Gefährlicher Trojaner oder hilfreiches Überwachungs-Tool?

Flexispy: Der kostenpflichtige Handy-Trojaner

Kleine Tools mit großer Wirkung: Der erste Handy-Schädling zur User-Überwachung ist aufgetaucht. Der Trojaner überwacht den Datenverkehr auf dem Handy, zudem ist er in der Lage, SMS und Anrufe mitzuschneiden. Dabei agiert er völlig versteckt im Betriebssystem des Mobiltelefons - das Opfer weiß nichts von seinem Glück.

Der Schädling, der die gesammelten Daten an einen Internet-Server übermittelt, wurde vom Antiviren-Hersteller F-Secure fix auf den Namen "Flexispy.A" getauft. Allerdings handelt es sich um keinen klassischen Trojaner oder Wurm mit Trojaner-Funktionen: Flexispy muss nämlich von Hand auf dem Ziel-Gerät installiert werden. Eigentlich handelt es sich um ein kommerzielles, 50 Dollar teures Programm des thailändischen Herstellers Vervata. Von einem echten Schädling kann also nicht die Rede sein.

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Überwachungshilfe oder Schädling?

Flexispy wurde ursprünglich entwickelt, um bei anstehenden Scheidungen Argumente gegen den Partner zu sammeln. Die ewige Frage, ob sie fremdgeht oder ob er das Ehe-Vermögen in Blackjack, Alkohol und Prostituierte investiert, kann dank Flexispy recht einfach geklärt werden. Das Handy als persönliche Kommunikationszentrale enthält genug Informationen, um einen Menschen zu überführen, SMS, E-Mails, Anrufe können den untreuen Ehepartner als gemeinen Betrüger entlarven und jegliche Ansprüche auf Unterhaltszahlungen vernichten.

Auch der Hersteller distanziert sich von dem Vorwurf, Spyware zu produzieren: Ein Schädling sei Flexispy nicht, weil er sich anders als Viren und Trojaner nicht selbstständig im System einniste, sondern von jemandem konfiguriert werden müsse. Der misstrauische Ehepartner muss das Programm natürlich installieren, wenn das Handy gerade unbewacht ist - gerade bei Frauen eine wirklich schwierige Aufgabe, da sie ihre Kommunikationszentrale selten weiter als eine Armlänge von sich entfernt ablegen.

Schwerst kritisch

"Lesen Sie alle SMS ihres Partners, überwachen Sie seine Anruf-Liste, schützen Sie Ihre Kinder vor SMS-Missbrauch, archivieren Sie SMS für die Zukunft, kontrollieren Sie Ihre GPRS-Datenraten..." Flexispy verspricht, ein handliches Tool für die vollständige Überwachung von Symbian-Handys zu sein. Auch, wenn die Spionage-Funktionen nicht unbedingt benötigt werden, eignet es sich hervorragend, um seinen eigenen Handy-Verkehr zu überwachen. In diesem Sinne kann das Programm sogar auf Viren stoßen, die wild SMS versenden - fast schon ein Sicherheits-Produkt, insofern ist die Einordnung als Schädling seitens F-Secure fast schon ein wenig überzogen. Der Hersteller plant hingegen bereits Versionen für Blackberry und Windows Mobile.

Doch F-Secure schürt natürlich nicht umsonst die Schädlings-Trommel. Als Überwachungs-Tool eingesetzt, steht Flexispy einem Trojaner in Sachen Funktionsumfang in absolut nichts nach. Und so warnt der Hersteller: Boshafte Zeitgenossen könnten das Tool unter falschem Namen per MMS oder Bluetooth verschicken und dadurch andere Anwender dazu bringen, es selbstständig zu installieren. Auch, wenn die manuelle Installation und Einrichtung des Tools selbst den blauäugigsten Handy-Nutzer skeptisch werden lassen sollte. Eine Anpassung an die Bedürfnisse von Computer-Kriminellen schließt F-Secure ebenfalls nicht aus.

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Beiträgeinsgesamt 30 Beiträge

Zitat: ... internetz ... Das Nokia 3210 das irgendwann um das Jahr 2000 auf den Markt kam? Hat das überhaupt WAP? Von Internet kann dabei gar keine Rede sein. In Verbindung mit...

mein nokia 3210 ist glaub ich auch infiziert!! Da geht des internetz so langsam das es drauf sein muss!!

Vom Löschen irgendwelcher System-Dateien im Smartphone würde ich dringend abraten. Das kann das komplette System zerschießen und unbrauchbar machen. Sollte das eigene Smartphone in irgendeiner Art...

bei neueren handys einfach denn ordner des betriebssystem öffen und versteckte ordner /dateien die einen anderen namen haben rauslöschen ACHTUNG dabei kann es sich aber auch um eine systemdatei handeln also seit...

Hi wollte fragen ob man die Daten nicht auf einen selber erstellten server hochladen kann?

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