Jahren Stück für Stück weniger und die Stimmung der Plattenbosse entsprechend schlechter. Schuld an den bescheidenen Verdiensten sind in den Augen der Musikindustrie vor allem die Verbreitung von CD-Brennern und das Internet mit seinen zahlreichen, nicht klein zu kriegenden Tauschbörsen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Aus der Not eine Tugend gemacht
- 2Erste Stars ebnen den Weg
- 3Mut für Neues
Die Folgen der P2P-Downloads und CD-Brennereien bekommen vor allem junge und unbekannte Künstler zu spüren. Während sich Madonna oder Robbie Williams auf ihren längst verdienten Millionen gemütlich zurücklehnen können, ist es für unbekannte Bands heute ein langer Weg zu einem Plattenvertrag. Die Labels sparen an allen Ecken und Enden - und vor allem bei der Investition in neue Künstler.
Weil die Produktion eines Albums und die anschließende Vermarktung eines neuen, unbekannten Künstlers eine gewagte Sache ist - schließlich weiß niemand, ob die Platte anschließend auch tatsächlich gekauft wird - vertraut man vor allem bei den großen Majorlabels auf bekannte Künstler. Die haben meist eine treue Fangemeinde, über die sich immer ein gewisses Kontingent an CDs absetzen lässt.
Newcomer gehen unterdessen oft leer aus. War es vor zehn Jahren noch verhältnismäßig einfach einen Plattenvertrag einzuheimsen, bekommen junge Bands heute immer öfter ihre Demo-Tapes zurückgeschickt und die Bürotüren der Plattenbosse vor der Nase zugeknallt.
Aus der Not eine Tugend gemacht
Was für die Musikindustrie der "Teufel" Internet ist, ist für einige Künstler ein Segen. Aufgenommene Demo-Songs müssen in Zeiten der globalen Vernetzung nicht mehr auf Musikkassette kopiert und mühsam an Freunde und Bekannte verteilt werden. Stattdessen haben sich in den letzten Jahren etliche Anlaufstellen im Internet gebildet, die genau auf die Bedürfnisse von jungen Bands und Künstlern zugeschnitten sind.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 7 Beiträge
Ja genau, es wird nicht mehr in Jungbands investiert weil die ganze Kohle für die Entwicklung von Kopierschützen und die Strafverfolgung der Kunden herhalten muss. Und selbst wenn, warum in schwierige Menschen...
sowas gehoert ueberhaupt verboten ... da gibt es tatsaechlich bands die verkaufen musik ohne uns mit bescheidenen 1400 Prozent mitschneiden zu lassen ... DAS SIND TERRORISTEN, ALLESAMT!
Indie höre ich ja.Kaufe mir aber trotzdem keine CDs .Ich höre das was ich zu hause habe.
Obwohl man dazu sagen muss, dass das Major-Label "Universal" scheinbar erkannt hat, dass rund 17 Euro für ein Album zu viel sind: Soweit ich weiß, kosten die Alben von denen "nur" noch ca. 14 Euro; dafür...
Das kannst du laut sagen