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Sparsames Spiele-Notebook? Alienware S-4 m5500 im Test
Flach verpackt: Zwei Gigahertz und schnelle Ati-Grafik

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Flach, leicht und langlebig - Prädikate, die nur auf die wenigsten Gamer-Notebooks zutreffen. Aber genau zu dieser Sorte soll das S-4 m5500 von Alienware zählen, das einen mobilen Pentium-Prozessor mit Atis Mobility Radeon X1600 und einer mittelgroßen Bildfläche von 15,4 Zoll vereint. Doch der eigentliche Clou verbirgt sich hinter einem unscheinbaren Schalter.

Flach, leicht und langlebig - Prädikate, die nur auf die wenigsten Gamer-Notebooks zutreffen. Aber genau zu dieser Sorte soll das S-4 m5500 von Alienware zählen, das einen mobilen Pentium-Prozessor mit Atis Mobility Radeon X1600 und einer mittelgroßen Bildfläche von 15,4 Zoll vereint. Doch der eigentliche Clou verbirgt sich hinter einem unscheinbaren Schalter.

Was es damit auf sich hat? Ganz einfach, der Schalter spart Strom. Und zwar indem er die leistungsfähige Ati-Grafik auf Intels langsamere, aber genügsamere Onboard-Grafik umstellt. Für alltägliche Büroarbeit reicht das allemal, und wenn es einmal schneller gehen soll, ist hohe 3D-Leistung nur einen Handgriff entfernt. Netzwelt sieht sich eine 2.000-Euro-Variante des Alienware S-4 m5500 genauer an.

Inhalt

Aufpolierter Außerirdischer

Verarbeitung

Bildqualität

Spitzenplatz beim Spielen

Spiele und Videos

Laufzeit und Lautstärke

Fazit

Technische Details

Aufpolierter Außerirdischer

Zu den auffälligsten Merkmalen der metallic-grauen Flunder gehört zweifellos der beleuchtete Alien-Schädel, obligatorisch für alle Geräte aus dem Hause Alienware. Auch die schwarzen, gummierten Griffflächen besitzen Wiedererkennungswert. Im Gegensatz zu den bisher getesteten Notebooks aus der amerikanischen Computerschmiede Sentia und S-4m 7700 ist der blauäugige Kopf nicht mehr in Schwarz, sondern in Silber gehalten. Außerdem bleibt nun auch der Firmenschriftzug im Dunkeln sichtbar.

Doch mindestens so auffällig, wie das S-4m 5500 von außen wirkt, so dezent ist dafür der Innenraum, der sich durch fast schon an Biederkeit grenzende Aufgeräumtheit auszeichnet. Abgesehen von vier silbernen Knöpfen und dem Touchpad, bietet sich dem Auge im näheren Umfeld der Tastatur kaum Abwechslung. Immerhin kann das Display mit verchromten Scharnieren, schwarzen Lautsprechergittern sowie einem Hochglanz-Logo aufwarten. Außerdem tragen blaue Statusleuchten am vorderen Rand ein wenig zur optischen Ehrenrettung bei.

Verarbeitung

Das durch zwei Haken gehaltene Display wackelt in geschlossenem Zustand kaum und lässt sich ohne ungewolltes Abheben des Notebooks aufklappen. Echte Verarbeitungsmängel gibt es nicht, lediglich die Touchpad-Tasten sind etwas schief eingesetzt. Dafür gibt es an ihrer Funktion nichts auszusetzen: Sie klicken satt, wertig und geben gute Rückmeldung. Keinerlei Schwächen leistet sich auch das Touchpad selbst, das einen breiten Seitenstreifen fürs vertikale Scrollen besitzt. Durch die glatte Oberfläche kann der Zeigefinger den Mauszeiger sowohl sehr schnell als auch präzise über den Bildschirm navigieren.

Sparsames Spiele-Notebook? Alienware S-4 m5500 im Test

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Alienware S-4 m5500

Daneben zeichnet sich die Tastatur durch eine niedrige Geräuschkulisse bei minimalem Klappern aus. Der Widerstand der leicht transparenten Tasten ist zwar recht hoch gewählt, dafür stimmt der Druckpunkt. Dank seiner besonders flachen Bauweise wirkt die Optik des Alienware S-4 m5500 zwar schlank, aber leicht bleibt es nur solange es nicht hochgehoben wird. In der vorliegenden Konfiguration werden aus der minimalen Herstellerangabe von nur 2,7 fast 3,3 Kilogramm - so viel bringt auch das vergleichbare Toshiba Qosmio F20 auf die Waage.

