Macbook Pro: Perfektion von Apple
Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test
Michael Knott
Satte Leistung
Doch was steckt eigentlich drin in Apples mobilen Dual-Core-Wunderkind? Das Macbook Pro verfügt über einen Core-Duo-Prozessor von Intel mit zwei Gigahertz Taktfrequenz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, einen Systembus von 667 Megahertz, eine Festplatte mit 100 Gigabyte und eine ATI Radeon X1600-Grafikkarte. Von diesen Werten her ist der Rechner eine mobile Version des bereits von der netzwelt getesteten iMac Core Duo. Allerdings mit einigen Pro-Features, nämlich dem schnellen Prozessor und der verbesserten Grafikkarte mit 256 statt 128 Megabyte Speicher.
Der Bildschirm ist mit 15,4 Zoll im Notebook-Standard-Bereich, allerdings ist das 16:10-Breitbild-Format noch lange kein Standard bei Mobilrechnern. Die Auflösung von 1440 x 900 Pixeln kann sich durchaus sehen lassen und reicht für eine Vielzahl von Aufgaben völlig aus. Wer mehr Platz benötigt, kann per Dual-Link-DVI-Anschluss einen externen Monitor ans Macbook hängen. Die leistungsfähige Grafikkarte hat laut Apple auch keine Schwierigkeiten mit großen 30-Zoll-Displays wie Apples Cinema-Display, das im Apple-Store direkt für 2500 Euro dazubestellt werden kann.
Mpeg2
Macbook ProNichts für Schotten
In der als Testgerät vorliegenden Ausstattung kostet das Gerät den Vorzugspreis von rund 2900 Euro. Allerdings lässt sich das Macbook noch problemlos upgraden, zum Beispiel auf 120 Gigabyte Platte und 2,16 Gigahertz. Dann allerdings kostet das Schätzchen noch einmal rund 400 Euro extra und damit rund 3300 Euro - ein sauberer Preis, selbst für ein Premium-Notebook eines Premium-Herstellers. Doch nicht nur Plattenbosse und andere Milliardäre können sich das Gerät leisten: Apple hat auch an Schüler und Studenten gedacht. Die müssen für ein Macbook Pro in kleinster, also iMac-Ausstattung im Apple Store Bildung "nur noch" rund 1930 Euro berappen - entsprechendes Gerät kostet für den Rest der Menschheit immerhin rund 2100 Euro.
Günstig ist es also nicht, das Macbook Pro. Trotz des hohen Preises kann man den Rechner jedoch durchaus als preiswert bezeichnen. Genau wie andere Laptops dieser Preisklasse gibt es beim Macbook Pro qualitativ nichts auszusetzen. Auch Design und vor allem die Bauform sind durchaus ihr Geld und den Aufpreis gegenüber den Billigheimern vom Discounter wert. Zumal die Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind. Im Test hielt das Macbook Pro mit Akku satte vier Stunden durch, wo ähnlich starke Notebooks schon nach der Hälfte der Zeit den Löffel abgeben.
Schnellstes Notebook aller Zeiten?
Zum Thema Stärke gibt es auch einiges zu sagen. So behauptet die britische Mac-Postille Macworld, dass es sich beim Macbook Pro zurzeit um das schnellste Notebook mit Core Duo-Prozessor handele. Getestet wurde unter Windows XP und Photoshop. Ein gehacktes System ist allerdings nicht unbedingt die optimale Grundlage für einen Benchmark, weshalb es sinnvoller ist, das Macbook mit einem repräsentativen Benchmark zu testen, das auf allen System läuft. Zu diesem Zweck eignet sich das Tool Geekbench hervorragend, weil es auf allen wichtigen Betriebssystemen läuft.
Im Vergleich mit dem Redaktions-G4-eMac und einem aktuellen Shuttle-PC auf Pentium IV-Basis ermittelte Geekbench für das Macbook Pro Topwerte. So kommt der Shuttle-PC mit 2,4 Gigahertz-Pentium bei der CPU-Integer-Performance gerade einmal auf einen Durchschnittswert von 108 Punkten, während das Macbook Pro an dieser Stelle satte 270 Punkte erreicht. Der eMac ist mit gerade einmal 82 Punkten weit abgeschlagen, allerdings hat er mit 1,25 Gigahertz auch nur die halbe Taktfrequenz wie der Shuttle-PC und knapp ein Viertel der Rechenleistung des Core Duo.
« zurück 2 | 3 | 4 | 5 | 6 weiter »
Mehr über: Hardware, Testbericht, Notebook, Apple
-
Lenovo X300: Gegenwind für Apples MacBook Air
Lenovo Thinkpad X300 gegen Apple MacBook Air -
Ältere Laptops von Apple bis zu 450 Euro günstiger
Apple MacBook: Preisrutsch bei der alten Generation -
Apple Keynote: Neue MacBooks mit Touchpad aus Glas
Rahmen aus einem Guss, neuer Grafikchip, Cinema-Display
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben



