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28.03.2006
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Wenn nicht von Microsoft, von wem dann?

Strategie-Kritik: Microsoft gibt Apple Sicherheit-Ratschläge

Christian Rentrop

Microsoft ist der unumstrittene Marktführer in Sachen Betriebssysteme. Gegen Microsofts Marktmacht hat kein anderer Hersteller eine Chance. Allerdings ist Microsoft auch der Marktführer in Sachen Sicherheitslücken. Kaum ein Produkt, das so oft von Schadprogrammen angegriffen wurde wie Windows XP. Diese Tatsache hindert Microsoft allerdings nicht daran, Apple Sicherheitsratschläge zu geben.

Sicherheitsratschläge von Microsoft an Apple? Was kommt als nächstes, möglicherweise ein Ratgeber von Microsoft, wie man Produkte kompatibel macht, wie man Open Source sinnvoll nutzt oder gar, wie Produkte rechtzeitig auf den Markt gebracht werden können? Apple, das ist doch dieser kalifornische Computerhersteller mit bestenfalls fünf Prozent Marktanteil. Und der hatte bisher eher selten mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen.

Richtige und falsche Updates

Den Giganten Microsoft interessiert das wenig, stattdessen werden die Propaganda-Bluthunde losgehetzt. So schreibt ein Microsoft-Mitarbeiter in seinem Weblog, was ihm an Apples Sicherheits-Strategie nicht passt. Grund für die Aufregung sind Apples Probleme mit dem letzten Sicherheits-Update: Apple musste ein Sicherheits-Update zurückziehen und neu auflegen, nachdem es zu Problemen gekommen war. Die Lücken waren nur unzureichend gestopft, außerdem machte das Update auf einigen Systemen Schwierigkeiten. Apple lieferte das "richtige" Update binnen weniger Stunden nach.

Das allerdings war Microsoft nicht schnell genug. Der Schwachpunkt des immer mehr Marktanteile abgreifenden Schmalspur-Konkurrenten musste ausgenutzt werden. Und so kritisiert Stephen Toulouse in seinem Weblog Apples "undurchsichtige Update-Strategie". Apple werfe den Schleier der Unkenntnis über seine Update-Strategie, die Apple Security Mailing List sei nicht aktuell und überhaupt scheint Cupertino nach Ansicht von Microsoft viel zu undurchsichtig mit Sicherheitsproblemen umgehen.


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albert, am 28.03.2006 13:41

Und wo bitteschön ist Microsofts Update-Politik transparenter???


zizou, am 28.03.2006 14:01

trasparent hin transparent her - wenn M$ seine(!) Sicherheitslücken genauso unkompliziert und schnell schliessen würde wie Apple, von der in OSX einfach zu bedienenden Updatefunktion gar nicht erst zu reden, ja dann wär es schön :)

Ach, evtl wird das ja alles besser wenn Windows Vista 2009 auf den Markt kommt........


Joni, am 29.03.2006 10:38

Wenn derart viele Hacker angriffe aufs MacOS machen würden bekäme Apple mindesten so grosse Probleme wie Microsoft...
Und wo bitteschön ist die Qualitätskontrolle von Apple wenn iTunes so buggy ausgeliefert wird dass es z.T. den Benutzern ihre ganzen MP3-Archive zerstört?
Denke da müsste man ein bischen emotionsloser zur Sache gehen wenn man so einen Bericht schreibt...


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