Roboter auf dem Vormarsch
Robotik: Korea setzt auf elektronische Sklaven
Süd-Korea plant eine Roboter-Armee: Bis 2020 soll nach Willen der Regierung jeder Haushalt über einen eigenen elektronischen Diener verfügen. Ganz wie Fernseher und Staubsauger wäre der Hausroboter dann Teil der Einrichtung. Doch die Forscher denken noch weiter, wie die New York Times berichtet.
Inhaltsverzeichnis
- 1Zahlreiche Roboter aus Korea
- 2Teurer Tanzbär
- 3Intelligenz? Fehlanzeige!
- 4Die Zukunft eilt heran
Schon im nächsten Jahr soll die Invasion der Roboter-Diener beginnen. Und damit dieser Plan auch in die Praxis umgesetzt werden kann, arbeitet ein Heer von Wissenschaftlern an der Umsetzung. Die Roboter sollen künftig ein fester Teil im koreanischen Straßenbild werden, ähnlich, wie man es von den Droiden aus Star Wars kennt, die auch wie normale Passanten durch die Raumstationen flitzen, als wäre das das Normalste der Welt.
Zahlreiche Roboter aus Korea
Der Roboter als der nächste Schritt im persönlichen Wohlstand nach Kühlschrank, Auto und Computer? Möglich wäre es. Die südkoreanische Regierung möchte Roboter als Haushaltshilfen und Lerncomputer in das tägliche Leben seiner Bürger integrieren. Im Anbetracht der in der Regel recht plumpen bisherigen Roboter-Modelle mit Sicherheit eine massive Herausforderung. Der allerdings scheinen die Südkoreaner gewachsen zu sein, zumindest, wenn man den Angaben des koreanischen Herstellers Yujin Robot Glauben schenken kann: Auf der Website sind zahlreiche Roboter-Modelle für jeden Zweck zu finden.
Da gibt es unter anderem iClebot, den Staubsauger-Roboter. Nicht mehr als eine flache Scheibe, leistet der Staubsauger-Roboter das, was auch der Rasenmäher-Roboter schon seit einigen Jahren auf deutschen Rasenflächen erledigt: Er rennt umher, schneidet jedoch kein Gras, sondern sammelt Staub, Haare und Flusen auf. Wenn er fertig ist, bewegt er sich selbstständig zurück in seine Garage, um den Akku zu laden und auf den nächsten Einsatz zu warten.
Teurer Tanzbär
Wirklich souverän sind diese Geräte jedoch nicht, sie sind noch weit entfernt von dem, was die Science-Fiction bereits seit Jahrzehnten prognostiziert. Kein Terminator, kein Robocop, bestenfalls kleine R2D2-Tonnen sind die kleinen Helferlein, wie auch der iRobi. Das Gerät ist eine Art Roboter für jedermann. Der kompakte Haushaltshelfer ist jedoch noch keine wirkliche Hilfe. Zwar kann das rund 3.000 Dollar teure Gerät singen, tanzen, sprechen und Fotos machen, doch das erleichtert in der Regel nicht die Haushaltsarbeit. Damit er wenigstens einen geringen Sinn erfüllt, hat der Hersteller eine Wächter-Funktion und einen Gas-Detektor eingebaut. So kann iRobi Einbrecher melden und Gaslecks finden. Nichts, was nicht jeder Mini-Hund im Schlaf beherrscht.
Links zum Thema
- Yujinrobot
- Japan: Polizeiroboter im Einsatz
- Verkehrte Netzwelt: Die albernsten Computer-Klischees in Film und Fernsehen
