Macbook Pro: Perfektion von Apple
Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test
Michael Knott
Ansonsten gibt es optisch wenige Veränderungen zum Alu-Powerbook. Dafür wirkt der Rechner, bis auf einige Kleinigkeiten, wesentlich hochwertiger als sein G4-Vorgänger. Das beginnt schon beim geschlossenen Display: Am Macbook Pro wackelt nichts, die Spaltmaße sind derart niedrig, dass Apple endlich wieder das Gefühl vermittelt, ein Premium-Hersteller zu sein. Ein Gefühl, das gerade Notebook-Käufer bei Apple in der Vergangenheit oft vermissten. Das Macbook Pro wirkt grundsolide, als wäre es aus einem Alu-Block geschnitzt.
Qualitativ hochwertig
Auch beim Öffnen des Deckels bleibt der erste Eindruck erhalten. Anders als bei manchem G4-Powerbook klappt der Deckel sauber auf, ohne Knacken oder schwergängige Passagen. Sanft, wie ein warmes Messer durch Butter gleitet, dabei jedoch fest genug, damit das Display nicht wackelt. Hier kann Apple saubere Arbeit attestiert werden. Auch bei aufgeklapptem Display sitzt alles an seinem Platz. Kein ungleicher Spalt, keine schief sitzende Taste stört das ästhetische Empfinden des Betrachters. Sogar das Trackpad ist extrem wertig, lässt sich sanft bedienen und seine Taste ist weich eingebettet und hat, anders als bisherige Powerbooks, einen überaus gut fühlbaren Druckpunkt.
Mpeg2
Macbook ProAllerdings gibt es einen kleinen Kritikpunkt: Die Schrauben des Testgerätes waren nicht wirklich perfekt ins Gerät gedreht. Ob das allerdings ein Ab-Werk-Problem des Macbooks ist oder ob sich bereits Kollegen an einer Gehäuse-Öffnung versucht haben, ist nachträglich nicht wirklich herauszufinden. Im Anbetracht der normalerweise von Apple an den Tag gelegten Qualität in Bezug auf Schrauben spricht allerdings einiges für die Gefoltertes-Testgerät-Theorie, zumal die krumm eingedrehten Schrauben auch nicht so recht zum ansonsten positiven Gesamteindruck des Gerätes passen wollen.
Fiese grüne Lampe
Apropos positiver Gesamteindruck: Die fies grellgrün leuchtende Diode auf der Umschalt-Taste ist alles andere als passend für ein Gerät der 2000-Euro-Klasse. Dieses Grün sieht nach billigster China-Elektronik aus. Bisher hat Apple hellgrüne Dioden verwendet, die sich wesentlich besser ins Gesamtdesign des Rechners eingepasst haben. Aber man kann ja nicht alles haben. Wenigstens ist die Front-Diode wie gehabt weiß und damit schick.
Der Bildschirm ist hell und gut ausgeleuchtet, auch hier gibt es keine Kritikpunkte. Allerdings ist er vergleichsweise Blickwinkel-abhängig, vor allem in der Horizontalen kommt es recht schnell zu leichten Farbverschiebungen, je nach Blickwinkel. Das ziemt sich nicht unbedingt für ein Profi-Gerät. Da ist der Bildschirm des iMac Core Duo zum Beispiel wesentlich besser. Um jedoch keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt einige bessere Bildschirme im Notebook-Sektor, der Großteil ist jedoch schlechter. Gegenüber dem Bildschirm eines G4-Powerbook fällt zum Beispiel auf, dass das Macbook-TFT wesentlich heller und kontrastreicher ist. Schärfe und Farbe stimmten ja bereits bei den G4-Geräten, das Macbook schließt sich dieser Tradition an.
« zurück 2 | 3 | 4 | 5 | 6 weiter »
Mehr über: Hardware, Testbericht, Notebook, Apple
-
MacBook Air: Ein Risiko für die (US-)Luftfahrt
US-Sicherheitsbeamte nicht auf der Höhe der Zeit -
Multitouch-Gesten: Hoffnung für ältere MacBooks
Hack versieht alte MacBooks mit Funktionen der neuesten Generation -
Ältere Laptops von Apple bis zu 450 Euro günstiger
Apple MacBook: Preisrutsch bei der alten Generation
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben



