Macbook Pro: Perfektion von Apple
Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test
Michael Knott
Benchmark-Werte
Ähnlich sieht es bei den Fließkomma-Operationen aus: Im Mandelbrot-Test mit vier Threads erreicht das Macbook Pro fast zwei Gigaflops, während eMac und Shuttle mit 400, respektive 600 Megaflops rechnen. Ein Flop ist eine Fließkomma-Operation pro Sekunde. Das heißt im Klartext, dass der eMac rund 400 Milliarden solcher Operationen pro Sekunde ausführen kann, das Macbook Pro hingegen rund 2.000 Milliarden. Das Macbook Pro ist also fünfmal schneller als ein noch vor zwei Jahren aktueller G4-Mac!
Die Performance im Vergleich zu einem iMac Core Duo ist hingegen nahezu identisch hoch. iMac Core Duo und Macbook Pro schenken sich nichts. Was der Prozessor des Notebooks an Mehrleistung hat, macht die langsame Notebook-Platte des Rechners wieder wett. Besonders bei Operationen mit großen Dateien empfiehlt es sich daher, die aufpreispflichtige Platte mit 7200 Umdrehungen ins Macbook bauen zu lassen oder auf einer externen Festplatte zu arbeiten. Auch in Sachen Spiele bestehen weder bei "Unreal Tournament 2004", "World of Warcraft", noch "Quake III Arena" nennenswerte Unterschiede. Alle drei Spiele sind an Intel-Macs angepasst und laufen selbst in höchsten Auflösungen flüssig und ohne jeden Ruckler. Und selbst bei Power-Nutzung springt der Lüfter nur äußerst selten an. Im Test war er trotz zahlreicher Limit-Tests nie an. Der Rechner wird bei Benutzung bestenfalls ein bisschen mehr als handwarm.
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Macbook ProWiedergutmachung von Apple
Nach all den Jahren des Wartens auf ein schnelles Powerbook mit G5-Prozessor entschuldigt sich das Macbook Pro bei allen enttäuschten Apple-Anwendern: Der Rechner ist überaus performant und bootet das nicht gerade schlanke Mac OS X 10.4.5 in unter 40 Sekunden - ein phantastischer Wert, bedenkt man, dass OS X auf dem G4 bisher eher durch Langsamkeit beim Start glänzte. Nur der G5 hatte ähnliche Werte. Was der schnelle Start verheißt, setzt sich in der Benutzeroberfläche fort. Kein langes Warten auf Programmstarts mehr, native Applikationen sind auf der Stelle da.
Programme hingegen, die in der Rosetta-Umgebung laufen, sind natürlich wesentlich langsamer, bleiben jedoch dank reicher RAM-Ausstattung überaus flüssig benutzbar. Selbst Photoshop, der Klassiker der noch nicht für Intel angepassten Mac OS X-Tools, startet auf dem Niveau des eMacs - eine völlig ausreichende Performance, wenn man sich überlegt, dass hier eine Emulation am Werke ist, die in Echtzeit PowerPC-Befehle für den Intel-Prozessor übersetzt.
Zu wenig Speicher!
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Was sauer aufstößt, ist genau wie beim iMac Core Duo die maximale RAM-Ausstattung: Mehr als zwei Gigabyte sind zurzeit nicht möglich. Gerade für Anwender, die viel mit noch nicht angepasster Software wie Photoshop arbeiten müssen, ist das ein Problem, weil die Rosetta-Emulation ordentlich Speicher frisst. Man kann an dieser Stelle locker den doppelten bis vierfachen RAM-Verbrauch gegenüber einer nativen Applikation veranschlagen. Mit anderen Worten: Lässt sich unter Photoshop auf dem PowerPC mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher recht flüssig arbeiten, wird es durch die Rosetta-Emulation auf dem Macbook Pro selbst bei Spitzenausstattung knapp.
Dieses Manko gilt nicht nur für das Macbook und Photoshop, sondern für alle Intel-Macs, auf denen Applikationen ausgeführt werden sollen, die noch nicht an die Intel-Architektur angepasst sind. Hier muss die Rosetta-Emulation einspringen. Gerade bei Spielen fällt diese unangenehm auf: So lässt sich das inzwischen fünf Jahre alte "Warcraft III" nicht ordentlich auf Intel-Macs ausführen. Angepasste Applikationen hingegen dürfen sich mit dem "Universal Binaries"-Logo schmücken, das im Grunde nichts anderes bedeutet, als dass die Software sowohl auf Intel- als auch auf PPC-Basis nativ und damit mit maximaler Leistung läuft.
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