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Windows XP vom USB-Stick starten: Ein Theaterstück in drei Akten Ein Betriebssystem in der Hosentasche, das bootet - selbst gebastelt

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Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten ein tragbares und selbst bootendes Windows XP auf Ihrem USB-Stick, das Sie von jedem beliebigen Rechner starten können, um dort Programme aufzurufen - ohne eine einzige Datei auf dem System hinterlassen zu müssen. Wenn Ihnen diese Vorstellung gefällt, lesen Sie unbedingt weiter. Die netzwelt erklärt, wie Sie so ein "USB-XP" herstellen können.

Eine Situation, die gar nicht so selten vorkommt: Ein Computer ist durch Viren, versehentliches Löschen wichtiger Dateien oder sonstige Manipulation so hinüber, dass absolut gar nichts mehr geht. Ein Notfall-Windows, installiert auf einem USB-Stick, kann in solchen Situationen bei der Datenrettung helfen.

Prolog

(Alternativ: Mit einem Bootfähigen USB-Stick mit Windows 7 kann das Windows 7 Betriebssystem auf Geräten ohne Datenträgerlaufwerk installiert werden.)

Wenn Sie Ihr Windows XP Notfall-Betriebssystem nicht auf den USB-Stick, sondern ganz normal auf eine CD befördern wollen, erfahren Sie in einem netzwelt-Tutorial alles Wissenswerte dazu. Auch diese CD wird mit Barts PE Builder erstellt. Allerdings hat eine CD-ROM keinen Schreib-Zugriff, alle ausgelagerten Dateien und Einstellungen landen wieder auf dem kaputten System.

Mit einem Windows auf dem USB-Stick haben Sie diese Probleme nicht: Sie bringen Ihr eigenes Betriebssystem mit und können im laufenden Betrieb Daten auf den Stick schreiben. Und alle Tools zum Reparieren und Überprüfen können Sie mit auf Ihren Stick packen - eine komfortable All-in-One-Lösung. Allerdings klingt das nach DOS-Befehlen, BIOS-Einstellungen - Nerd-Alarm also? Keine Angst: Etwas Arbeit steckt zwar dahinter, mit diesem netzwelt-Tutorial können Sie allerdings problemlos Schritt für Schritt nachbasteln, wie solch ein USB-Stick mit Windows XP entsteht.

Akt I - Die Vorbereitung

Notwendiges für das Hosentaschen-XP

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie zuerst alle erforderlichen Treiber und Programme herunterladen - sonst müssen Sie immer wieder Download-Pausen einlegen. Das Theaterstück kann also beginnen: In der Hauptrolle der "PE Builder" von Bart Lagerweij, eine Freeware, die eigentlich zum Erstellen von bootfähigen und individuellen XP-CDs verwendet wird. In der Nebenrolle agiert das Tool "pe2usb", welches später Ihre XP-Dateien für den USB-Stick fit machen wird. Um den USB-Stick zu formatieren und bootfähig zu machen, sollten Sie noch das "HP USB Disk Storage Format Tool" als Statisten engagieren.

Die Requisite ist ein ordentlicher Brocken: Das "Windows Service Pack 1 für Windows Server 2003" mit knackigen 330 Megabyte brauchen Sie auch noch. Zwar nur zwei klitzekleine Dateien daraus, aber die dürfen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht gesondert heruntergeladen werden. Als DSL-Nutzer können Sie in der Zwischenzeit ja etwas Leckeres kochen, Modem-Besitzern bleibt wohl nur, das Service Pack als CD von Microsoft kostenlos anzufordern. Speichern Sie die Datei am besten direkt auf "C:", um sie später schneller zu finden und weniger Arbeit zu haben. Die Links zu allen Programmen finden Sie in der Box am Ende des Artikels.

Was Sie natürlich auch brauchen, ist ein USB-Stick mit mindestens 256 - besser 512 - MByte RAM, etwa ein Gigabyte Festplattenspeicher inklusive der Downloads und eine Windows XP-CD - oder die kompletten Daten auf der Festplatte. Ob Home oder Professional, OEM oder Standalone, bleibt Ihre Wahl. Dazu kommt dann noch eine Portion Experimentierfreude, denn jedes System bietet die unterschiedlichsten Möglichkeiten, warum etwas anders oder überhaupt nicht funktionieren könnte.

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Moritz Zielenkewitz
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