Das ganze Web auf deiner Platte

Webaroo: Offline online mit Internet-Schnappschüssen

Das Internet - unendliche Weiten. Und nicht immer ist ein Anschluss verfügbar. Wer viel mit Notebook oder PDA unterwegs ist, kennt das Problem: Kein WLAN verfügbar und für eine schnelle Suche nach dem besten Pizza-Dienst von Kalkutta sind die GPRS- und UMTS-Einheiten dann doch zu teuer. Helfen soll das Tool Webaroo, das dem Rechner Online-Informationen offline zur Verfügung stellt - per Web-Schnappschuss.

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Ein Web-Schnappschuss? Das Internet besteht aus Abermillionen von Websites, Inhalten, Downloads. All diese Daten dürften wohl kaum Platz auf einer lokalen Festplatte finden, geschweige denn auf einem Notebook oder gar PDA. "Doch", wendet der Hersteller Webaroo Incorporated ein und erklärt: "Es gibt eine Menge Schrott im Web." Webaroo filtert diesen "Schrott" heraus, wodurch sich das Internet - zumindest sein wichtiger Teil - auf handliche 40 Gigabyte eindampfen lässt.

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Die Steinzeit war vor 15 Jahren

"Die Leute sind süchtig nach Suche", so Bard Husick, Präsident und Gründer von Webaroo Inc. Diese Such-Sucht ist es, die Offline-Aufenthalte so unangenehm macht: Kein schneller Blick in Google, keine Begriffserklärungen in der Wikipedia, keine Spontanübersetzung von nicht verstandenen Vokabeln. Wer offline ist, ist außen vor, sitzt in der kommunikationstechnischen Wüste und fragt sich ganz ernsthaft, was wohl die Menschen vor zehn oder sogar fünfzehn Jahren gemacht haben, als es noch kein Internet gab.

Webaroo soll also helfen. Statt den Wildwuchs des Webs komplett zu spiegeln, werden die unergiebigen Auswüchse einfach beschnitten. Der Grund: Selbst, wenn Google zu einem Thema 25.000 Treffer ausspuckt, sehen sich Anwender selten mehr als die erste Trefferseite an. Webaroo geht sogar noch weiter: "Suchende klicken in der Regel nur ein bis zwei Ergebnisse an", lässt der CEO des Unternehmens verlauten. Weshalb das Netz auf diese zwei Ergebnisse eingestampft wird.

Indische und amerikanische Sicht der Dinge

Möglich wird das durch Webserver, die den USA und Indien positioniert sind. Mitarbeiter des Unternehmens durchkämmen laufend das Web, prüfen Websites, schmeißen veraltete Ergebnisse aus dem Index. Der nämlich ist das, was letztendlich von der Webaroo-Software heruntergeladen wird: Ein von Indern und Amerikanern gepflegter Bestand von Daten aus dem Internet. Entsprechend indisch und amerikanisch ist auch die Auswahl, die ihrerseits in verschiedene, herunterladbare Webpacks aufgeteilt ist. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. So einfach ist das.

Genutzt werden kann der Dienst vorerst kostenlos: Webaroo besteht aus einem kleinen Tool, das den Rechner, sobald er am Internet hängt, mit den Webaroo-Servern synchronisiert. Die Websites werden weder abgespeckt noch entschlackt - so bleibt auch Werbung den Usern erhalten. Sackgassen werden auf diese Weise angeblich vermieden. Wie das beim Hypertext-Prinzip mit seinen zahlreichen Links zwischen verschiedenen, zum Teil umfangreichen Websites möglich sein soll, ist jedoch fraglich. Zurzeit ist das Tool noch im Beta-Status. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass sich Webaroo die Arbeit spätestens mit dem Release der Vollversion bezahlen lässt.

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