Unkomfortabel aber sicher

Vorgestellt: Anonymes P2P mit Freenet

Vor einigen Tagen stellte das Freenet-Projekt die Version 0.7 ihres Filesharing-Clients vor. Die Software, welche sichere und anonyme Verbindungen über das Internet erlaubt, soll vor allem dazu beitragen, Zensur im Internet, etwa in Ländern wie China, abzubauen. Das Programm eignet sich jedoch auch hervorragend dazu, völlig anonymes P2P zu betreiben.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mehrfachspeicherung und Verschlüsselung
  2. 2Dateisuche und -download
  3. 3Freenet in der Praxis

Bereits Ende der Neunziger hatte Ian Clarke, damals Student an der Universität von Edinburgh, die Idee zu einem anonymen - und damit zensurfreien - System zum Tausch von Informationen über das Internet. Schnell fanden sich einige Freiwillige, die sich gemeinsam an die Umsetzung einer entsprechenden Software machten. Das Grundprinzip, welches hinter Freenet steckt, ist dabei recht einfach und teilweise auch schon aus dem Usenet bekannt.

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Mehrfachspeicherung und Verschlüsselung

Zunächst einmal sind alle im Freenet angebotenen Inhalte mehrfach gespeichert. Diese Redundanz wird dadurch erreicht, dass die angebotenen Dateien nicht nur auf dem Rechner des eigentlichen Anbieters gespeichert sind, sondern über die Festplatten vieler anderer Freenet-User verteilt werden. Dazu gibt jeder Nutzer einen bestimmten Teil seiner Festplatte frei (beispielweise zwei Gigabyte). Dieser freigegebene Speicher wird dann dazu genutzt, dass Teile von zum Download angebotenen Dateien darauf gespeichert werden.

Will ein Freenet-User aus Deutschland zum Beispiel eine vier Megabyte große MP3 im Freenet anbieten, lädt er diese mit Hilfe eines Tools "ins Freenet" hoch. Bei diesem Upload-Vorgang wird die Datei im ersten Schritt in zahlreiche kleine Teile zerlegt. Jedes dieser Splitfiles wird dann auf dem freigegebenen Festplattenspeicher mehrerer, zufällig ausgesuchter anderen Freenet-User abgelegt. So kann es sein, dass aus der vier Megabyte großen Datei, die in Deutschland hochgeladen wurde, 100 kleine Dateiteile werden, wovon jedes mehrfach rund um die Welt gespeichert wird. Damit die einzelnen User nicht für Dateiteile haftbar gemacht werden können, die beispielsweise urheberrechtlich geschützt sind, werden die Splitfiles verschlüsselt auf der Festplatte abgelegt.

Die Parallelen zum Usenet sind hier nicht von der Hand zu weisen: Zum Download angebotene Dateien werden aufgeteilt und über das gesamte Netz mehrfach verteilt. Im Gegensatz zum Freenet werden beim Usenet die Splitfiles jedoch nicht auf den Rechnern der User, sondern auf speziellen Servern gespeichert.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

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Beiträgeinsgesamt 14 Beiträge

Gut geschrieben@ quicksilber :)

so ich bin filesharer .. sagt es doch gebt es zu ... jeder macht das .. wenn ihr ne Hausdurchsuchung bekommt stehen eure Chancen gut das die Polizisten viel Verständnis für euch aufbringen da sie ja das selbe...

...alle Energie gegen die mächtige Musikindustrie aufzubringen... Vom Umsatz her ist diese Industrie unbedeutend und um diesen zu steigern, bedient sich dieses Industriezweigchen als einziges

Da muss ich Dir Recht geben. Die Industrie jammert, dass es bald keine CD´s mehr geben wird, aber irgendwelche Rapper und Möchtegerngruppen können Täglich 100.000sende von Euro ausgeben ohne auch nur eine Mine zu...

Angemeldet? Zum Glück muss man sich ja im Internet IMMER mit den korrekten Daten anmelden nicht wahr? DEPP !!! Erst denken, dann Antworten.

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