Backup-Möglichkeiten für Apple-Rechner
Backup-Strategien: Datensicherung unter Mac OS X
Michael Knott
Cloning: Was den Mac zum Liebling macht
Das wohl bekannteste Programm dieser Gattung ist der Carbon Copy Cloner, der jedoch bisher nicht für die neuen Intel-Macs und ihr neues Dateisystem angepasst wurde. Überhaupt tun sich die Hersteller der Cloning-Lösungen etwas schwer mit der Umsetzung ihrer Programme in Universal Binaries. Das ist besonders deshalb ärgerlich, weil Intel-Macs anders von Festplatten booten als die alten PowerPCs, weshalb sich Intel-Macs nicht von Backups von PowerPCs booten lassen und umgekehrt.
Dennoch: Interessant sind die Cloner allemal. Sie erstellen allesamt eine exakte Kopie des Systemlaufwerks auf einem anderen Laufwerk. Die Größe des Ziel-Datenträgers spielt dabei keine Rolle, es empfiehlt sich jedoch, eine Partition mit der gleichen Größe des System-Datenträgers anzulegen. Als Ziel eignet sich jede Festplatte, die per Firewire oder USB angeschlossen werden kann. Sogar iPods und andere Festplatten-MP3-Player sind geeignet, sofern ihre Kapazität ausreicht.
Cloning: Booten mit dem Backup möglich
Je nach Qualität und Umfang des Clone-Tools sind die Programme kostenlos oder Shareware. Besonders interessant ist neben dem Carbon Copy Cloner auch die Shareware "SuperDuper!" und die Freeware "Silver Keeper" des Festplatten-Herstellers LaCie. Letztere funktioniert natürlich auch mit allen anderen Festplatten, die per USB oder Firewire angeschlossen sind. Alle drei Programme haben einen ähnlichen Funktionsumfang und beherrschen, neben dem kompletten Backup, auch eine Funktion für inkrementelle Backups.
Ein inkrementelles Backup hat den Vorteil, dass es wesentlich schneller vonstatten geht als ein vollständiges Backup. Auf dem Ziel-Datenträger wird nur geändert, was auch auf dem Quell-Datenträger geändert wurde. Da sich in der Regel nur selten riesige Datenmengen in kurzer Zeit einfinden, eignet sich diese Methode auch für das schnelle Backup zwischendurch. Immer vorausgesetzt, dass der Zieldatenträger bereits ein Backup beinhaltet.
Cloning: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
Die Bedienung der Programme stellt keine Schwierigkeit dar: Quell-Datenträger auswählen, Zieldatenträger auswählen, Häkchen an die Option "Make Bootable" oder ähnlich setzen sowie an "incremental", Backup starten, fertig. Der Zeitaufwand hängt von der Datenmenge ab, die gesichert werden muss, bei einem vollständigen Backup einer 80 Gigabyte großen Platte muss jedoch mit einigen Stunden gerechnet werden. Hier stellt sich der Firewire- oder USB-2.0-Anschluss als Flaschenhals heraus. Wichtig ist, dass Quell- und Zieldatenträger nicht verwechselt werden, sonst ist der Daten-Unfall programmiert.
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