Frage: Kann der normale Windows-User problemfrei umsteigen?
Ubuntu: Benutzerfreundliches Linux im Selbst-(Idioten)-Test
Sascha Hottes
Ubuntu nennt sich die jüngste Linux-Distribution. Sie soll vor allem einfach und benutzerfreundlich sein. Bis heute zögern Privatanwender mit einer Umstellung auf Linux. Warum eigentlich? In diesem Erfahrungsbericht wird ein Linux-System aus dem Nichts errichtet. Ist das für den normalen Windowsnutzer möglich? Wie sieht es mit den nötigen Programmen aus?
Die Grundlage
Als Basis für diesen Test dient ein Testrechner der netzwelt. Ein normaler Rechner mit 256 Megabyte RAM und zwei Gigahertz Prozessortaktung. Auf dem Rechner ist Windows installiert und von dort aus soll das neue System installiert werden, samt Formatierung der Installation-Festplatte. So, wie es bei einem Umstieg realistisch ist.
Ubuntu, nur eine von vielen Distributionen
Ubuntu ist momentan wohl die populärste Linux-Distribution. Nicht nur dem Namen nach kommt sie aus Südafrika. Der bedeutet in der Sprache der Zulu soviel wie Menschlichkeit. Mit einem Kapital von zehn Millionen Dollar und dem Ziel eine kostenfreie und weltweit einsetztbare Linux-Distribution zu entwerfen, sponsort die Canonical Ltd. das Projekt. Als Basis dient Debian und als Desktop wird GNOME eingesetzt.
Installation herunterladen und brennen
Die Installations-CD von Ubuntu-Linux ist selbstverständlich kostenlos, denn darin liegt ja der Sinn für einen Umstieg. Wer sich scheut 600 Megabyte aus dem Netz zu laden, kann sich die CD auch per Post schicken lassen und das völlig kostenlos. Den Link zur Download-Seite von Ubuntu finden Sie unterhalb des Artikels in der Linkbox. Nach dem Download der ISO-Datei muss diese natürlich mit einem Brennprogramm auf eine CD kopiert werden.
Die CD soll später bootfähig sein, diese Information ist jedoch schon in der ISO-Datei enthalten. Die ISO-Datei muss demnach nur mit einem Brennprogramm, das ISOs brennt, auf eine CD geschrieben werden. Danach kann der Computer heruntergefahren werden um im Bios die Bootreihenfolge umzustellen. Während der Speicher geprüft wird, unmittelbar nach dem Start des Rechners, DEL drücken um im Advanced Menu das CD-Rom-Laufwerk als erstes Boot-Laufwerk einrichten.
Notiz: "Ich kann von mir sagen, dass ich absolut keinen Schimmer von Linux habe. Trotzdem wage ich die Installation um zu beweisen, dass es keinen Pioniergeist erfordert um von Windows auf das kostenfreie Linux umzusteigen."
UBUNTUL
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... und wenn man mal Probleme hat, hilft einem die Community gerne weiter ;-)
Mir ging es auch so, dass ich Ubuntu als 100%iger Linuxneuling installiert habe, aber keine Probleme hatte
Schade, dass ihr nicht den Weg über das Partitionieren und dem Erhalt von Windows auf der Platte gewählt habt. Das hätte mich am meisten interessiert. Ich kenne keinen Windowsuser, der sich mal eben spontan entschliesst sein Windows plattzumachen und forever Ubuntu oder sonst was raufzuklatschen (es sei denn man hat einen Zweit-Rechner).
Und wie habt ihr den Internetzugang errichtet? Wurde da gleich alles erkannt? Ward ihr gleich "drin"? Für mich klingt das alles irgendwie lächerlich, weil ich es noch nie geschafft hab, unter irgendeiner Distrie ins Internet zu kommen. Damit war Linux für mich immer unnutzbar. Die Programme sind alle toll, keine Frage. Würde mir alles reichen. Sofort nach Installation "nach Updates suchen" oder in einem Supportforum nach Hilfe suchen ... für mich bisher unmöglich. :-(
Ja, genau das wär auch meine Frage gewesen.
Bekomme nähnlich am Wochenende einen 900 AMD und möchte mir einen kleinen Linux Rechner erstellen.
Internet sollte automatisch nach der Installation gehen.
Nur bei Wlan gibt es manchmal Probleme. Bei hat aber auch das super funktioniert.
Erstmal Hallo,
Ich benutze Ubuntu auf 6 Rechnern im Netzwerk und kann allen Interessierten nur empfehlen es mal auszuprobieren.
Was den Internetzugang an geht ... es hängt sehr davon ab wie man ins Internet will -
1) Per DSL-Router .... supereinfach , alles automatisch wenn der Router einen aktiven DHCP-Server hat. Was ist das .. dieser Server vergibt die Netzwerkadressen und ist meistens aktiv.
2) Per DSL-Einwahl ... eigentlich auch nicht schwerer als bei Windows. Ubuntu hat schon alle notwendigen Programme dabei.
3) Per ISDN - habe ich noch nicht probiert, aber die Fritz-Karte wird wohl unterstützt.
