Test: The Elder Scrolls IV - Oblivion
Einsamer Spaß
Ohne strafrechtliche Konsequenzen dürfen indes Banditen und Monster rund gemacht werden. In den actionbetonten Echtzeitkämpfen geben Zaubersprüche, Beschwörungen sowie Bögen, Schwerter, Äxte und Streitkolben den Ton an. Das Mitführen zu vieler Rüstungsgüter schränkt jedoch nicht nur die Bewegungsfähigkeit ein, ab einem bestimmten Gewicht bleibt der Spielcharakter sogar gänzlich inaktiv. Helden mit solch schwer wiegenden Problemen dürfen Ballast bei Händlern loswerden, die natürlich auch ihrerseits Waren anbieten.

Der Erfolg beim Feilschen hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst wird das eigene Handelsgeschick in Relation mit dem des Handelspartners gesetzt. Sympathiewerte sind ebenfalls von Bedeutung. Die Einstellung von Personen gegenüber dem Spielcharakter symbolisiert ein Zahlenwert, der durch Interaktion (Prahlen, Schmeicheln, Witzeln, Drohen) beeinflusst werden kann. Zwischenmenschliche Gefühle bestimmen auch den Immobilienhandel. Nur ein guter Draht zur hiesigen Adelsschicht beschert dem Charakter ein eigenes Haus in einer fremden Stadt. Auch die Redseligkeit von Nichtspielercharakteren wird von Sympathiewerten beeinflusst. Bettlern lockert eine milde Gabe die Zunge, Geschäftsleute schöpfen durch erfolgreiche Transaktionen Vertrauen. Wenn es einmal schnell gehen muss, helfen Bestechungen. So lassen sich aufgebrachte Hausbesitzer davon abbringen, Alarm zu schlagen, sollte man sich zufällig in der Tür "geirrt" haben. Durch beharrliche Diskussion können selbst Kampfgefährten zu einem Strategiewechsel bewegt werden, etwa wenn es darum geht, wer sich bei gefährlichen Aktionen im Hintergrund hält. Somit wirkt das Geschehen weniger statisch.
Wenn man diesem meisterlichen Titel einen Vorwurf machen will, dann vielleicht den, dass Anfänger aufgrund der Fülle von Möglichkeiten überfordert sein könnten. Vereinzelt wachsen selbst Untermissionen zu stundenlangen Unternehmungen aus. Dank des modifizierten Questlogs und einer transparenten Menüstruktur präsentiert sich der Saga vierter Teil jedoch umgänglicher als seine Vorgänger. Einziges Ärgernis am Rande des Spiels: Die individuelle Steuerungskonfiguration wurde im Test mit jedem neuen Programmstart zurückgesetzt.
Kleinere Übersetzungsfehler sowie sporadische Texttafeln, die überhaupt nicht eingedeutscht wurden, fallen dank vollvertonter, hochwertiger Dialoge kaum ins Gewicht. "The Elder Scrolls IV: Oblivion" belegt eindrucksvoll, dass Offline-RPGs auch in Zeiten von "World of Warcraft" und Co. mitnichten ausgespielt haben. Für "Gothic III" liegt die Messlatte nun ein gutes Stück höher.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 14 von 15 % | 91 % |
| Grafik | 15 von 15% | |
| Spielspaß | 15 von 15% | |
| Multiplayer | entfällt | |
| Bedienung | 8 von 10% | |
| Preis/Leistung | 14 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 10 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 15 von 15% | |

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 8 Beiträge
Hallo, wir sind ein junges GamerBoard (mit 2 Sponsoren, über 200 Member, .de-domain....), das jetzt eine Strategie-Sektion eröffnet hat. Wir möchten folgende Spiele supporten: ...
ich kann mich auch nich beschweren. meine hardware: AMD AthlonXP 3000+ 1 GB Ram ATI X800 GTO (AGP) bei mir läuft es flüssig und das bei 1024x768 und allen details
Ich konnte es gleich wieder zurückbringen. AMD 2400+ 1GB RAM Geforce FX 5900XT (das ist wohl der Knackpunkt :) )
Zitat: Ich habe die Hardwareanforderungen, im Gegensatz zu dem vielen Gejammer, welches man immer hört, als gar nicht so hoch empfunden. Ich hatte es mir auch schlimmer vorgestellt....
Ich habe die Hardwareanforderungen, im Gegensatz zu dem vielen Gejammer, welches man immer hört, als gar nicht so hoch empfunden. Ich habe lediglich einen 3GHz Athlon64 mit 1 GB RAM. Dazu eine Grafikkarte (Radeon...