Suse Linux vorgestellt

Suse Linux: Platzhirsch, wenig einsteigerfreundlich

Suse - das klingt nach ungepflegter Bauerstochter. Doch Suse ist mehr, Suse ist Linux. Und zwar die bekannteste und größte Distribution auf dem deutschen Linux-Markt. Jeder Linux-Einsteiger hat wohl als Erstes den Einstieg über die Suse-Linux gewagt und die besonders gute Dokumentation und den Support in Anspruch genommen. Trotzdem scheiterten viele, denn obwohl Suse Linux in Deutschland neben Knoppix die populärste Distribution ist, ist sie doch kein Optimal-Linux.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neu im Linux-Land?
  2. 2Dann besser kein Suse
  3. 3Alles, wo gibt
  4. 4Es gibt auch Vorteile
  5. 5Lebst du noch oder freakst du schon?

Neu im Linux-Land?

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Schon vor dem Download-Aufwand von Suse können sich andere Distributionen verstecken: Fünf CD-ROMs, respektive eine DVD mit rund vier Gigabyte an Installationsdateien und Paketen machen Suse zu einer der komplettesten Distributionen auf dem Markt. Big ist allerdings nicht immer beautiful und komplett bedeutet nicht immer nutzerfreundlich, wie jeder Neu-Linuxianer und Suse-Tester schnell merkt.

Es beginnt mit der Installation: Nach dem Einlegen der bootfähigen CD oder DVD legt Suse los. Es stehen mehrere Sprachen und Installationsmodi zur Auswahl und der erste Boot-Bildschirm sieht überaus vielversprechend aus, im augenfreundlichen grüngrauen Gewand begrüßt ein stilisiertes Chamäleon den Anwender. Doch der erste Eindruck täuscht, Suse schaltet alsbald auf einen unschönen Installations-Bildschirm um. Der Installer ist eine Suse-Spezialität: "YaST" ist die Abkürzung für "Yet another Setup Tool", seinerseits ein globaler Manager für die Installation und Konfiguration des Linux-Systems. Allerdings hat der seine Tücken.

Dann besser kein Suse

Warum das so ist, zeigt die Installation von Suse: Anwender, die sich nicht auskennen, verlaufen sich schnell in den Tausenden von Paketen, die Suse ihnen im manuellen Installationsmodus anbietet. Dieser Designfehler zieht sich bis ins installierte System durch: Möchte man Software installieren, geht das mit YaST, allerdings muss die passende Software dazu erst einmal in der Datenbank des Tools aufgespürt werden. Und genau hier zeigt sich auch das Problem der Masse: Wo jedes Tool mindestens eine Alternative hat, wird der Anwender schnell von der Masse erschlagen. Soll Firefox, Konqueror oder Mozilla installiert werden? Was sind KDE und Gnome? Und welcher ist besser?

All diese Fragen beantwortet die Installationsroutine von Suse nicht. Dem User bleibt nichts anderes übrig, als eine der vorgegebenen Installationen auszuprobieren, doch auch hier gibt es Schwierigkeiten, werden dort doch spezielle Tools, die auch weniger erfahrene Anwender brauchen könnten, einfach übergangen. Ein Emule-Client? Natürlich gibt es den, aber er muss dann doch wieder per YaST separat installiert werden.

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