Costin Raiu von Kaspersky Labs im netzwelt-Gespräch

Interview: Handy-Viren - Wie gefährlich sind sie wirklich?

Gefahr oder nicht? Mobilfunk-Viren sind seit 2004 nicht mehr aus dem Viren-Ökosystem wegzudenken. Besonders gefährlich waren sie bisher jedoch nicht. Costin Raiu, Antiviren-Spezialist bei Kaspersky Labs, weiß jedoch, dass es durchaus auch unangenehme Vertreter dieser Spezies gibt. Im netzwelt-Interview, das im Rahmen der CeBIT geführt wurde, gibt er Auskunft über die aktuelle und die künftige Bedrohungslage.

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Costin Raiu, Entwickler bei Kasperskynetzwelt: Herr Raiu: Wann hatten Sie zuletzt einen Handy-Virus auf ihrem Handy?
Costin Raiu: Noch nie. Ich hatte noch nie einen Virus auf meinem Handy.

netzwelt: Wie kommt's?
Raiu: (grinst) Soll ich Ihnen zeigen, warum? (zieht ein uraltes Handy aus der Tasche, ein Nokia 6130) Deshalb!

netzwelt: Na, das ist aber ein altes Gerät...
Raiu: Ja, und der beste Schutz gegen Mobilfunk-Viren, den man haben kann. Viele von uns nutzen solch alte Geräte.

netzwelt: Warum, haben Sie Angst vor Mobilfunk-Viren?
Raiu: Um ehrlich zu sein wollte ich schon lange ein neues Gerät anschaffen, aber bisher habe ich kein Gerät gefunden, was mir wirklich gefällt, eines, das nützlich, stabil und sicher ist. Deshalb bleibe ich vorerst bei meinem Veteranen hier.

netzwelt: Führt Kaspersky denn trotz der Vorliebe seiner Mitarbeiter für antike Handys eine Antiviren-Suite für Mobiltelefone?
Raiu: Ja, natürlich.

netzwelt: Verkauft die sich denn? Schließlich gab es letztes Jahr einen ziemlichen Hype um die Handy-Viren. Herr Kaspersky selbst hat noch auf der letzten CeBIT erklärt, dass Handy-Viren die nächste große Bedrohung werden würden. Viel gehört hat man jedoch nicht davon...
Raiu: Die Tatsache, dass nicht darüber berichtet wird, bedeutet nicht, dass nichts in diesem Bereich passiert.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.

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