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09.04.2006
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Unkomfortabel aber sicher

Vorgestellt: Anonymes P2P mit Freenet

Filesharing

Vor einigen Tagen stellte das Freenet-Projekt die Version 0.7 ihres Filesharing-Clients vor. Die Software, welche sichere und anonyme Verbindungen über das Internet erlaubt, soll vor allem dazu beitragen, Zensur im Internet, etwa in Ländern wie China, abzubauen. Das Programm eignet sich jedoch auch hervorragend dazu, völlig anonymes P2P zu betreiben.

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Bereits Ende der Neunziger hatte Ian Clarke, damals Student an der Universität von Edinburgh, die Idee zu einem anonymen - und damit zensurfreien - System zum Tausch von Informationen über das Internet. Schnell fanden sich einige Freiwillige, die sich gemeinsam an die Umsetzung einer entsprechenden Software machten. Das Grundprinzip, welches hinter Freenet steckt, ist dabei recht einfach und teilweise auch schon aus dem Usenet bekannt.

Mehrfachspeicherung und Verschlüsselung

Zunächst einmal sind alle im Freenet angebotenen Inhalte mehrfach gespeichert. Diese Redundanz wird dadurch erreicht, dass die angebotenen Dateien nicht nur auf dem Rechner des eigentlichen Anbieters gespeichert sind, sondern über die Festplatten vieler anderer Freenet-User verteilt werden. Dazu gibt jeder Nutzer einen bestimmten Teil seiner Festplatte frei (beispielweise zwei Gigabyte). Dieser freigegebene Speicher wird dann dazu genutzt, dass Teile von zum Download angebotenen Dateien darauf gespeichert werden.

Will ein Freenet-User aus Deutschland zum Beispiel eine vier Megabyte große MP3 im Freenet anbieten, lädt er diese mit Hilfe eines Tools "ins Freenet" hoch. Bei diesem Upload-Vorgang wird die Datei im ersten Schritt in zahlreiche kleine Teile zerlegt. Jedes dieser Splitfiles wird dann auf dem freigegebenen Festplattenspeicher mehrerer, zufällig ausgesuchter anderen Freenet-User abgelegt. So kann es sein, dass aus der vier Megabyte großen Datei, die in Deutschland hochgeladen wurde, 100 kleine Dateiteile werden, wovon jedes mehrfach rund um die Welt gespeichert wird. Damit die einzelnen User nicht für Dateiteile haftbar gemacht werden können, die beispielsweise urheberrechtlich geschützt sind, werden die Splitfiles verschlüsselt auf der Festplatte abgelegt.

Die Parallelen zum Usenet sind hier nicht von der Hand zu weisen: Zum Download angebotene Dateien werden aufgeteilt und über das gesamte Netz mehrfach verteilt. Im Gegensatz zum Freenet werden beim Usenet die Splitfiles jedoch nicht auf den Rechnern der User, sondern auf speziellen Servern gespeichert.

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Mucho, am 09.04.2006 13:28

Ich finde schon, dass Freenet eine Alternative ist. Undzwar nicht als Konkurrenz zu emule oder bittorrent sondern wirklich eine Alternative in dem Sinne, da man sich entscheiden kann, worauf man mehr wert legt: Geschwindigkeit oder Sicherheit.
Ich lade tonnenweise Filme herunter undzwar so schnell, dass ich immer 10 Filme auf der Platte habe, die ich mir gar nicht alle anschauen kann. In dem Falle würde ich Sicherheit bevorzugen. Die Zeit um auf die Filme zu warten hab ich, die Lust verklagt zu werden eher weniger.
P.S. Mit Filme meine ich selbstverständlich Urlaubsfilme aus Mallorca oder den Kanaren ;)


noch ein Foren-Fan, am 09.04.2006 20:27

Naja, wegen der Urlaubsfilme wird ja gottseidank eh noch keiner verklagt ;)


franko, am 09.04.2006 23:09

wer soviel runterlädt, dass er nichtmal mit dem konsumieren hinterherkommt ist ein depp ohne ende. typen wie du sind es, die die industrie eigentlich sucht und deswegen eine hexenjagd auf gelegenheitsdownloader startet. und das zu recht! wer aus sport saugt, gehört mal so richtig abgemahnt. zum glück bist du hier ja angemeldet. depp! *tsts*


MFG, am 10.04.2006 09:27

Hehe, das ist doch kein Umgangston!


