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24.04.2006
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Je schwieriger ein Objekt zu erreichen und zu besprühen ist, desto größer der Ruhm

Gefährliches Graffiti: Mark Ecko besprüht Air Force One

Michael Knott

Gefährliches Graffiti: Mark Ecko besprüht Air Force One

Zwei maskierte Gestalten klettern über Stacheldraht, schleichen sich an einem Streifenwagen vorbei und besprühen das Flugzeug des amerikanischen Präsidenten George W. Bush. Einer von ihnen ist Marc Ecko, der Mann hinter der Modemarke mit dem Nashorn.

Das Video ist kein Fake. Kein gekünsteltes Photoshop-Produkt, sondern tatsächlich eins zu eins mit einer verwackelten Handkamera aufgenommen. Im Netz verbreitete sich der Clip in Windeseile. Und landete schließlich auch bei der US Airforce. Und selbst dort wurde man skeptisch, sah vorsichtshalber mal aus dem Fenster. Doch die Air Force One stand unbeschädigt an Ort und Stelle.

Marc Ecko: "Wieso ich die Air Force One getaggt habe"

Kein Wunder. Denn statt die derben Sicherheitsvorkehrungen am Original-Standort der Präsidenten-Maschine auszutricksen, griff der Modemacher lieber tief in die Tasche, ließ in Kalifornien eine andere Boeing 747 umlackieren, sodass diese der fliegenden Bush-Residenz zum Verwechseln ähnelte. Medienberichten zufolge mussten die Mitarbeiter, die an dieser Aktion beteiligt waren, sogar schriftlich versichern, über diese Aktion den Mantel des Schweigens auszubreiten.

Marc Ecko

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Wozu das Ganze? In einem separaten Video klärt der Nashorn-Mann über seine Motive auf, die gefakte Präsidenten-Maschine zu besprühen. "Still free", der Schriftzug, den er auf ein Triebwerk der Boing anbrachte, soll dabei an das Grundrecht der Redefreiheit erinnern, wozu auch die Kunstform Graffiti gehöre. Patriotisch, mit fester Stimme erklärt Ecko, dass die Hauptaufgabe des Präsidenten der Schutz der Freiheit sei, bereits die Gründerväter sich über bestehende Konventionen hinweggesetzt hätten.

Einen Denkanstoß liefern

"Der Präsident kann in seinem Flugzeug nicht wie ein Rockstar durch die Welt fliegen, ständig behaupten, dass Amerika das großartigste Land der Erde sei, und gleichzeitig ignorieren, was dieses Land groß gemacht hat. Ich glaube, diese Aktion war ein guter Weg um einen Dialog zu starten, um einen neuen Denkanstoß zu liefern."

Nach dieser kurzen Erklärung driftet die Videobotschaft allerdings zu einer autobiograpischen Selbstbeweihräucherung Eckos und Hinweisen zu seinen zahlreichen Projekten ab, die mit der eigentlichen Aktion und dem, was dahinter stecken sollte, nicht mehr viel am Hut haben.

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BastiB, am 24.04.2006 16:59

irgendwo steht auf der page, dass das ein fake ist....


otd, am 24.04.2006 17:03

es ist doch ein fake


Tom, am 24.04.2006 17:29

Da scheint wieder wer nicht zu Ende gelesen zu haben :)


Grunzer, am 25.04.2006 16:30

Bitte den ganzen Artikel und vor allem alle Sätze lesen:
Zitat:

Denn statt die derben Sicherheitsvorkehrungen am Original-Standort der Präsidenten-Maschine auszutricksen, griff der Modemacher lieber tief in die Tasche, ließ in Kalifornien eine andere Boeing 747 umlackieren, sodass diese der fliegenden Bush-Residenz zum Verwechseln ähnelte.


KamikazeKiddy, am 25.04.2006 17:56

vielleicht liegts auch nicht am lesen sondern am verstehen ;)


Bananenhaupt, am 25.04.2006 20:49

Verstehen oder nicht verstehen...Was haltet ihr generell von Graffiti? Kunstform, sofern sie gut gemacht sind oder stupide Schmiererei? Glaubt ihr das solche Aktionen Wirkung zeigen?


--Spatzenei--, am 25.04.2006 20:52

Zitat:

Was haltet ihr generell von Graffiti? Kunstform, sofern sie gut gemacht sind oder stupide Schmiererei?


Eindeutig letzteres. Ich finde diese Schmierereien furchtbar.


Lady, am 25.04.2006 22:11

Graffiti ist eine verunstaltung von Objekten und kann den Wert ziemlich mindern


Grunzer, am 26.04.2006 12:58

Tja...
Sollte man wohl in %en ausdrücken :-)
95% Schmiererei - 5% Kunst

Ich habe schon viele Graffiti gesehen, die wirklich gut aussehen und an der Stelle (zB eine Bahnunterführung vollmassiv in Beton - nur sichtbar vom Zug aus) wo sie "installiert" wurden auch nicht wirklich das Stadtbild oder einen besonderen optischen Eindruck zerstören.

Nur meine Meinung!
Grüße Grunzer


Bananenhaupt, am 26.04.2006 13:17

Zitat:

Tja...
Sollte man wohl in %en ausdrücken :-)
95% Schmiererei - 5% Kunst

Ich habe schon viele Graffiti gesehen, die wirklich gut aussehen und an der Stelle (zB eine Bahnunterführung vollmassiv in Beton - nur sichtbar vom Zug aus) wo sie "installiert" wurden auch nicht wirklich das Stadtbild oder einen besonderen optischen Eindruck zerstören.

Nur meine Meinung!
Grüße Grunzer


Sehe ich auch so. Nur aus den "fünf Prozent" würde ich vielleicht "zwei Prozent" machen. In Köln habe ich schon öfters wirklich gute, an den abenteuerlichsten Orten gesehen. Ich frage mich wie die dann da hin kommen. Da muss eine richtige Logistik hinterstecken. Teilweise müssen da Leitern, hohe Busse oder sonstiges mit im Spiel sein. Bemerkenswert finde ich auch, dass wirlich gute "Kunstwerke" lange, lange Zeit dann auch so stehen bleiben, und nicht zusätzlich noch mal verunstaltet werden.


Mucho, am 30.04.2006 00:26

Ja, dass die guten, aufwendigen Spray-Kunstwerke stehen bleiben ohne weiter beschmiert zu werden liegt an der Sprayer-Ehre (sowas gibt´s wirklich). Und Sprayer benutzen ja auch immer ihr "Tag", also ihr Kürzel. Man würde unter seinen Sprayer-Kollegen als ziemliches ********* dastehen , würde man die Werke verschandeln.
Prinzipiell bin ich aber gegen Sprayen ohne Gnehmigung.


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