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Toshiba Qosmio F20 im Test: Alleinunterhalter im Notebook-Gewand
Edel-Notebook mit Klavierlack und Harman/Kardon-Klang

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Mobile Unterhaltungskünstler müssen nicht gleich vier Kilogramm wiegen und ein großes 17-Zoll-Display mitbringen. Bestes Beispiel dafür ist Toshibas Qosmio F20 - ein regelrechter Alleskönner mit 15,4-Zoll-Display und noch tragbaren 3,3 Kilogramm. Wie schon der große Bruder Qosmio G20 setzt es mit schwarzem Klavierlack und silbernen Applikationen optische Maßstäbe. Es weckt Assoziationen zu sportlichen Luxus-Limousinen und luxuriösen Sportwagen, was vor allem die männliche Kundschaft ansprechen dürfte.

Mobile Unterhaltungskünstler müssen nicht gleich vier Kilogramm wiegen und ein großes 17-Zoll-Display mitbringen. Bestes Beispiel dafür ist Toshibas Qosmio F20 - ein regelrechter Alleskönner mit 15,4-Zoll-Display und noch tragbaren 3,3 Kilogramm. Wie schon der große Bruder Qosmio G20 setzt es mit schwarzem Klavierlack und silbernen Applikationen optische Maßstäbe. Es weckt Assoziationen zu sportlichen Luxus-Limousinen und luxuriösen Sportwagen, was vor allem die männliche Kundschaft ansprechen dürfte.

Zurückhaltend ist etwas anderes: Das F20 zieht interessierte Blicke fast ebenso magisch an wie die Hochglanzlackierung Staub und Fingerabdrücke. Da sollte ein Staubtuch aus Mikrofaser eigentlich obligatorisch sein. Doch allem Anschein nach ist dies nur den mindestens 500 Euro teureren 17-Zoll-Qosmios vorbehalten. Akustisch kann das mittelgroße F20 wieder zu den Großen aufschließen, denn wie diese verfügt es über Lautsprecher von Harman/Kardon, die sich hier gediegen unter zwei metallenen Lochgittern verbergen.

Inhalt

Voll auf Unterhaltung eingestellt

Kein Video zur Hand oder auf der Platte? Kein Problem, denn mit dem Qosmio F20 wird es unterwegs bestimmt nicht langweilig. Dafür sorgt zum Beispiel der integrierte TV-Tuner, der neben DVB-T auch analoge Fernsehsignale empfängt. Eine passende Mini-Antenne liefert Toshiba gleich mit, ebenso wie die nötige Verkabelung für die verfügbaren Audio- und Videoanschlüsse.

Passend zur multimedialen Auslegung des Notebooks wird es mit der Media Center Edition von Windows XP ausgeliefert, die sich durch die kinderleichte Verwaltung unterhaltsamer Daten auszeichnet. Schon nach wenigen Minuten findet sie via DVB-T satte 23 Fernsehkanäle - bloß keinen Empfang. Dafür ist wohl eine Antenne mit integriertem Verstärker nötig.

Wo es Fernsehen gibt, darf eine Fernbedienung natürlich nicht fehlen. Allerdings sorgt deren Empfangsteil für zusätzlichen Kabelsalat, da es separat über ein USB-Kabel angeschlossen werden muss. Praktisch wie Strom sparend ist der bereits vorinstallierte "QosmioPlayer", der Musik-CDs und Video-DVDs ohne die Hilfe von Windows abspielt. Bis zur seiner Einsatzbereitschaft vergehen nur wenige Sekunden, da das Betriebssystem dafür gar nicht erst hochgefahren wird. Schönes Detail: ein großer silberner Drehknopf zur Lautstärkeregelung.

Strahlemann mit lautem Organ

Auf dem gut eineinhalb Zentimeter dicken Display sieht der Benutzer mitunter sich und die nähere Umgebung wieder, denn es spiegelt je nach Lichteinfall mal stärker, mal schwächer. Darüber hinaus ist die Glanzleistung jedoch durchaus positiv zu sehen, denn sie sorgt für strahlende Farben und gestochene Schärfe. Auf der höchsten Helligkeitsstufe, die selbst der des Sony Vaio FS kaum nachsteht, wirken die Farben sowie ein komplett schwarzer Bildschirm jedoch etwas matt. Abgesehen von einem helleren Streifen am unteren Rand ist die Ausleuchtung durchweg sehr gut. Weiterhin besticht das F20 durch breite Blickwinkel, sowohl in vertikaler als auch horizontaler Hinsicht. Schade ist allerdings, dass das Display bei Akkustrom sichtbar dunkler wird.