4) Per Modem - da kann es schon mal probleme geben. Die Internen Win-Modems haben ihre Tücken. Ich empfehle allen ein Externes Modem zu benutzen, da gibt es auch kaum Probleme.
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Was garnicht im Artikel angesprochen wurde sind Geräte wie Drucker und Scanner. Speziel bei den HP und EPSON Produkten dürften keine Probleme aufkommen. All-In-One Geräte können da schnell problematischer werden. Kameras und USB-Speicher werden automatisch eingebunden. MP3-Player werden wie USB-Speicher eingebunden und den IPod kann man mit hilfe aus der Comunity auch einbinden. HANDY & CO ... über Bluetooth geht die Verbindung am einfachsten, per USB kann es schnell mal zu größeren Problemen kommen. PDA's ... Teoretisch gehen die PocketPC's eine Verbindung mit dem Evolution (Outlook-Ersatz) ein abder das ist nicht immer einfach. PALM PDA'S lieben Linux und so ist es einfach diese mit Evolution zu verbinden.
Mein letzter TIPP - vor dem Kauf von Zubehör die SUSE Hardware Datenbank checken. Wenn es bei SUSE futzt müsste es auch bei UBUNTU gehen. (cdb.suse.de)
Grüße ScrewItFix
Hallo Zusammen,
danke für die Anregungen. Zunächst die Sache mit dem Internet. Ich war wahrscheinlich so angetan davon, dass das Internet problemlos funktionierte, dass ich völlig vergessen hab, darüber zu schreiben. Ein System ohne Internet ist untragbar, wir wollen ja nicht wieder in den Achtzigern leben.
In der Redaktion ist ein Router mit DHCP aktiv, damit gibt es keine Probleme. Über eine normale DSL-Verbindung ist die Einwahl auch recht leicht möglich. Ubuntu hat einen integrierten Verbindungswizzard.
Linux als zweites Betriebssystem zu verwenden ist fast einfacher als die Partition zu ganz zu löschen. Während der Frage nach der Partitionierung muss einfach der erste Punkt gewählt werden. Danach fragt der Assistent wieviel Speicher für die neue Partition verwendet werden soll. Danach geht alles den gewohnten Weg.
Viel Spaß mit Ubuntu
Zitat:
Das Problem ist Vergangenheit. Am einfachsten geht's natürlich via Router, dann ist ja der Router für den Verbindungsaufbau zuständig, Ubuntu muss sich nur eine IP vom DHCP-Server ziehen.
DSL per PPPoE ist ebenfalls kein Problem.
Mit Modems und ISDN gibt's immer wieder Probleme, da vor allem ISDN als deutscher Standard nicht unbedingt gut gepflegt wird.
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege ;-)
EDIT: Ich muss sagen, dass ich von Ubuntu echt überrascht bin. Dieses Linux ist endlich mal *brauchbar* für Otto Normal. Das ist klasse. Was jetzt noch fehlt, sind einige kommerzielle Anwendungen, zuvorderst Spiele... aber: Apropos Spiele... http://www.ubuntu-anwenderhandbuch.org/node314.html
Was villeicht problematischer ist als das spielen an sich sind die grafiktreiber. Um 3d spiele zocken zu können benötigt man diese, sonst geht nix.
Ich empfehle das programm easyubuntu, damit kann man neben ati- und nvidia treibern auch multimediacodecs oder den neuesten firefox automatisch und ohne besondere kentnisse installieren lassen.
hat man eine aussenseitergrafikkarte, hat man relativ schlechte karten. ich zb. hatte eine sis grafikkarte, onboard, keine chance auf 3d. mit meiner nvidia jetzt geht zocken allerdings perfect.
Kolor
Ok, ich habs geschafft mit Knoppix 3.3 (asbach) on zu kommen. :)
Bei Ubuntu 5.0.4 war bei mir mit isdn noch ein bischen Nacharbeit nötig!
Aber bei der 5.1.0 ging selbst das von Anfang an problemlos.
Grüße Grunzer
Die Geschichte mit der Partitionierung ist manchmal aber nicht so einfach wie man sich das Vorstellt!!
Oder der "Pfad" zu den Windowsstartdateien kann sich durch die Installation von Ubuntu ändern (bei mir passiert!). Somit konnte zwar Ubuntu starten, aber wenn man im Grup Windows ausgewählt hat, dann sagte es, daß es die HAL.dll nicht gefunden wurde.
Behoben habe ich das mit der WinCD, die die boot.ini neu geschrieben hat.
Also vorsicht:
DATENSICHERUNG für Anfänger!!
Zitat:
Hättest die Boot.ini doch auch manuell mit Linux ändern können...?
Netter Bericht ;)
KLar muss ich sagen, einiges ist schlicht nicht ganz richtig... aber das ist vllt ja auch sinn der sache - schließlich ist es aus sicht eines Windows-Users ;)
was behoerden angeht...
zB München - die gesamtes Stadtverwatlung wird auf debian umgestellt. Also inklusive der CLienten.
Meistens wagen sich die Admins nur an die Server und lassen die clienten windows...
Zitat:
... weil dann die Mitarbeiter rummemmen, dass die *lustigen* PP-Präsentationen und Spiele wie Bømwøllen nicht funzen... WELCH VERLUST!
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