Natürlich in Farbe: Mit dem Weißabgleich zum optimalen Digitalfoto

Ein Farbstich entsteht

Im Beispiel weiß die Kamera, dass das Farbspektrum des Lichts ein wenig in Richtung Rot verschoben ist (4.000 Kelvin). Dem Spektrum fehlt etwas Blau; Rot überwiegt. Dieses Ungleichgewicht wird bei der Berechnung der Farben für das Foto berücksichtigt, blaues Licht wird stärker mit eingerechnet und das fertige Foto weist keinen Rotstich auf.

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Jeder kann die Wirkung des Weißabgleichs durch ein kleines Experiment recht einfach verstehen. Dazu wird eine Digitalkamera benötigt, bei der der Weißabgleich manuell verändert werden kann. Der Weißabgleich muss nun auf Kunstlicht gestellt werden. In der Regel ist diese Einstellung durch eine kleine "Glühlampe" gekennzeichnet. Nun wird eine Aufnahme unter freiem Himmel gemacht. Fotografieren Sie ein beliebiges Motiv - wichtig ist, dass Tageslicht es beleuchten muss. Das Foto sollte einen deutlichen Blaustich aufweisen.

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Aber wie kommt dieser Blaustich zustande? Die Kamera ist durch die Einstellung des Weißabgleichs für Kunstlicht auf fehlendes Blau im Licht eingestellt. Daher werden die Blauanteile, die im Tageslicht aber ausreichend vorhanden sind, bei der Berechnung der Farbwerte für das Foto stark überbewertet - der Blaustich entsteht. Ähnliche Ergebnisse lassen sich mit jeder Weißabgleichseinstellung erzielen, wenn bewusst eine falsche Einstellung gewählt wird. Unter Umständen lassen sich mit einem falschen Weißabgleich interessante Bildwirkungen erzeugen. Experimentieren bringt hier den Erfolg.

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Von den drei Vergleichsbildern gefällt mir persönlich das mittlere Bild am Besten. Vermutlich liegt das an einer gewissen "Erwartungshaltung". Es ist ein Motiv - Blumenvase mit Blumen - was normalerweise in...

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