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11.04.2006
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Kurioses aus Nigeria

Scambaiting: Spaß mit der Nigeria-Connection

Michael Knott

Immer wieder hört man von der Nigeria-Connection. Dabei handelt es sich um Betrüger, die im Web mit der immer gleichen Masche unterwegs sind: Einem Opfer werden riesige Summen versprochen, doch zuerst wird es zur Kasse gebeten. Sogar ein Finanzverantwortlicher einer Stadt in NRW soll das Geld aus der Stadtkasse nach Nigeria geschickt haben. Nichtsdestotrotz hat sich ein bizarrer Kult um die Nigeria-Masche gebildet: Die so genannten Scammer dienen Spaßvögeln im Web immer öfter als Zielscheibe skurriler Späße.

Die Masche ist wesentlich älter als das Internet, der so genannte "Vorschussbetrug" ist eine seit dem 16. Jahrhundert bekannte Form von Abzocke. Doch erst dank des Internets wird es den Betrügern der Nigeria-Connection möglich, mit einfachsten Mitteln falsche Geschichten, Personen, Adressen, Banken, ja sogar Städte zu erschaffen. Dabei muss ein Betrug nach dem Nigeria-Connection-Prinzip nicht unbedingt aus Nigeria stammen, vielmehr können die "Angriffe" auch aus anderen Ländern kommen.

Quelle: TheScamBaiter.com

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Quelle: TheScamBaiter.com

Armer, kleiner, krebskranker nigerianischer Millionär

Die Scammer drücken in ihren Mails massiv auf die Tränendrüse: Egal, ob es sich um die krebskranke Millionärin handelt, die ihre Millionen außer Landes schaffen möchte oder ob die Staatskasse eines afrikanischen Diktators aufgelöst werden soll, immer geht es um Millionen, die einem ahnungslosen Internet-Nutzer per E-Mail versprochen werden. Um an das Geld zu gelangen, soll das Opfer jedoch erst einmal Bearbeitungsgebühren oder Verwaltungskosten tragen, meist im dreistelligen Euro-Bereich. Eine kleine Summe im Anbetracht des Versprechens, bald in Geld zu schwimmen. Viele Anwender vergessen dabei jede Vernunft und spielen mit.

Haben die Betrüger ein dankbares Opfer gefunden, melken sie es mit immer neuen Geldforderungen. Mal müssen Verwaltungsbeamte bestochen werden, mal gilt es, Kontogebühren zu bezahlen, weil man sonst nicht an das Konto kommt. Auf diese Weise wurden viele Anwender viel Geld los, ohne jemals einen Heller aus den angeblichen afrikanischen Vermögen zu Gesicht zu bekommen. Der Grund dafür ist klar: Weder existieren die Vermögen noch die verantwortlichen Personen, die ihre gefälschten Ausweise gerne mit militärischen oder akademischen Titeln schmücken, um der Nummer Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Totgelaufen?

Doch wie das bei erfolgreichen Maschen ist, laufen sie sich irgendwann einmal tot. Die Opfer warnen in Foren, auf Websites und sogar in Print-Medien vor den Betrügern, so sehr, dass inzwischen alles, was an augenscheinlich gewinnbringenden Angeboten vom schwarzen Kontinent kommt, kritisch beäugt werden muss. Das hindert die Scammer natürlich nicht daran, immer neue schräge Geschäfte anzubieten. Dennoch: Die Nigeria-Connection-Masche ist inzwischen bekannt, nur noch sehr einfache Zeitgenossen dürften auf die Post aus Nirgendwo reagieren. Wohl deshalb müssen die meist afrikanischen Scammer zusehends unter Spott und Hohn "leiden".


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Grunzer, am 12.04.2006 14:46

Hi,
Kennt jemand mitlerweile Seiten, über die man seine Phisher mit Informationen füttern kann?

Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte denen keine echten Daten schicken. Aber eine mit "nonsens" gefüllte Datenbank mach den Jungs vermutlich mehr ärger als unsere überaus gefährliche Polizei (bitte nur auf das Thema beziehen!! denn die sind einfach Machtlos gegen Domains und Server aus dem Ausland!).

Klar die eingegebenen Daten müssen ein gewisses gültiges Aussehen haben, aber deshalb frage ich mich ob es dafür schon Seiten gibt.

Grüße Grunzer


Tweek, am 12.04.2006 14:49

Zitat:

Kennt jemand mitlerweile Seiten, über die man seine Phisher mit Informationen füttern kann?


Schreib' Dir doch einfach ein Skript, das zufällig Namen aus einer Liste kombiniert und dabei Kontonummern, Bankleitzahlen und TANs per Generator erstellt... das sollte doch nicht so schwer sein?

