Surflehrer: Browser-Exoten für Windows unter der Lupe
Arachne: Was für die DOS-Box
Eine kurze Übersicht der Features: Neoplanet unterstützt Tabs und durchsucht das Web, nicht nur nach Stichworten, sondern auch nach Zitaten und News, das Usenet wird genau so durchsucht wie Buchhändler und Filmdatenbanken. Eine spezielle Funktion erlaubt die breite Nutzung von Web-Communities, ein eingebauter E-Mail-Client, ein Download-Manager und ein Instant-Messenger lässt sorgen dafür, dass weitere Software überflüssig wird. Dabei ist Neoplanet extrem schlank: Nur vier Megabyte werden für den Download benötigt. Eine besondere Funktion sind die vordefinierten Channel-Libraries, die statt Bookmarks genutzt werden. Diese können wahlweise vom Hersteller heruntergeladen oder selbst definiert werden. Insgesamt ist Neoplanet etwas überfrachtet, wodurch sich seine Nutzung nur für Freunde von Feature-Monstern eignet. Zudem unterstützt er durch seine Entwicklungshemmung keine RSS-Feeds.
Browsen wie zu Großvaters Zeiten - so werden spätere Generationen wohl den Webbrowser Arachne bezeichnen. Der Browser ist kein echter Windows-Browser, vielmehr ist er für DOS-Derivate geeignet, also für die Kommandozeile. Allerdings verrichtet er seinen Dienst auch in der DOS-Box von Windows XP.
Arachne ist eine Art erweiterter Lynx. Genau wie der Text-Browser kann er komplett über die Tastatur gesteuert werden und zeigt Websites reduziert an. Anders als ein reiner Text-Browser zeigt er jedoch auch Bilder an, wodurch sich das Surf-Erlebnis doch wesentlich verbessert. Arachne wird leider seit einigen Jahren nicht mehr weiterentwickelt, wohl weil die DOS-Derivate inzwischen selten geworden sind. Doch auch wenn Arachne keine modernen Standards unterstützt: Als schlanker Browser für alte Rechner mit DOS-Betriebssystem eignet er sich hervorragend.
Fazit: Exoten für spezielle Zwecke
Auf der Suche nach Browser-Alternativen und -Exoten für Windows-Systeme stößt man immer wieder auf Sackgassen. Zahlreiche alternative Browser-Projekte wurden um die Jahrtausendwende, als der Internet-Explorer das Monopol erlangte, aufgegeben. Während die Browser-Vielfalt auf den Unix-Systemen Mac OS X und Linux kaum Grenzen kennt, ist ihre Zahl unter Windows überaus überschaubar.
Die hier angeführten Webbrowser sind allesamt eigenständige Browser. Oft werden Browser-Aufsätze für den Internet-Explorer als eigenständige Browser beworben, was jedoch falsch ist. Wer vom Internet Explorer weg möchte, kommt mit einem solchen Aufsatz nicht weit, weil er mit der Technik des IE auch dessen Fehler übernimmt. Da sind die Browser aus dem Mozilla-Lager die weit bessere Alternative. Dank Open Source können sich die Entwickler alternativer Browser von den Beschränkungen und Fehlern des Original-Firefox lösen, was die Entwickler von IE-Aufsätzen nicht können.
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Links zum Thema
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