Flach verpackt: Zwei Gigahertz und schnelle Ati-Grafik
Sparsames Spiele-Notebook? Alienware S-4 m5500 im Test
Benjamin Schnitzler
Daneben zeichnet sich die Tastatur durch eine niedrige Geräuschkulisse bei minimalem Klappern aus. Der Widerstand der leicht transparenten Tasten ist zwar recht hoch gewählt, dafür stimmt der Druckpunkt. Dank seiner besonders flachen Bauweise wirkt die Optik des Alienware S-4 m5500 zwar schlank, aber leicht bleibt es nur solange es nicht hochgehoben wird. In der vorliegenden Konfiguration werden aus der minimalen Herstellerangabe von nur 2,7 fast 3,3 Kilogramm - so viel bringt auch das vergleichbare Toshiba Qosmio F20 auf die Waage.
Einen praktischen Nutzen kann man dem Hochglanz-Display des S-4 m5500 schon im ausgeschalteten Zustand abgewinnen - zum Beispiel wenn gerade kein Spiegel zur Hand ist, um den perfekten Sitz von Kleidung oder Make-up zu kontrollieren. Doch da die starken Spiegelungen bei ungünstigen Lichtverhältnissen in erster Linie die viel wichtigere Lesbarkeit verschlechtern, bleibt ein negativer Beigeschmack. Besser, sprich ohne Reflexionen, machen es mittlerweile leider nur noch die wenigsten Notebook-Hersteller, obwohl es technisch problemlos möglich wäre.
Sparsames Spiele-Notebook? Alienware S-4 m5500 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Es gibt hellere Displays als das des Alienware S-4 m5500, doch die Leuchtkraft lässt in keiner Situation zu wünschen übrig. Anders verhält es sich hingegen beim Einblick von oben und unten, der schnell ein zu dunkles oder helles Bild zur Folge hat. Die seitlich möglichen Blickwinkel entsprechen eher dem Mittelmaß und sind für zwei Personen nebeneinander noch ausreichend. Bis auf einen kaum sichtbaren Streifen am unteren Rand wird ein komplett schwarzes Bild satt und sehr gut ausgeleuchtet präsentiert.
Das Hochglanz-Display macht optisch viel her, doch den Farben mangelt es etwas Kraft und Homogenität, was im letzteren Fall dafür sorgt, dass das Bild an den Rändern wie von kleinen Wölkchen durchzogen wirkt. Wenn der Blick vom optimalen Winkel abschweift, kommt es je nach Abweichung zu einem leicht stumpfen Glanz auf der Bildfläche. Bei einem bunten Desktop-Hintergrund oder der Video-Wiedergabe sind die gennanten Effekte aber nur noch schwer auszumachen. Die Schriftschärfe ist durchweg sehenswert.
In puncto Spieleleistung sichert sich das Alienware S-4m 5500 den Spitzenplatz vor dem Toshiba Qosmio F20-161 und Asus A6Ja und beschleunigt Spiele ebenso schnell wie ein gut ausgestatteter Desktop-PC. Zweifellos gab es auf dem netzwelt-Prüfstand schon spieletauglichere Notebooks, aber nicht in der mittleren Größenordnung bis 15,4 Zoll. Selbst die aufwändigen 3D-Welten eines "Doom III" oder "Half-Life 2" bleiben bei hohen Qualitätseinstellungen noch ruckelfrei. Die von netzwelt durchgeführten Messungen erfolgten bei eingeschaltetem High Performance Mode, der den Front Side Bus von 266 auf 280 Megahertz und somit den Prozessortakt auf 2,1 statt zwei Gigahertz anhebt. Laut Alienware bestehe bei dieser Übertaktung keinerlei Risiko für Garantie und Gerät.
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