Musik-Downloads: Preiskampf um iTunes-Songs
Major-Labels: Nieder mit dem Einheitspreis
Mit den vermeintlich subventionierten Preisen soll jedoch zukünftig Schluss sein. Glaubt man den Worten von Alain Levy, Chef des Major-Labels EMI, haben sich Apple und Vertreter der Musikindustrie bereits Ende letzten Jahres auf eine andere Preisstruktur geeinigt.
So sähe es die Musikindustrie lieber, wenn Apple für unbekanntere Künstler sowie ältere Songs weniger Geld verlangen würde. Auch komplette Alben dürften in den Augen einiger Major-Labels ruhig etwas weniger kosten. Was sich zunächst als nettes Zugeständnis der Plattenindustrie anhört, hat leider auch eine Kehrseite.
Für Einzeldownloads - und dort speziell bei Songs von bekannten Künstlern sowie Charthits - stellen sich die Labels nämlich etwas höhere Preise vor. Logisch aus Sicht der Plattenbosse: Ein großer Vorteil beim Download von Musik ist schließlich, dass Musikfans nicht wie beim Kauf einer CD alle Songs eines Albums kaufen müssen, sondern sich in der Regel nur die Songs herauspicken können, die ihnen auch wirklich gefallen. Warum sollte man also nicht mit genau diesen Einzeldownloads versuchen, so viel Geld wie möglich zu verdienen?
Steve Jobs: Plattenbosse werden gierig
"Alles Geldgier", meint Steve Jobs und bleibt eisern bei seiner Meinung. Apple bleibt damit nach wie vor auf dem Standpunkt, dass das einzig Wahre Einheitspreise sind. Für den iTunes-Kunden gibt es nichts Einfacheres. Außerdem könnte die Kauflust für Online-Musik durch höhere Song-Preise stark gehemmt werden. Was für Steve Jobs und Konsorten noch viel schlimmer wäre: Bliebe bei iTunes nicht alles eitel Sonnenschein könnte die Kauflust für den iPod stark gehemmt werden, was für Apple einer Katastrophe gleich käme.
Schließlich half der kleine Player mit dem großen Preis dem angeschlagenen Unternehmen Apple vor einigen Jahren mit einem Ruck aus dem Umsatzloch und sorgt auch heute noch für den größten Teil des jährlichen Gewinns. Mit dem mobilen Player iPod untrennbar verbunden ist die Musiksoftware iTunes, die mit dem Player hervorragend zusammenspielt. Und zu iTunes gehört wiederum der Music Store, der Apples durchdachtes Musik-System abrundet - so das (funktionierende) Gesamtkonzept.
Bricht ein Teil dieses Rundum-glücklich-Paketes weg, könnte das für Apple ernste Folgen haben. Der iPod ist nicht zuletzt wegen seiner Kombination mit der iTunes-Software und dessen preislich relativ attraktivem Music Store so erfolgreich. Deshlab werden Steve Jobs und seine Mitstreiter wohl alles daran setzen, dass es mit dem iTunes Music Store auch weiterhin so läuft wie bisher.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Steve Jobs und Apple iTunes.