Wenn man das noch so einbindet, dass es die Seite ständig neu anwählt, dürften sich 100te von Ergebnissen fälschen lassen... eigentlich keine schlechte Idee...

Dirk?


Grunzer, am 12.04.2006 15:54

Jep...
Nur leider kommt die Info dann immer von der gleichen IP. Somit läßt sich meiner Meinung nach der Phishspammer (wie soll man es sonst sagen?) leicht identifizieren. So schlau sind die Typen auf jeden Fall...denke ich. Und das ist nur ein Grund, der mir auf die schnelle einfällt.

Auf Heise habe ich mal so ein Script gesehen, es aber aus Zeitmangel (hätte erst mal die Anleitung zu curl lesen müssen...) nicht ausprobiert. Was man dazu nur braucht ist Linux und das Programm "curl":
Zitat:

#!/bin/bash

generate_random()
{
length=$1
GR_RESULT=""
RANDOM=`date +%N`
for ((i=0; i/dev/null 1>&2
done


Tja vielleicht erbamt sich mal jemand (der mehr Zeit hat und diese für sowas nutzen will ) und baut so eine Seite.....

Grüße Grunzer


Grunzer, am 12.04.2006 15:56

Ups irgendwie ist das script abgeschnitten liegt wohl an den eckigen Klammern:
#!/bin/bash

generate_random()
{
length=$1
GR_RESULT=""
RANDOM=`date +%N`
for ((i=0; i/dev/null 1>&2
done


Grunzer, am 12.04.2006 16:01

#!/bin/bash

generate_random()
GESCHWUNGENEKLAMMERAUF
length=$1
GR_RESULT=""
RANDOM=`date +%N`
for ((i=0; i/dev/null 1>&2
done


Tweek, am 24.04.2006 11:44

Erklärst Du auch, wie genau dieses Skript ausgeführt werden kann?


DunkelSchwarz, am 15.07.2006 13:36

Zur Zeit erhalten Tausende von Usern wieder Spammails über einen angeblichen Lotteriegewinn von 1 Mio. Euro.

Bei Boocompany führt ein Poster "interessante Korrespondenz" mit der Mugubande - etwas zum Schmunzeln:

http://forum.boocompany.com/viewtopic.php?t=353&postdays=0&postorder=asc&start=15

Es soll wirklich Leute geben, die denen die Zolllichtweitengebühren vorab per Western Union bar nach London schicken.... :rofl:


Mucho, am 15.07.2006 16:41

Zitat:

Ihr E-Mailkonto ist als ein Gewinner für den Geldpreis vom Ein Million
Euros( EIN MILLION EUROS) gewählt worden.


Cool, ich will auch Ein Million Euros (EIN MILLION EUROS) gewinnen. Wieviel muss man da vorab überweisen? :musik:


DunkelSchwarz, am 15.07.2006 21:44

Zitat:

Cool, ich will auch Ein Million Euros (EIN MILLION EUROS) gewinnen. Wieviel muss man da vorab überweisen? :musik:


Ach, nicht der Rede wert. Nur

Zitat:
Administrative Gebühren..............300Euros
Lichtweitengebühr....................250Euros

Mehrwertssteuer......................300Euros
GESAMTSUMME...........................850EUROS


aber......

Zitat:
ICH WILL IHNEN NOCH FRAGE STELLE:

-WERDEN SIE DIE 850 EUROS BEZAHLEN?
ODER
- SOLLEN WIR IHREN BANKSCHECK ZUM BANK ZURUCKKEHREN?

-WOLLEN SIE 1 MILLION EUROS WEGEN NUR 850 EUROS VERLIEREN?


Typisch MuguMugu....... :biglol:


Unregistriert, am 17.07.2006 09:29

Ob die "Lichtweitengebühr" wohl steigt, wenn man Xenon-Licht statt Halogen-Licht hat??


coolboyNRW, am 13.12.2006 18:39

Hehehe, ich habe so eine mailadresse die ich nutze für Anmeldungen, Bestätigungslinks ect, ect. Nach 2 Jahren wird es reichlich zugemüllt.
Zum Thema Nigeria kann ich noch nen Schenkelklopfer zum Besten geben:
Da wollen nette Mädels doch Ihr Land verlassen weil ( lange herzzerreissende Geschichte). Ob ich so nett wäre Ihnen das vorzu-finanzieren. Sie würden sich sehr sehr erkenntlich zeigen. Also ich habe nicht gezögert sowas zu löschen.
Zeigt aber den Einfallsreichtum!


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