Anonym, am 10.04.2006 14:33

ich muss da franco recht geben, die Industrie rechnet alles 100% um. Also jeder Film, der gesaugt wird, ein Kinobesuch in der Louge. Diese Zahlen veranlassen dann natürlich zu solch einem Aufschrei gegen die "Raubkopierer". (Das allein dieser Begriff im Deutschen Recht irre führt, ist ja bekannt, oder bedroht jemand von euch einen Verkäufer mit einer Waffe, wärend er läd???)


Anonym, am 10.04.2006 15:39

oh man... und nur weil es leute gibt die zu viel runterladen, sind natürlich die die nur ab und zu mal was illegales laden die heiligen samariter... ich packs net ich mein wie dumm muss man sein
ob jemand 10 gramm gras oda 10 kg gras am tag verkauft ... beides is illegal erst wenn man erwischt wird entscheidet die menge über des strafmaß also müssen die die ja nur ab und zu mal was runterladen keine angst haben oder ... man man man


evee, am 11.04.2006 11:34

Hmm, wären diese Drogen legal, wäre es nicht kriminell. Die Frage ist doch die, was ist warum verboten und schränkt das die Freiheit der Menschen in Deutschland ein. Wären diese Drogen legal gäbe es weniger kriminelle --- und nun werden halt alle kriminalisiert, die p2p netze nutzen um sich vereinzelt Musik zu ziehen, die CDs die sie gekauft haben auf ihren Mp3 Player kopieren und dabei einen Kopierschutz umgehen, u.s.w. Dein Argument ist meiner Meinung nach nicht schlauer oder dümmer als was du selbst dumm nennst. Ist ja schon schlimm, wenn man als Normaluser auf solche P2P Netze zugreifen sollte, damit man nicht gefahr läuft, irgendetwas verbotenes zu tun.


anonymus, am 13.04.2006 01:13

Ihr könnt ja den ganzen lieben lagen Tag drum streiten wer nun was und wieviel saugt. Fakt ist das es nach jetzigem Recht strafbar ist. Das soll aber nicht heissen, daß ich für das Urheberrecht bin. Denn eins wird bei der ganzen Diskusion vergessen. Vor zich Jahren saß vor meinem Tapedeck und nahm Songs von der LP (hab ich übrigens noch 800 Stck.) auf. Oder ich setzte mich am Freitag abends vor den Radio und machte Mitschnitte von den Top 10 (leider quatsche da der Radiomoderator meistens dazwischen) und da regte sich kein Musikboss auf, dass die Verkaufszahlen der LP und Singles schlecht seien, d. h. es war also nicht strafbar. Und nun komme ich wieder zum Anfang. Durch solche Power User wie Mucho ist die P2P Gemeinde in Verruf geraten und die Abundzumal Lader sind die Deppen. Fakt ist aber Gesetz bleibt Gesetz. Anstatt zu diskutieren bzw. zu streiten war nun schuld ist, wäre es doch sicherlich besser alle Energie gegen die mächtige Musikindustrie aufzubringen. Denn die jammern schon auf einem verdammt hohen Level.


