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13.04.2006
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Will Google jetzt auch noch wissen, was wir User treiben?

Noch mehr Web-Angebote: Google startet einen Online-Kalender

Fabian Parusel

Die Ideenschmiede Google hat ein neues Kind hervorgebracht. Das ist soweit nicht ungewöhnlich, aber dieses Kind könnte ein Großer in der Web-Welt werden. Es ist ein Online-Kalender, durch Web 2.0 interaktiv. Als Login dient der GMail-Account. Persönliche Termine sind so von jedem Computer mit Netzzugang abrufbar, ein PDA im Web.

Neue Kalenderfunktionen

Google möchte mit dem Web-Kalender ganz neue Funktionen durchsetzen. So sollen zum Beispiel Webmaster die Möglichkeit bekommen, Termine von ihren Seiten über einen Knopf an den Google-Kalendar zu schicken. Die Besucher können sich so Tourdaten von Bands oder andere Termine per Knopfdruck in den persönlichen Kalender übertragen. Zudem können User auch ausgewählte Einträge veröffentlichen und somit jedem zugänglich machen.



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So haben schon einige Universitäten ihre Terminkalender für die Studenten bereitgestellt. Die können sich dann den Uni-Kalender gleich in den eigenen Kalender integrieren. Auch ein paar Bands verbreiten ihre Tourdaten auf diese Weise. Auf die selbe Art können auch zum Beispiel alle deutschen Feiertage mit einem Klick eingebaut werden. Die verschiedenen Kalender können durch unterschiedliche Farben auseinandergehalten werden. An der Synchronisation mit Pocket-PCs und anderen mobilen Geräten wird noch gearbeitet, in den USA können die Benutzer schon durch SMS-Nachrichten an Termine erinnert werden.

Einladungen für Gäste lassen sich direkt als E-Mail versenden und auch wöchentliche Termine können problemlos in den Kalender integriert werden. Die Funktionen sind durchaus mit denen eines PDAs oder dem Outlook-Kalender vergleichbar. Auch die Handhabung des Web-Kalenders ist einfach, es scheint, als benutze man ein installiertes Programm, tatsächlich handelt es sich um eine normale Webseite. Technisch basiert das Tool auf Ajax (Asynchronous Javascript and XML), dabei handelt es sich um ein Zusammenspiel von JavaScript, Dokument-Objekt-Modell und XML.

Futter für die Kritiker

Google, der Datensammler: In den Augen der vielen Kritiker ist Google ein gefräßiges Monster, das alles vertilgt, was ihm vors Maul gerät, Hauptsache es lässt sich in Einsen und Nullen beschreiben. Suchbegriffe werden analysiert, das Kaufverhalten wird ausspioniert, ganze Bücher werden eingelesen und es heißt, das Monster brauche diese Daten um uns User zu unterwerfen. Jetzt soll der Benutzer auch noch seine persönlichen Termine preisgeben.

Das geht zu weit, werden einige denken. Andere werden den Kalender wiederum mit den persönlichsten Daten füttern. Wie immer bleibt es dem Einzelnen überlassen, ob er das Google-Tool verwendet oder eben nicht. Google will mit Sicherheit nur eins, noch mehr Geld verdienen, und das ist sein gutes Recht. Mit diesem Kalender könnte Google ein weiterer dicker Coup gelungen sein, denn der praktische Nutzen dieses Tools ist nicht von der Hand zu weisen.


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Lady, am 13.04.2006 22:55

Gut es ersetzt den PDA.Aber nicht jeder hat ein Notebook und seinen Rechner hat man ja auch nicht beisich wenn man unterwegs ist und einen wichtigen Termin hat nützt es doch wenig.Dann bin ich ja gezwungen in ein Internetkaffee zu gehen.Ist doch umständlich.


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