Drahtlos-Standard WiMAX - Was kann der große Hoffnungsträger wirklich? (Update)
WiMAX im Test
Arcor macht den Einwohnern Kaiserslauterns ein interessantes Angebot: Für 39,95 Euro pro Monat bekommen die Kunden einen WiMAX-Anschluss mit 1024 kBit/s im Downstream und 128 kBit/s im Upstream, dazu eine Flatrate und einen Telefonanschluss über VoIP. Den herkömmlichen Telefonanschluss können Kaiserslauterer WiMAX-Nutzer dann abmelden. Die nötige Hardware bekommen Arcor-Kunden gestellt. Zum Vergleich: Ein DSL-1000-Anschluss mit gleicher Leistung, DSL-Flatrate und Telefonanschluss kostet bei T-Com und T-Online rund 43 Euro.
"Wir haben den Preis ganz bewusst an die normalen Arcor-Tarife angepasst", sagt Arcor-Sprecher Paul Gerlach. Ob sich WiMAX in dieser Preisklasse für Arcor wirtschaftlich anbieten lässt, wollte Gerlach nicht sagen. "Wir wollen in diesem Feldtest die WiMAX-Grundlagen fixieren", sagt Gerlach. Erst am Ende des Tests könnten Entscheidungen getroffen werden, wie es weitergehe. Wichtig sei für Arcor auch der Erkenntnisgewinn auf der technischen Seite.
Doch auch der Rosa Riese ist in Sachen WiMAX aktiv: In Swisttal und Sankt Augustin, beides in der Nähe der Konzernzentrale in Bonn, testet die Deutsche Telekom die Funktechnik mit 100 ausgewählten Kunden. Die Kunden zahlen nichts für Zugang und Hardware, denn die WiMAX-Installation dient hauptsächlich dem Erkenntnisgewinn: "Wir wollten wissen, wie die Technik im Alltagsleben funktioniert", sagt T-Com-Sprecher Rüdiger Gräve. Deshalb habe man eine "bunte Mischung" an Kunden ausgewählt und WiMAX an zwei strukturell unterschiedlichen Orten getestet. Während Swisttal eine ländliche Gegend sei, in der sich ein DSL-Ausbau nicht lohne, sei Sankt Augustin recht dicht besiedelt und sei nur nicht mit DSL versorgt worden, weil dort Glasfaser liege.
Die eigentliche Testphase ist seit März zu Ende, die Kunden dürfen die WiMAX-Zugänge zunächst behalten. Allerdings sieht T-Com-Mann Gräve einige Nachteile gegenüber der DSL-Technik: "Man darf es nicht mit DSL vergleichen, was die Geschwindigkeit angeht", sagt er. "Und alle Nutzer teilen sich die Gesamtbandbreite; wenn also viel los ist, wird es langsam", weiß Gräve. Trotzdem sieht er in WiMAX eine gute Technologie: "Es bietet sich dort an, wo sich ein DSL-Ausbau nicht lohnt." Und die Kunden, die vorher ganz ohne Breitband waren, seien zufrieden mit der Technik, berichtet Gräve.
Realität in 26 Orten
Der größte deutsche WiMAX-Anbieter ist die Deutsche Breitband Dienste GmbH (DBD) aus Heidelberg. Mit den Marken DSLonair und MAXXtelekom ist DBD in Berlin, Heidelberg, Königswinter bei Bonn und 23 weiteren Orten aktiv. Besonders die Marke MAXXtelekom macht interessante Angebote: Bereits ab 34 Euro gibt es einen Funk-Anschluss mit 1536 kBit/s im Downstream und 320 kBit/s im Upstream; eine Flatrate und VoIP ist ebenfalls Teil des Angebots. Auch hier brauchen Kunden keinen Telefonanschluss mehr.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 8 Beiträge
Ich find alles über 6 ms schon schlecht und sehr schwankend ist dein Ping auch... habe 6ms durchgehend zu heise.de
Die pings in CS sind nicht so toll, aber es ist ein Gerücht, das sich immer noch hartnäckig hält, das hohe pings ein problem sind. Das ist Unsinn. Entscheident ist ein ping der nicht schwankt. Ob er aber 50 oder...
Deines erachtens nach. Dein Erachten ist aber techn. Unfug. FM ist nur deswegen regional, weil es eine "Sichtverbindung" braucht. Langwellige Strahlung wird von der Ionosphäre reflektiert, kurzwellige nicht. Deswegen...
"Damit funkt WiMAX auf einer höheren Frequenz als WLAN und erreicht dadurch eine höhere Bandbreite und eine größere Reichweite" Die Aussage bezüglich der Reichweite ist meines erachtens nach...
Jezt muss ich auch meinen Kommentar dazu abgeben: Ich wohne in einer T-DSL freien Zone ( 94365 Parkstetten) , und bei uns wurde die Firma Geka mbh aktiv, die einen DSL zugang per Wlan anbietet... Zur Zeit bin ich...