Filme kosten oftmals mehr als auf DVD
Movie Markt: Hollywood startet Download-Verkäufe
Die beiden Online-Plattformen Cinemanow und Movielink haben am Montag damit begonnen, eine begrenzte Zahl von Filmen als Download zum Kauf anzubieten. Ein Brennen auf DVD ist jedoch nicht möglich.
Bisher fungierten Cinemanow und Movielink als digitales Äquivalent zur Videothek um die Ecke: Filme konnten für 24 Stunden "ausgeliehen" werden. Nach dem Ablauf dieser Zeit wurde der Download per DRM deaktivert. Die jetzt zum Kauf angebotenen Downloads lassen sich dagegen beliebig oft auf dem eigenen PC abspielen. Movielinks Angebot ermöglicht zudem das Übertragen des Films auf zwei weitere PCs.
Brennen nicht erlaubt
Damit hört die Portabilität allerdings auch schon wieder auf: Das Brennen herkömmlicher Video-DVDs ist weder mit Movielink noch mit Cinemanow möglich. Statt dessen sind die Filme auf PCs mit Windows XP und Windows Media Player beschränkt. Wer die Download-Angebote nutzen will, braucht zudem einen Internet Explorer und eine US-Kreditkarte.
Angesichts all dieser Einschränkungen sind die Preise der beiden Angebote eher happig. So kostet die Verfilmung des Videospiels "Doom" bei Movielink rund 27 US-Dollar. Amazon.com hat die DVD des Films bereits für knapp 19 Dollar im Angebot. Klassiker sind teilweise deutlich billiger. So bietet Cinemanow Taxi Driver bereits für 15 Dollar an - einen Preis, den Amazon allerdings abermals unterbietet.
Cinemanow hat bisher insgesamt 85 Filme im Angebot. Der von von den großen Hollywood-Studios gegründete Konkurrent Movielink will Filmfans knapp 300 Titel verkaufen. Medienberichten zufolge arbeitet auch Amazon derzeit an einem Film-Download-Service. Dieser soll allerdings auch das Brennen von DVDs ermöglichen.
