Backup-Möglichkeiten für Apple-Rechner
Backup-Strategien: Datensicherung unter Mac OS X
Michael Knott
Backup über den Finder
Die einfachste Methode ist das Backup über den Finder in Mac OS X. Dabei hilft die Funktion "neuer Brennordner", die sich über den "Vorgang"-Button in einem beliebigen Verzeichnis erstellen lässt. Mac OS X benötigt kein spezielles Brennprogramm oder Sonstiges, vielmehr lassen sich beliebige Dateien in den Brenn-Ordner ziehen und direkt aus dem Finder brennen. Speicherplatz-Probleme gibt es dabei nicht: Die Dateien im Brenn-Ordner sind nur verknüpft, Mac OS X sucht sich die Originale automatisch während des Brennvorgangs heraus.
Allerdings gibt es bei dieser Methode einen Haken: Der Brennordner darf maximal die Größe eines vom Mac brennbaren Datenträgers haben. Kann der Mac nur CDs brennen, beschränkt sich diese Backup-Methode auf die maximale Größe von CD-Rohlingen, also 800 Megabyte. Brennt der Mac auch DVDs, kann dieser Wert bis 4,5 Gigabyte, respektive 8,5 Gigabyte bei Dual-Layer DVDs, erhöht werden. Das dürfte für die meisten Dateien ausreichen.
Finder-Backup: Große Backups unmöglich
Sonderlich komfortabel ist Mac OS X in dieser Hinsicht nicht, weil die Größe erst nach Auswahl der "Brennen"-Funktion berechnet wird. Entweder Mac OS X beschwert sich, dass ein Datenträger zu klein ist. Oder das System brennt einfach los und macht damit die Datenträger möglicherweise nicht randvoll. Multisession oder die Verteilung der Daten auf mehrere Disks? Fehlanzeige. Doch dafür ist die Brenn-Funktion von OS X auch nicht gedacht, vielmehr soll sie die schnelle Weitergabe von Daten ohne zusätzliches Brennprogramm erleichtern.
CDs und DVDs lassen sich jedoch auch auf andere Weise nutzen, allerdings wird hierfür das kostenpflichtige Programm "Toast" oder das beim .mac-Paket mitgelieferte "Backup" benötigt. Eine kostengünstige und komfortable, aber nicht ganz so flexible Lösung ist das zehn Dollar teure Tool BackityMac. Alle drei Programme funktionieren nach einem einfachen, aber effizienten Prinzip: Genau wie mit dem Finder lassen sich beliebige Daten auf CD und DVD brennen. Die genannten Alternativen sind allerdings in der Lage, die Daten auf mehrere Datenträger zu verteilen. Ist ein Backup zehn Gigabyte groß, verteilen Toast und Backup die Daten auf wahlweise drei DVDs oder 15 CD-Rs.
Brennen: DVDs sind kaum für Gesamt-Backups geeignet
Unpraktisch an dieser Lösung ist, dass die Zeiten, in denen "nur" zehn Gigabyte an Sicherungsaufwand anfielen, bereits seit einiger Zeit vorbei sind. Die iTunes-Bibliothek sprengt in der Regel bereits diesen Rahmen, Digitalfotos und Filme sind ebenfalls Speicherfresser. Die Datenmengen, die in der Regel für ein Voll-Backup anfallen, füllen gerne mal die ein oder andere Rohling-Spindel.
Damit sich der Anwender beim Backup-bedingten Diskjockey-Spiel nicht den Arm auskugelt, empfiehlt sich als die wohl einfachste und effizienteste Lösung eine zweite Festplatte und ein so genanntes Clone-Tool. Clone-Tools machen nichts anderes, als das komplette System samt aller Daten auf eine zweite Festplatte zu kopieren. Der Vorteil dieser Methode: Dank der USB- und Firewire-Boot-Funktion von Mac OS X lässt sich von diesem Backup auch der Rechner starten - das ist besonders hilfreich, wenn sich das eigentliche System verabschiedet hat oder um Software gefahrlos zu testen.
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