Portables: Die Hosentasche voller Software
Der Holzweg: Keine Portable-Kompatibilität
Ein Hinweis vorweg: Nicht jede Freeware lässt sich tragbar machen. Und falls etwas nicht klappt, müssen Sie unter Umständen das Programm neu installieren - sichern Sie also alle privaten Daten wie Playlists, Dokumente oder CD-Images, die mit der Software in unmittelbarem Zusammenhang stehen.
Am Beispiel des foobar2000 können Sie die Schritte nachvollziehen: Zuerst ist es wichtig, dass Sie die Software nach der Installation mindestens einmal starten und möglichst auch den Computer neu starten. Danach kopieren Sie alle Dateien außer dem Uninstaller aus dem Installations-Verzeichnis in einen Ordner Ihrer Wahl.
Jetzt führen Sie den Uninstaller aus und entfernen die Software komplett vom System. Um sicher zu gehen, dass Ihr Programm auch wirklich portabel geworden ist und nicht doch noch auf irgendwelche Systemdateien zugreift, sollten Sie den Computer neu starten. Starten Sie jetzt die exe-Datei von foobar2000 aus den zuvor verschobenen Dateien. Das Programm sollte sich problemlos aufrufen lassen.
Auf diese Weise können Sie beispielsweise folgende Programme zu Portables machen: PDFCreator, IrfanView, foobar2000, Exact Audio Copy, Burrrn und Spybot Search & Destroy. Ein kleiner Bonus beim Spybot: Da alle zur Erkennung von neuer Spyware nötigen Updates direkt im Programmordner gespeichert werden, können Sie Ihren Portable-Spion sogar vom USB-Stick aus auf aktualisierte Daten überprüfen, ohne ihn vorher erneut installieren zu müssen.
So weit, so gut - allerdings gibt es auch Programme, die Sie mit keiner der drei genannten Möglichkeiten tragbar machen können. Das kann mehrere Gründe haben: Wenn die Freeware keinen Uninstaller besitzt, sondern über einen Assistenten entfernt wird, der gleichzeitig auch das Setup für die Installation bereitstellt, sind Sie chancenlos.
Zweitens kann es sein, dass das Programm wichtige Daten nicht nur in das Installations-Verzeichnis und die Registry, sondern auch noch an andere Stellen schreibt. Denkbar wäre da der oft angesteuerte Ordner Dokumente und Einstellungen. Da Sie aber ohne Weiteres nicht immer erkennen können, wo genau die Dateien landen, sind Ihnen hier meistens die Hände gebunden.
Das dritte und endgültigste Hindernis ist, wenn das Programm Einträge im System und der Registry zwingend benötigt, um zu funktionieren. Die Klassiker sind hier Firewalls und Codecs. Von einer Hosentaschen-Version von AntiVir, ZoneAlarm, Paint.NET oder dem K-Lite Codec-Pack müssen Sie sich gedanklich also verabschieden.

