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05.04.2006
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Umstrittener Filesharing-Client geht an den Start

Anonymes P2P: Freenet 0.7 erhältlich

Christoph Scholl

Ab sofort kann die Alpha-Version des Clients für das umstrittene Freenet heruntergeladen werden. Mit der Version 0.7 stellen der irische Programmierer Ian Clarke und seine Mitstreiter eine neue Version des anonymen P2P-Clients der Netzgemeinde vor.

Bereits vor einigen Jahren kündigte Ian Clarke die Entwicklung eines Netzwerkes an, mit dem ein anonymer Austausch von Informationen möglich sein sollte. Vorwiegend sollte das Freenet getaufte Netz dazu dienen, Zensur im Internet, etwa in Ländern wie China, zu umgehen. Jedoch können mit Freenet auch urheberrechtlich geschützte Dateien anonym über das Internet getauscht werden, wodurch das Netz immer wieder in die Kritik von P2P-Gegnern geriet.

Um die Anonymität der einzelnen User zu garantieren, arbeitet der Freenet-Client etwas anders als gewöhnliche P2P-Programme. So werden Freenet-User bei der Einwahl in das P2P-Netz nicht automatisch mit allen anderen Nutzern des Netzes verbunden. Somit ist man für diese auch nicht sichtbar. Verbindungen zu anderen Freenet-Clients müssen erst angefragt und von dem Gegenüber bestätigt werden. So haben die P2P-Nutzer die Möglickeit in einem fest definierten, mehr oder weniger großen Kreis von Filesharern Dateien auszutauschen.

Freenet praxisuntauglich?

Die Dateitransfers untereinander können dann, Dank einer Verschlüsselung, von Dritten nicht eingesehen werden. Aufgrund dieser Anonymität wurden in den letzten Jahren immer wieder Stimmen laut, die einen rechtsfreien Raum zum ungehinderten Tausch von urheberrechtlich geschützten Material befürchteten. Ob sich der Freenet-Client in der Praxis jedoch als "alltagstaugliche" P2P-Alternative erweist, bleibt abzuwarten.

Auf den ersten Blick ist dies eher unwahrscheinlich: Während Filesharern bei eDonkey, BitTorrent und Gnutella nach der Eingabe eines Suchbegriffes Millionen von Dateien zum Download zur Verfügung stehen, können bei Freenet zunächst lediglich die Festplatten von vorher eingeladenen P2P-Usern durchsucht werden. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Dateien dürfte sich in den beiden Fällen deutlich voneinander unterscheiden...


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Anonym, am 05.04.2006 14:59

GNUnet sollte etwas gepuhst werden, z.b. einen 'easy to use' client und ich sehe keine bedenken. http://www.gnunet.org/


ich, am 11.04.2006 08:20

ihr solltet euch das Prinzip von Freenet nochmal genau anschauen - so wie das hier steht ist die info falsch!


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