Wohl dosierter Über-PDA oder überdimensioniertes Handy?
Die Message-Maschine: HP iPAQ hw6515 im Test
Michael Knott
Für angemessenes Arbeiten sorgt ein PXA270-Prozessor von Intel, 312 Megahertz schnell. Alltagsaufgaben bewältigt er mühelos, bei Programmwechsel und speicherintensiven Anwendungen kommt er aber deutlich ins Schwitzen. Strom bezieht er von einem austauschbaren Lithium-Ionen-Akku.
UMTS und WLAN sind Fremdwörter, dafür stellt GPRS bei Bedarf die Verbindung ins Netz her. Für die Synchronisation mit dem Rechner steht Bluetooth, Infrarot oder eine USB-1.1-Verbindung zur Verfügung. Eine praktische Dockingstation gehört ebenfalls zum Lieferumfang.
Software
Das der hw6515 aus der Organizer-Ecke kommt und nicht vom Handy abstammt, wird vor allem bei der Wahl des Betriebssystems deutlich. Microsofts Windows Mobile 2003 in der Phone Edition ist auf dem Kombi-Gerät vorinstalliert.
In einigen Punkten, etwa bei den Umgebungs-Profilen, legte Hewlett Packard selbst Hand an. Die Oberfläche ist allerdings nicht frei von Tücken. Im Testzeitraum stürzte die Message-Maschine mehrere Male ab. Dann half nur noch der Griff zum Bedienstift, um einen Neustart einzuleiten.
Die Windows-Oberfläche lässt sich dafür dank unzähliger Hintergrundbilder aus dem Netz und Unmengen von kostenloser und aufpreispflichtigen Software-Anwendungen beliebig erweitern. Auf der anderen Seite erschweren unlogisch viele Schritte, etwa beim Verwalten und Verfassen von Mitteilungen, das mobile Arbeitsleben. Eingeblendet wird hier der komplette Verzeichnisbaum, inklusive Papierkorb, Entwürfen, SMS, MMS, E-Mail und gesendeten Objekten .
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