Bedenkliche Praktiken im Hause Ballmer
Microsoft: Terror-Steve verbietet iPods und Google
Hohe Microsoft-Mitarbeiter haben zuweilen seltsame Ansichten, was das Internet und seine Nutzung angeht. Auch das mit dem Lifestyle haben manche Menschen bei Microsoft nicht wirklich begriffen: Während Apple mit dem iPod und Google mit seiner Suchmaschine und Google Earth weltweite Erfolge feiert, vegetieren entsprechende Microsoft-Lösungen vor sich hin. Grund genug, anderen Menschen den Einsatz von iPod und Google zu verbieten.
Der Patriarch der Familie Ballmer heißt Steve und ist Chief Executive Officer bei Microsoft. Diese Position reicht offenbar aus, um aus dem Pater Familias einen echten Tyrann zu machen. Der offenbarte nämlich jetzt in einem Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin "Fortune", dass er seiner Familie verboten habe, iPods und Google zu benutzen.
Gehirnwäsche bei Kindern
Ob Steve Ballmer einen iPod habe, fragte der Redakteur der Fortune, worauf der Microsoft-Meister verneinte: "Nein, habe ich nicht. Auch meine Kinder nicht. In vieler Hinsicht werden meine Kinder behandelt wie andere Kinder, aber nicht in dieser Hinsicht. Ich habe sie einer Art Gehirnwäsche unterzogen: Ihr benutzt keinen iPod und kein Google." Damit das klar ist!
Die moderne digitale Welt ist ohne iPod und Google natürlich in gewisser Weise kastriert. Kaum abzusehen, welchen Schaden Ballmer bei seinen Kindern anrichtet, wenn all ihre Klassenkameraden für Referate in der Schule Daten aus Google Earth nehmen, während Ballmers Kinder das wesentlich schlechtere Microsoft Virtual Earth verwenden müssen, in dem nicht einmal der Apple-Hauptsitz in Cupertino zu finden ist. Das Gleiche gilt für die offensichtlich zensierte MSN-Suche oder den denkbar unschönen E-Mail-Dienst Hotmail, der gegen ein Googlemail nicht anstinken kann.
Steve Ballmer, die fluchende Fleischmütze
Die Liebe des bekennenden Cholerikers Ballmer zu Google ist ohnehin bereits hinreichend bekannt. Microsoft hatte den Aufstieg und die Wichtigkeit des Webs lange verschlafen und dann in der Vergangenheit versucht, mit Hilfe der eigenen Betriebssystem-Marktmacht die Konkurrenten aus dem Markt zu drängen. Was bei Netscape gelang, scheiterte bei Google. Ein mächtiger Konkurrent mit ähnlichen Strategien wuchs im Schatten des Redmonder Giganten heran und beginnt nun, auch am Stuhl von Microsoft zu sägen.
Kein Wunder, dass das Ballmer nicht passt. Und so lästert er mit Freude über seinen wesentlich besser erhaltenen Altergenossen und Amtskollegen Eric Schmidt, den CEO von Google, nachdem ein wichtiger Software-Entwickler Anfang September Microsoft Richtung Google verließ: "Sche*** Eric Schmidt ist eine verdammte Fo***. Ich werden den Kerl verdammt nochmal unter die Erde bringen. Ich habe es schonmal getan und ich werde es wieder tun. Ich werde Google töten." Bisher ist das allerdings nicht wirklich gelungen und so sägt Google fleißig weiter an Microsoft. Und Herrn Ballmer fällt nichts Besseres mehr ein, als seinen Kindern die Nutzung von iPods und Google zu verbieten.


Die Gerüchte häufen sich: Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer könnte Anfang 2009 zur Consumer Electronics Show in Las Vegas einen eigenen iPhone-Konkurrenten vorstellen: das Zune-Phone. Dem Apple iPod setzte Microsoft bereits seine Zune-Player entgegen.
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