Sony und seine Formate: Eine Geschichte für sich
Schlacht der Formate: UMDs verkaufen sich nicht
Nur kurz nach der Hiobsbotschaft, dass die Playstation 3 erst im November auf den Markt kommen soll, hat Sony ein neues Problem. Filme auf den UMD-Medien verkaufen sich schlecht bis gar nicht. Die Spiele sind nicht das Problem, es geht um die Filme, die sich als absolute Ladenhüter erweisen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Auf den Spuren der Minidisk
- 2Besser selbst konvertieren
- 3Die Suche nach H.D.
Auf den Spuren der Minidisk
Schon mit der Minidisk hatte Sony nur mäßigen Erfolg. Die kleinen Scheiben waren zwar praktisch, wurden aber damals von den Musik-Vertreibern einfach übergangen. Die Filmindustrie gab der UMD jedoch eine Chance und presste Hollywood-Filme auf Minidisk. Der Preis liegt bei etwa 20 Euro pro Film und Medium. Trotz des hohen Preises konnte Sony in den ersten zwei Monaten nach Erscheinen der PSP 100.000 Stück verkaufen, vor allem jedoch in Japan selbst. Das stimmte optimistisch, doch die Verkäufe brachen ein.
Zurzeit werden nahezu gar keine Medien mehr verkauft, soll ein Manager der Universal Studios gesagt haben. In Amerika sollen einige Wal-Mart-Filialen die UMDs sogar schon aus den Regalen geräumt haben. Das UMD-Format wurde speziell für die PSP entwickelt und sollte vor allem zum schlanken Design der Konsole passen. Praktisch sind die Medien schon, handlich und stabil, aber sie können eben nur in der PSP verwendet werden.
Besser selbst konvertieren
Erklärungen für den schwächelnden Absatz liegen auf der Hand. Warum sollte jemand eine UMD mit schlechter Auflösung für den doppelten Preis einer DVD kaufen? Und das gerade jetzt, wo alle Welt auf High Definition wartet? Da wird doch lieber die DVD mit dem Wunschfilm gekauft, per Software in das PSP-Format konvertiert und auf die Konsole kopiert. Die UMD-Filme haben nämlich nur eine Auflösung von 480 x 272 Pixeln. Von der DVD zur UMD ist es demnach kein Problem, andersherum ist es weniger sinnvoll.
Die Suche nach H.D.
High Definition hat glatt Chancen darauf, das Unwort des Jahres zu werden, obwohl es zwei Worte sind. Während die ganze Welt auf Bilder mit mehr als den üblichen 414.720 Bildpunkten, die normale Fernseher darstellen, wartet, bringt Sony ein Format auf den Markt, das Bilder mit gerade einmal 130.560 Pixeln anzeigt. Als Geniestreich wird diese Entscheidung nicht in die Geschichte eingehen, sie wird Sony aber auch nicht vom Weg abbringen, so wie es einige Analysten voraussagen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Sony Playstation und Sony Playstation 3.

Wen die PS3, wie an vielen Stellen angekündigt, so offen/flexibel mit vielen Formaten umgehen wird, sehe ich Mitte 2007 in sehr vielen Wohnzimmern so eine schicke Konsole rumstehen.... Aber wer...
Liebe Sony-Manager, "SO" wird das "NY" was. Die MiniDisc ist tot, der Speicherstick ist (schein-)tot, die UMD liegt im Sterben u. der PSP3 geht es schon schlecht, bevor sie überhaupt auf dem...
Schade, dass sich die MiniDisc sich nicht durchgesetzt hat. Sie ist schon ein tolles Medium. Bis zu 1Mio mal beschreibbar in CD-Qualität. Das macht keine CD-RW o.ä. mit. Außerdem ist sie sehr robust, handlich, hat...