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28.04.2006
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Hintergründe für den richtigen Einsatz

Natürlich in Farbe: Mit dem Weißabgleich zum optimalen Digitalfoto

Digitalkamera

Häufig tritt aber leider das Problem auf, dass der Fotograf ein Foto mit verfälschten Farben erhält, ohne es zu wollen. Der Weißabgleich war auf Automatik eingestellt und dennoch ist das Bild nicht wirklich zufriedenstellend geworden. Das kann geschehen, wenn die Kamera bei der Lichtmessung einen Fehler macht oder sich bei Mischlichtsituationen (Tageslicht und Kunstlicht beleuchten das Motiv) für den falschen Weißabgleich entscheidet. In schwierigen Lichtsituationen ist der Fotograf gefordert, der den Weißabgleich dann manuell vornehmen sollte.

Manueller Weißabgleich

Bei den meisten Digitalkameras hat der Fotograf die Auswahl zwischen verschiedenen Weißabgleichseinstellungen. In der Regel finden sich Einstellungen für Sonnenschein, Bewölkung, Leuchtstoffröhrenlicht, Glühlampenlicht, Blitzlicht und eine Einstellung für den manuellen Weißabgleich. Wenn die Automatik für den Weißabgleich versagt, kann der Fotograf Testaufnahmen mit den verschiedenen Voreinstellungen machen und so den passenden Abgleich für die Fotos finden. Wenn auch die Voreinstellungen kein befriedigendes Ergebnis liefern, ist der manuelle Weißabgleich die letzte Möglichkeit. Hierzu wird eine Referenzaufnahme gemacht, an der die Kamera den Weißabgleich festlegt. Dazu wird in der Regel ein weißer Gegenstand, zum Beispiel ein Blatt Papier, vor der eigentlichen Aufnahme ins Bild gehalten und ein Foto geschossen. Profis verwenden eine Graukarte.

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Im Testbild ist das Motiv dreimal mit jeweils einer anderen Einstellung für den Weißabgleich fotografiert worden. Tageslicht und die Raumbeleuchtung erhellten das Motiv. Beim ersten Foto wurde die Automatik für den Weißabgleich gewählt. Die Pinselborsten erscheinen ein wenig gelblich, die Vase ist auch nicht wirklich weiß. Die Farben der Blüten sind kräftiger als in der Realität. Im zweiten Foto wurde der Weißabgleich für Kunstlicht gewählt, da die Lampen im Raum den größten Anteil an der Motivbeleuchtung haben. Das Ergebnis ist schon besser: Die Pinselborsten verlieren etwas vom Gelbstich, auch die Vase wirkt weißer. Für das dritte Bild wurde der Weißabgleich manuell vorgenommen. Dazu wurde vor der Aufnahme ein weißes Blatt Papier vor den Testaufbau gehalten und der Weißabgleich festgelegt. Dann erfolgte die Aufnahme: Die Pinselborsten und die Vase sind weiß. Die Blütenfarben entsprechen der Realität.

Der Automatik vertrauen?

Das Testbild zeigt sehr kleine Unterschiede, die nicht überbewertet werden sollten. Der manuelle Weißabgleich bringt in der Regel das optimale Ergebnis. Aber wer hat schon Lust für jeden Schnappschuss erst ein Referenzbild zu machen? Der automatische Weißabgleich der kompakten Digitalkameras ist zum Glück recht zuverlässig geworden. Normalerweise erhält der Fotograf gute Ergebnisse. Für schwere Lichtsituationen, in denen die Automatik versagt, gibt es die Weißabgleichsvoreinstellungen, die sich dank Digitaltechnik kurz ausprobieren und begutachten lassen. So findet sich schnell die Einstellung, die die besten Resultate bringt. Für das optimale Foto kommt der ambitionierte Fotograf aber nicht am manuellen Weißabgleich vorbei, wenn es etwa um Porträt- oder Produktfotos geht.


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