Toshiba Qosmio F20 im Test

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Toshiba Qosmio F20-161

Von der hervorragenden Bildqualität profitieren nicht nur die Inhalte des Windows-Desktops, sondern auch Spiele und Videos. Bei Letzteren ist bei konzentriertem Hinschauen bloß ein minimales Bildrauschen erkennbar. Spiele werden sehr plastisch und detailgetreu dargestellt, neigen aber zu leichten Nachzieheffekten, die aber im Grunde nur bei rasanten Rennspielen wirklich auffallen. Für ein Notebook-Display geht auch die geringfügig höhere Treppchenbildung bei ausgeschalteter Kantenglättung absolut in Ordnung. Wird die native Auflösung von 1.280 x 800 Punkten von einem Spiel nicht unterstützt, wie etwa bei "Doom III" der Fall, hinterlässt die Bildqualität immer noch einen guten Eindruck.

Anders als die meisten Mittelklasse-Notebooks neigt das Qosmio F20 selbst bei hoher Lautstärke kaum zum Scheppern oder Krachen - ein Verdienst der hochwertigen Lautsprecher von Harman/Kardon. Die Reserven reichen sogar locker aus, um einen 25 Quadratmeter großen Raum bis in die hinterste Ecke mit gutem Klang zu beschallen. Daran könnten sich viele andere Notebook-Hersteller ruhig ein Beispiel nehmen. In Einzelfällen, etwa bei Kopfhörer oder Film-Untermalung, können die zuschaltbaren SRS-Effekte sogar noch besseren Sound aus dem Notebook herausholen. Bei besonders basslastigen Passagen von Musikstücken oder Videos kann es allerdings vorkommen, dass das Gehäuse fleißig mitvibriert und brummt.

Toshiba Qosmio F20 im Test

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Toshiba Qosmio F20-161

Tastentalent

Zum Verfassen längerer Texte animiert das Keyboard des F20, das sich durch fest sitzende und kaum klappernde Tasten auszeichnet. Der gut gewählte Druckpunkt ist recht weit oben platziert. Der Widerstand beim Schreiben fällt zwar etwas höher aus, aber immer noch sehr angenehm. Die Oberfläche des Touchpads könnte glatter ausfallen, da sie sich bisweilen wie ein Gummistopper auf dem Treppenabsatz verhält, bloß dass hier ungewollt der Finger hängen bleibt. Einen wertigen Eindruck hinterlassen die beiden Tasten, die zwar deutlich zu hören sind, dafür aber sehr gute Rückmeldung geben.

Lautstärke und Laufzeit

Zum Hochfahren von Windows benötigt das F20 gerade einmal 32 Sekunden. Bei der Akkulaufzeit, wo es in erster Linie darauf ankommt, sich viel Zeit zu lassen, sieht es weniger rosig aus. Zweieinhalb Stunden Betriebsdauer bei einer Bildschirmhelligkeit von Stufe fünf von acht möglichen bleiben aber immerhin noch akzeptables Mittelmaß. Wertvolle Pluspunkte sammelt der mobile Alleinunterhalter in puncto Lärmpegel: Mehr als ein leises Lüfterrauschen ist im Normalbetrieb nicht zu vernehmen, und selbst bei starker Belastung bleibt die Geräuschkulisse noch auf einem angenehm niedrigen Niveau.

Toshiba Qosmio F20 im Test

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Toshiba Qosmio F20-161

Das Toshiba Qosmio F20 demonstriert anschaulich, dass es zur guten Unterhaltung nicht unbedingt einen Dual-Core-Prozessor braucht. Denn Intels Pentium M liefert nach wie vor mehr als genug Leistung für Spiele, Videos und Alltägliches. Im Zusammenspiel mit Nvidias GeForce Go 6600 sorgt er zudem für eine ordentliche 3D-Leistung, die selbst für anspruchsvolle 3D-Shooter ausreicht.

Fazit

An ein mindestens 1.700 Euro teures Notebook darf man getrost hohe Ansprüche stellen. Diese erfüllt das Qosmio F20 mit hoher Leistung, gelungener Verarbeitung, gutem Klang und attraktiver Optik. Dank der leicht bedienbaren Schalter sowie der mitgelieferten Fernbedienung gestaltet sich auch die Handhabung sehr einfach. Der Lieferumfang ist üppig. Störend sind jedoch das spiegelnde Display, das hohe Gewicht sowie das fehlende Gigabit-Ethernet.

Toshiba Qosmio F20 im Test

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Toshiba Qosmio F20-161

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Mobile Unterhaltungskünstler müssen nicht gleich vier Kilogramm wiegen und ein großes 17-Zoll-Display mitbringen. Bestes Beispiel dafür ist Toshibas Qosmio F20 - ein regelrechter Alleskönner mit 15,4-Zoll-Display und noch tragbaren 3,3 Kilogramm. Wie schon der große Bruder Qosmio G20 setzt es mit schwarzem Klavierlack und silbernen Applikationen optische Maßstäbe. Es weckt Assoziationen zu sportlichen Luxus-Limousinen und luxuriösen Sportwagen, was vor allem die männliche Kundschaft ansprechen dürfte.

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http://www.netzwelt.de/news/73930-toshiba-qosmio-f20-test-alleinunterhalter-notebook-gewand.html
2006-04-08 10:16:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/2061/14705.jpg
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