Offizielle Dual-Boot-Lösung

Apple: Boot Camp macht Macs zu Windows-Kisten

Da rauscht sie herein, die Pressemeldung: "Apple hat mit Boot Camp die Public Beta-Version einer Software vorgestellt, die es ermöglicht, Windows XP auf Intel-basierten Macs einzusetzen. Boot Camp steht ab heute zum Download zur Verfügung." Ein Scherz? Der erste April ist bereits einige Tage her. Außerdem neigt Apple nicht zu Aprilscherzen. Doch tatsächlich: Apple macht den Windows-Boot auf Mac offiziell.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Apple vs. Bastellösung
  2. 2Ähnlicher Ansatz
  3. 3Häme aus dem Hause Apple

Apple vs. Bastellösung

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Doch weiter durch die Pressemitteilung: "Boot Camp ist ein Feature von 'Leopard', der nächsten großen Version von Mac OS X, die auf der Worldwide Developer Conference (WWDC) im August erstmals gezeigt werden wird." So viel Offenheit hat man von Apple bisher selten gesehen. Bei Boot Camp allerdings handelt es sich um nichts anderes als die Apple-Adaption der Bastellösung, die vor wenigen Wochen entdeckt wurde.

Die Vorgehensweise von Boot Camp ist identisch mit der Lösung des Hacking-Wettbewerbs, die vor rund drei Wochen veröffentlicht wurde. Nur eben in der Apple-Version, ganz nach dem Motto: Wenn die Leute schon Windows auf Macs laufen lassen, dann bitte unter der Schirmherrschafft von Steve "His Steveness" Jobs. In Form von Boot Camp.

Ähnlicher Ansatz

Wie identisch die Lösung ist, zeigt die Boot Camp-Website auf Apple.com: Zuerst muss ein Firmware-Update durchgeführt werden, danach kann Boot Camp installiert werden. Das Tool erstellt und brennt eine spezielle Treiber-CD für die Intel-Mac-Hardware. Danach kann mit Hilfe des Programms eine spezielle Windows-Partition auf der Festplatte eingerichtet werden. Dazu wird die Partition einfach verkleinert. Der Rechner wird mit einer Windows-CD neu gestartet, die Installation wird ausgeführt und voilà - Windows läuft auf dem Mac, und zwar Apple-offiziell. Nun müssen nur noch die Treiber von der zuvor gebrannten CD installiert werden.

Apple bietet mit Boot Camp eine offizielle Lösung der Dual-Boot-Problematik an und möchte damit den Intel-Mac-Hackern wahrscheinlich das Wasser abgraben. Der Grund ist nachvollziehbar: Durch die Bastelei könnte jemand zufällig auf die Funktion stoßen, die Mac OS X davor schützt, auf anderen Rechnern als Macs zu laufen. Zwar gibt es mit dem OSxProject bereits derartige Unternehmungen, allerdings nur über komplexe Umwege. Besser also, die Macht über den Dual Boot an sich zu reißen.

Häme aus dem Hause Apple

Ganz lieb scheint dieser Schritt Apple jedoch nicht zu sein und so richtet Apple ein Wort an die Weisen: "Windows auf einem Mac zu benutzen ist das Gleiche, wie Windows auf einem PC zu benutzen. Das bedeutet, dass ein Mac Opfer der gleichen Angriffe werden kann, die die Windows-Welt verpesten. Deshalb sollte der Mac mit Windows regelmäßig mit den neuesten Microsoft-Updates versorgt werden."

Auch zum EFI-Problem gibt Apple seinen Senf dazu: Es ist bekannt, dass das EFI im Mac das BIOS im PC ersetzt. Weder Windows XP noch Windows Vista unterstützen zur Zeit das EFI. Apple versucht es auf die hämische Tour: "Macs nutzen einen ultra-modernen Industrie-Standard namens EFI, um das Booten zu managen. Traurigerweise sind Windows XP und Vista mit ihrem altmodischen BIOS in den 1980ern stecken geblieben. Dank Boot Camp kann der Mac fließend in beiden Jahrhunderten arbeiten."

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Zitat: Ach nee, war ja gestern brandheiß, heute nur noch lauwarm. Nennen wir es ein organisatorisches Problem. Auch meine Wenigkeit fand das nicht gut, aber was soll man...

Endlich können Win-User auch mal an schönen Computern sitzen. Einzig das OS wirkt noch ein wenig zickig und läuft nicht so schön rund wie das für diese Rechner bestimmte Original.

Wow! Top aktuelle News! Ach nee, war ja gestern brandheiß, heute nur noch lauwarm. Schade dass das erst jetzt bei euch auftaucht. Musstet ihr den Schock erst mal verdauen?

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