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08.05.2006
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Dowload-to-own statt Video-on-demand

In2movies: Online-Filmhändler im Test

Movie Markt

Mit den gesammelten MoviePoints können die in2movies-Kunden dann wieder einkaufen - die Sammelpunkte sind neben Euro die zweite Währung. Umgerechnet entspricht ein MoviePoint ungefähr 0,3 Cent. Wer sich einen Film-Kauf ausschließlich mit Uploads verdienen will, muss allerdings viel hochladen.

Ein kleines Rechenbeispiel: Wer sich für den Sonderpreis von 6,99 Euro oder 2.400 MoviePoints "Der letzte Samurai" mit Tom Cruise herunterladen möchte, muss vorher "Harry Potter und der Feuerkelch" insgesamt fast zehn Mal hochladen - das entspricht einem Uploadvolumen von über 20 Gigabyte. Wenn wie im netzwelt-Test die Uploadbandbreite nur selten ausgelastet ist, kann es natürlich lange dauern, bis genügen MoviePoints zum Filmkauf auf dem Konto sind.

Bezahlen nur mit Firstgate

Wer statt mit virtuellen Punkten lieber mit harter Währung bezahlen möchte, ist auf den Internetbezahldienst Firstgate angewiesen: Alternative Bezahlmethoden sind bei in2movies derzeit nicht geplant.

Fest steht jedoch laut in2movies-Auskunft, dass das Video-Archiv mit derzeit rund 300 Filmen und Serien-Episoden stetig vergrößert wird: Spätestens ab Juli soll die Anzahl der neuen Titel pro Monat im dreistelligen Bereich liegen. Neue Filme werden dabei jeweils parallel zum DVD-Verkaufsstart auch als Downloads bei in2movies erhältlich sein.

Bislang finden sich nur von Warner produzierte Filme und Serien im Archiv. Mittelfristig sollen die Palette aber erweitert werden: "Wir verhandeln auch mit anderen Programmanbietern über die Lizenzierung von Film- und TV-Inhalten, um eine möglichst breite Programmpalette anbieten zu können", sagt Wesp.

Fazit: DVD vs. in2movies - Punktsieger steht fest

Dass das Archiv und auch die Vielfalt wächst, ist eine wichtige Voraussetzung, dass in2movies künftig viele Kunden anlockt. Denn schon jetzt ist der Filmkauf bei in2movies komfortabel: Auswählen, bezahlen, herunterladen - innerhalb kurzer Zeit landen Filme und TV-Serien auf den Festplatten der Kunden, ohne dass diese auch nur einen Fuß vor die Tür setzen müssen. Dank Download-to-own hebt sich der Online-Filmhändler dabei auch von der Konkurrenz ab.

Statt an Videotheken muss sich in2movies daher an DVDs messen lassen. Preislich und qualitativ kann der Online-Händler DVD-Niveau halten. Dennoch verliert in2movies den Vergleich mit dem Silberling aber derzeit: Zum Beispiel fehlen die unter Filmfreunden beliebten DVD-Extras, die einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der DVD geliefert haben.

DRM als Spaßbremse

Auch schränkt das DRM die Nutzung der Videodateien stark ein: Während man eine DVD auch seinen Freunden verleihen kann, ist dies wegen der Lizenz-Beschränkungen nur eingeschränkt möglich. Außerdem bindet in2movies die Kunden an Geräte mit Windows-Betriebssystemen: Solange nicht in jedem Wohnzimmer ein Multimedia-PC steht, können Filmfreunde daher getrost weiter zur DVD greifen.

Eine Übersicht über den gesamten Online-Film-Markt liefert ein aktueller Vergleichstest aller deutschen Video-on-demand-Dienste.


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