Bildqualität

Einen praktischen Nutzen kann man dem Hochglanz-Display des S-4 m5500 schon im ausgeschalteten Zustand abgewinnen - zum Beispiel wenn gerade kein Spiegel zur Hand ist, um den perfekten Sitz von Kleidung oder Make-up zu kontrollieren. Doch da die starken Spiegelungen bei ungünstigen Lichtverhältnissen in erster Linie die viel wichtigere Lesbarkeit verschlechtern, bleibt ein negativer Beigeschmack. Besser, sprich ohne Reflexionen, machen es mittlerweile leider nur noch die wenigsten Notebook-Hersteller, obwohl es technisch problemlos möglich wäre.

Sparsames Spiele-Notebook? Alienware S-4 m5500 im Test

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Alienware S-4 m5500

Es gibt hellere Displays als das des Alienware S-4 m5500, doch die Leuchtkraft lässt in keiner Situation zu wünschen übrig. Anders verhält es sich hingegen beim Einblick von oben und unten, der schnell ein zu dunkles oder helles Bild zur Folge hat. Die seitlich möglichen Blickwinkel entsprechen eher dem Mittelmaß und sind für zwei Personen nebeneinander noch ausreichend. Bis auf einen kaum sichtbaren Streifen am unteren Rand wird ein komplett schwarzes Bild satt und sehr gut ausgeleuchtet präsentiert.

Das Hochglanz-Display macht optisch viel her, doch den Farben mangelt es etwas Kraft und Homogenität, was im letzteren Fall dafür sorgt, dass das Bild an den Rändern wie von kleinen Wölkchen durchzogen wirkt. Wenn der Blick vom optimalen Winkel abschweift, kommt es je nach Abweichung zu einem leicht stumpfen Glanz auf der Bildfläche. Bei einem bunten Desktop-Hintergrund oder der Video-Wiedergabe sind die gennanten Effekte aber nur noch schwer auszumachen. Die Schriftschärfe ist durchweg sehenswert.

Spitzenplatz beim Spielen

In puncto Spieleleistung sichert sich das Alienware S-4m 5500 den Spitzenplatz vor dem Toshiba Qosmio F20-161 und Asus A6Ja und beschleunigt Spiele ebenso schnell wie ein gut ausgestatteter Desktop-PC. Zweifellos gab es auf dem netzwelt-Prüfstand schon spieletauglichere Notebooks, aber nicht in der mittleren Größenordnung bis 15,4 Zoll. Selbst die aufwändigen 3D-Welten eines "Doom III" oder "Half-Life 2" bleiben bei hohen Qualitätseinstellungen noch ruckelfrei. Die von netzwelt durchgeführten Messungen erfolgten bei eingeschaltetem High Performance Mode, der den Front Side Bus von 266 auf 280 Megahertz und somit den Prozessortakt auf 2,1 statt zwei Gigahertz anhebt. Laut Alienware bestehe bei dieser Übertaktung keinerlei Risiko für Garantie und Gerät.

Die Leistungsreserven eines Dual-Core-Notebooks für professionelle Software-Anwendungen und audiovisuelle Bearbeitung bietet das Alienware S-4 m5500 zwar nicht, doch Intels Pentium M macht mit zwei Gigahertz und einem Kern schon mächtig Dampf. Da fällt der fehlende Prozessorkern im Grunde gar nicht auf. Bei der Festplatten-Performance glänzt das S-4 m5500 mit dem bis dato besten Wert in der mobilen Mittelklasse - ein Verdienst des Momentus-Magnetspeichers von Seagate mit 7.200 Umdrehungen pro Minute. Der Boot-Vorgang ist bereits nach 39 Sekunden abgeschlossen.