Mucho, am 13.04.2006 01:55

Na hier wird ja kontrovers über mich diskutiert. ^^
Ich machs mal kurz, weil ich jetzt ins Bettchen will. Wie bereits gepostet wird ein power-sauger genauso bestraft wie jemand, der ein einziges Liebesliedchen für seine angebetete runterlädt. Die Industrie macht da keine Unterschiede, für sie sind beide mit Vergewaltigern gleichzusetzen. Warum sollte ich jetzt also wenig saugen, wenn ich doch so oder von denen als Todfeind behandelt werde?
Ich brauch den meisten Mist nicht den ich mir runterlade und kaufen würd ichs mir erst Recht nicht, aber ich würde auf viele gute Sachen verzichte, täte ich es nicht in diesem Ausmass. Und wenn die Industriefritzen mich als dekadenten Allesnehmer genauso am A packen wie als halbverhungerten Ghandi, dann fällt die Entscheidung nicht schwer. Gäbe es diese Bagatellklausel für wenige Downloads würde mein Traffic von heute auf Morgen um 800% runtergehen.

Wie immer soll dieses statement nicht ausdrücken, dass ich irgendwas illegales downloade. War alles nur rein hypothetisch. :kiss:


Gast vom Ast, am 17.05.2006 10:00

Angemeldet? Zum Glück muss man sich ja im Internet IMMER mit den korrekten Daten anmelden nicht wahr? DEPP !!! Erst denken, dann Antworten.


Gast vom Ast, am 17.05.2006 10:05

Da muss ich Dir Recht geben. Die Industrie jammert, dass es bald keine CD´s mehr geben wird, aber irgendwelche Rapper und Möchtegerngruppen können Täglich 100.000sende von Euro ausgeben ohne auch nur eine Mine zu verziehen. Solange die das können, bin ich der Meinung, müssen die nicht Jammern.
Was ich im Monat verdiene geben die beim Abendessen aus. Wer hat also mehr Grund zu Jammern? Die Industrie natürlich :D


Anonym, am 05.06.2006 10:03

...alle Energie gegen die mächtige Musikindustrie aufzubringen...

Vom Umsatz her ist diese Industrie unbedeutend und um diesen
zu steigern, bedient sich dieses Industriezweigchen als einziges
solch rigoroser Mittel unter Verwendung der Macht der
schwarzen Koffer :-)


Quicksilver, am 21.06.2006 14:19

so ich bin filesharer ..
sagt es doch gebt es zu ... jeder macht das .. wenn ihr ne Hausdurchsuchung bekommt stehen eure Chancen gut das die Polizisten viel Verständnis für euch aufbringen da sie ja das selbe auch machen..

Problem mit dem Filesharing ist das die Musikindustrie .. auch ein falscher name wir raubkopie ... eigentlich Plattenindustrie keine Musik herstellt sondern eben Platten presst .. oder brennt...
Seit es das Internet mit ausreichendem Tempo gibt wird sie aber immer unnötiger ... ähnlich wie eine Airline nach der Erfindung vom Teleporter unsinnig werden wird...
Das Problem ist nun das wer Geld hat, eben auch macht hat! Und so kommt es dann dazu das in vielen Ländern gesetze gegen das kopieren von Daten aus dem Boden schiessen ... obwohl wie man sieht die das Rechtsempfinden der meisten Bürger nicht so weit geht das sie es lassen würden .... Filesharen ist einfach zu einfach und zu bequem machbar um illegal zu sein...

Kuckt euch Schweden an ... dort hat sich die APB(Schwedische RIAA) einmal kräftig vergriffen ... ein ganzes Bündel von Gesetzen gebrochen udn mit einer Raid 150 unschuldige Firmen lahm gelegt... folge ist auch Schweden wird bald ein Land sein in dem Filesharing erlaubt ist ... (wie Canada oder Frankreich)

Irgend wann bemerken Politer nämlich das sich die Verfolgung von Filesharern nicht lohnt wegen der Kollateralschäden z.B. die entstehen bei einer Raid auf ein Rechenzentrum und das diese Filesharer eben auch Stimmen geben ...


Anonym, am 13.08.2006 03:02

Gut geschrieben@ quicksilber :)


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