Asus PW191 gegen Formac Gallery 1900 Raven Black
Vergleichstest: Günstige Designer-Flachbildschirme mit 19 Zoll
Benjamin Schnitzler
Bei der Sichtwinkelabhängigkeit gerät der Asus PW191 ebenfalls ins Hintertreffen. Während der Formac Gallery 1900 lediglich matter wirkt, erhält er zusätzlich noch einen deutlichen Gelbstich, sobald der Betrachter stärker vom idealen Blickwinkel abweicht. Fällt der Blick von weiter unten auf die Bildfläche, driftet der PW191 schnell ins Dunkle ab. Dafür gibt er sich für einen Display mit TN-Panel recht tolerant, wenn das Auge von oben oder der Seite über den Bildschirm streift.
Auf der Habenseite des Asus PW191 steht dafür eine höhere Helligkeit, die er sich allerdings mit einem etwas schlechteren Schwarzwert erkauft. Doch auch beim Formac Gallery 1900 erhält ein komplett schwarzes Bild einen leichten Grauschleier, bloß in schwächer ausgeprägter Form. Von perfekter Ausleuchtung sind beide Testkandidaten ein gutes Stück entfernt. Während der Asus PW191 an den Rändern geringfügig hellere Stellen offenbart, sind beim Formac Gallery 1900 die Ecken betroffen.
In der Disziplin Gaming geht der Asus PW191 als klarer Sieger hervor und zeigt, dass Millisekunden nicht gleich Millisekunden sind. Obwohl beide Bildschirme laut Hersteller eine Reaktionszeit von nur acht Millisekunden erreichen, zeigen sich auf dem Formac Gallery 1900 deutlich mehr Schlieren als auf dem Asus PW191, bei dem man dafür schon genauer hinsehen muss. Spieletauglich ist zwar auch der Formac Gallery 1900, doch wer sehr empfindlich auf Nachzieheffekte reagiert, sollte fürs Zocken besser zum Konkurrenzprodukt greifen.
Vergleichstest: Günstige Designer-Flachbildschirme mit 19 Zoll
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Bei nicht-nativen Auflösungen gefällt der Asus PW191 trotz des höheren Aufkommens von Treppeneffekten mit der schärferen und schöneren Darstellung, während der Formac Gallery 1900 hier zwar weniger Kanten, aber mehr Unschärfe produziert. Allerdings muss letzterer in den meisten Fällen gar nicht erst interpolieren, da fast jedes Spiel seine optimale Auflösung von 1.280 x 1.024 Punkten unterstützt. Diese Auflösung lässt sich dem Asus-LCD zwar auch über den Grafikkarten-Treiber abringen, doch dann wird das Bild durch die Umwandlung ins Breitbildformat verzerrt.
Bei der Video-Wiedergabe können sich beide Flachbildschirme ohne Schlieren sehen lassen. Wie bei Spielen erzielt der Asus PW191 hier die plastischere Darstellung, dafür wirken Bewegtbilder auf dem Formac Gallery 1900 feiner und Bildfehler komprimierter Formate fallen weniger stark ins Gewicht. Darüber hinaus eignet er sich aufgrund seines verzeihenden Verhaltens bei Blickwinkeländerungen eher für gemütliche Videoabende in guter Gesellschaft.
Jedes der beiden 19-Zoll-Displays hat seine ganz eigenen Stärken und Schwächen: Der Asus PW191 eignet sich besser zum Spielen und bietet mehr Verstellmöglichkeiten, fällt aber bei der Darstellungsqualität etwas zurück. Für den Formac Gallery 1900 spricht außer dem schöneren Bild noch die höhere Sichtwinkeltoleranz, doch mehr Verstellbarkeit würde ihm bestimmt nicht schaden. Beide Kontrahenten sind echte Blickmagneten und bieten viel Flachbildschirm fürs Geld. Wer sich für eines der schicken Designerstücke entscheidet, sollte allerdings ganz genau wissen, was er will.
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