Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test

Das Problem mit den Universal Binaries

Letztendlich dürfte das Universal-Binary-Problem aber in nicht all zu langer Zeit erledigt sein. Die Anpassung ist laut Apple nicht besonders schwierig, sämtliche Entwickler setzen inzwischen auf die Intel-Binaries. Nur mit älteren Programmen, die nicht mehr aktualisiert werden, könnte es Probleme geben. Und natürlich gibt es auf den Intel-Macs auch keine Classic-Umgebung für das alte Mac OS mehr, was wohl auch der Grund ist, warum Apple neben dem Macbook Pro weiterhin G4-Powerbooks anbietet.

Insgesamt kann das Macbook Pro überzeugen. Als erstes "Powerbook" seit langem gibt das Macbook Pro dem Anwender endlich wieder das Gefühl, ein Premium-Gerät eines Premium-Herstellers in der Hand zu halten. Qualitativ gibt es nichts auszusetzen, auch die Leistung stimmt, nur der Preis von rund 2100 Euro in der Grundausstattung ist natürlich schmerzhaft, zumal das Macbook Pro dann mit nur 512 Megabyte Arbeitsspeicher und einem Core Duo mit 1,83 Gigahertz ausgestattet ist.

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Fazit: Turboschnell und Extrateuer

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass auch das Powerbook G4 in vergleichbarer Ausstattung zweitausend Euro gekostet hat. Beim Sprung zum Macbook Pro hat Apple allerdings die Spar-Version wegfallen lassen: Früher gab es für rund 1700 Euro eine abgespeckte Version des 15 Zoll-Powerbooks mit Combo- statt Superdrive, kleinerer Platte und schwächerem Prozessor. Entweder reicht Apple diese Version noch nach oder das Segment wird von den Macbooks ohne "Pro" ausgefüllt, die Anfang April vorgestellt werden sollen.

Normalerweise erwartet man, dass dort, wo viel Licht ist, auch viel Schatten zu finden ist. Nicht so beim Macbook Pro: An diesem Notebook ist selbst für hartgesottene Windows-Fans nichts auszusetzen. Den Vergleich zu PC-Notebooks braucht das Gerät nicht zu scheuen, zumal es ja bereits möglich ist, es mit Windows XP zu betreiben, wenn auch mehr schlecht als recht.

Das Macbook ist perfekt

Dennoch, es gibt sie, die Kritikpunkte und gerade bei einem fast perfekten Notebook fallen da Dinge ins Auge, die bei anderen, schlechteren Geräten sicherlich nicht relevant wären. Der Leser soll schließlich nicht denken, dass es sich um einen Jubel- und Beweihräucherungs-Artikel nach Art der Mac-Presse handelt. Doch es ist leider so: Das Macbook Pro ist nahezu perfekt. Besser geht es kaum noch.

So fiel im Test der nicht ganz perfekte Bildschirm negativ auf, und Apple sollte etwas an der grünen Leuchte der Umschalt-Taste machen. Das fehlende Modem lässt sich nur per USB nachrüsten und der magnetische Stromstecker neigt dazu, Büroklammern und andere kleine Metallteile einzusammeln. Doch das ist eben der Nachteil eines an sich guten Konzepts. Bleibt der hohe Preis, der in Anbetracht zahlreicher sinnvoller Details und der hochwertigen Verarbeitung und des umfangreichen Software-Paketes zwar sicherlich gerechtfertigt ist, jedoch vielen Interessenten die Tränen in die Augen treiben dürfte.