Spiele- und System-Leistung

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Alienware S-4 m5500

Spiele und Videos

Zur guten Spieleleistung passt auch das Display des Alienware S-4 m5500, das bei 3D-Shootern nur minimale Schlieren erzeugt. Selbst Strategie- und Rennspiele, wo mehr Nachzieheffekte entstehen, bleiben noch absolut spielbar. Darüber hinaus gefällt die plastische Darstellung, ein positiver Nebeneffekt des spiegelnden Hochglanz-Bildschirms. Die leichte Unschärfe bei Videos verschönert das Bild, indem sie Bildfehler, so genannte Artefakte, mehr versteckt als verstärkt.

In der Produktbeschreibung des Breitbild-Notebooks wird mit vier Lautsprechern und einem integrierten Subwoofer geworben. Davon ist im Akustik-Test leider nicht viel zu hören. Es fehlt an Bass und die Höhen werden bei hoher Lautstärke überbetont. Positiv macht es sich dafür mit seinem klaren und detailreichen Klangbild bemerkbar. Wer das Notebook gerade nur zur Unterhaltung nutzen möchte, kann Videos und Musik von CD oder DVD auch ohne Windows abspielen. Das erhöht wiederum die Akkulaufzeit, da nur die nötigsten Bauteile mit Strom versorgt werden.

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Alienware S-4 m5500

Laufzeit und Lautstärke

Werden alle Energiesparmaßnahmen in Anspruch genommen, erreicht das Alienware S-4 m5500 mit Ati-Grafik, noch augenschonender Display-Helligkeit und eingeschaltetem WLAN eine magere Laufzeit von knapp zwei Stunden. Wirklich lange Ausflüge sind damit leider nicht drin, erst recht nicht, wenn ein Spiel zusätzlich vom Akku zehrt. Für den Wechsel auf die Strom sparende Onboard-Grafik ist neben dem Umlegen eines Schalters ein Neustart notwendig. Der Zeitgewinn beträgt immerhin eine halbe Stunde, was das S-4 m5500 aber noch lange nicht zum Dauerläufer macht.

Bei hoher Auslastung dreht der Lüfter des Notebooks voll auf und bläst viel heiße Luft aus dem rechts platzierten Gitter. Dennoch erhitzt sich das Gehäuse merklich und könnte im Winter problemlos als Handwärmer herhalten. Dabei schreit der hohe Geräuschpegel förmlich nach Kopfhörern oder dem Aufdrehen der Lautsprecher. Wieder im Normalbetrieb senkt der Lüfter aber nach wenigen Sekunden seine Drehzahl auf einen vertretbaren Geräuschpegel. Dann bleibt es bei einem zwar hörbaren, aber leichten und unaufdringlichen Rauschen und Brummen. Still stand der Lüfter im Testverlauf jedoch nie.

Fazit

Keine Frage, das Alienware S-4 m5500 ist mehr ein Notebook für leistungshungrige Spieler als für Alltagsanwender, die großen Wert auf hohe Mobilität und geringes Gewicht legen. Das schlägt sich auch im Preis nieder, der zwar schon bei 1.200 Euro beginnt, bei 2.000 Euro aber noch lange nicht aufhören muss. Die umschaltbare Grafik ist zwar ein guter Ansatz für mehr Akkulaufzeit, nutzt in diesem Fall aber nur wenig.

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Flach, leicht und langlebig - Prädikate, die nur auf die wenigsten Gamer-Notebooks zutreffen. Aber genau zu dieser Sorte soll das S-4 m5500 von Alienware zählen, das einen mobilen Pentium-Prozessor mit Atis Mobility Radeon X1600 und einer mittelgroßen Bildfläche von 15,4 Zoll vereint. Doch der eigentliche Clou verbirgt sich hinter einem unscheinbaren Schalter.

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Flach, leicht und langlebig - Prädikate, die nur auf die wenigsten Gamer-Notebooks zutreffen. Aber genau zu dieser Sorte soll das S-4 m5500 von Alienware zählen, das einen mobilen Pentium-Prozessor mit Atis Mobility Radeon X1600 und einer mittelgroßen Bildfläche von 15,4 Zoll vereint. Doch der eigentliche Clou verbirgt sich hinter einem unscheinbaren Schalter.
http://www.netzwelt.de/news/74000-sparsames-spiele-notebook-alienware-s-4-m5500-test.html
2006-04-19 16:08:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/465/3268.jpg
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