Mit neuem Schwung zu alter Stärke
Test: Tomb Raider Legend
Lara lebt. Im siebten Abenteuer konzentriert sich das Schatz suchende Schätzchen aufs Wesentliche - der Jagd auf Grabbeigaben und schwere Jungs.

Inhaltsverzeichnis
- 1Wiederholte Krad-Wanderung
- 2Barfuß auf Verbrecherjagd
- 3Gelungenes Comeback
Vor mehr als zehn Jahren entwarf der Spieledesigner Toby Gard das Gegenmodell zum muskelbepackten Spielehelden. Heraus kam Lara Croft, jene Kunstfigur, die aus der Popkultur zwar nicht mehr wegzudenken ist, aufgrund ihrer letzten virtuellen Auftritte aber viel Kredit in Gamerkreisen verspielt hat. Spätestens ab dem vierten Teil stand die Marke "Tomb Raider" für technischen und spielerischen Stillstand; der sechste Teil bezeugte gar kreative Ohnmacht. Mit all dem hatte Toby Gard nichts am Hut.
Weil ein weiterer Fehltritt die Grabräuberin wohl endgültig ins Grab gebracht hätte, zog Publisher Eidos für die Entwicklung des siebten Teils Laras Urvater hinzu. Toby Gard übernahm unter anderem das Charakterdesign der künstlichen Schönheit. Um ihn herum bildete das Personal von Crystal Dynamics ("Project: Snowblind") das bislang größte "Tomb Raider"-Team. Publisher Eidos legte derweil die Werbetrommel beiseite und griff lieber gleich zur Pauke. Diese wurde entsprechend behauen: TV-Spots, Prestigeduelle mit realen Models oder findige Werbedeals - in Sachen Marketing blieb nichts aus, geschweige denn dem Zufall überlassen.
Seit dem 7. April können sich Gamer selbst ein Bild von der runderneuerten Abenteuerin machen. Schöner denn je ist sie - und in der Gier nach Artefakten und Hardware unersättlich. Die Systemanforderungen explodieren, wenn der Menüpunkt Next-Generation-Inhalte aktiv ist und sämtliche Grafikoptionen ausgeschöpft werden. Hübsch anzusehen, aber lähmend selbst für hochgezüchtete Rechenmaschinen. Doch auch ohne Grafikbooster stimmt die Optik. Steigt Lara aus dem Wasser, glänzt ihre nasse Haut; macht sie Gebrauch von Feuerwaffen, wabert für Sekunden Rauch aus dem Lauf. Prächtig umgesetzt sind die Ruinen, deretwegen Lara die halbe Welt bereist. In Afrika entzückt allein die Eingangssequenz, in der sich ein gigantischer Wasserfall teilt und eine dahinter verborgene Kultstätte preisgibt.
Wiederholte Krad-Wanderung
Erwartungsgemäß sind die antiken Bauwerke mit Hindernissen, komplexen Mechanismen sowie mit Feinden menschlichen und tierischen Ursprungs gespickt. "Tomb Raider Legend" vereint Akrobatik, Rätsel und Kampf. Einige Levels setzten auf Action pur. In Südamerika räuchert die Archäologien mit Schrotflinte und Sturmgewehr ein Nest von Banditen aus. Anschließend zieht Lara am Lenker eines Kraftrads zwielichtige Zweiradfahrer aus dem Verkehr. Das Ganze wiederholt sich später, dann minutenlang, wodurch (verschmerzbare) Längen entstehen.

Ich, als alter Tomb Raider Fan, bin zwar leicht enttäuscht wg. der Kürze, aber finde, dass das Spiel trotzdem mal wieder richtig Laune gemacht hat. Nur eines... worüber ich mich soo aufregen...
Sooo kurz ist die Spielzeit auch wieder nicht. Die meisten werden wohl acht bis zehn Stunden beschäftigt sein.
Mich hat es ein wenig überrascht dass es soooo kurz ist. Aber wie immer der Spass-Faktor ist da. Und ich hoffe auf dass nächste...............
Nichts destotrotz ist das Spiel ziemlich gut geworden. Zwar sehr kurz aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.
Mit Next Generation Inhalt ist wohl Shader Model 3 bzw. HD(D)R gemeint. Allerdings ist die Grafik auch ohne schon sehr gut gelungen. Aber die Sache mit dem diffusen Licht schaut aus wie schonmal gesehen, bei Prince of...