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Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test
Macbook Pro: Perfektion von Apple

von Christian Rentrop Uhr veröffentlicht

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Apple, Alu, flach und schnell. Das sind die vier Worte, mit denen sich Apples Macbook Pro wohl am besten beschreiben lassen. Kenner dürften noch "Mac OS X" und "schick" ergänzen, doch die Einschätzung des Betriebssystems und der Optik sollte jedem selbst überlassen bleiben. In der netzwelt-Redaktion schlug nun endlich das Macbook Pro auf - und zwar in Spitzenkonfiguration mit Core Duo 2,0 und zwei Gigabyte Speicher. Zeit, der PC-Welt ordentlich einzuheizen.

Apple, Alu, flach und schnell. Das sind die vier Worte, mit denen sich Apples Macbook Pro wohl am besten beschreiben lassen. Kenner dürften noch "Mac OS X" und "schick" ergänzen, doch die Einschätzung des Betriebssystems und der Optik sollte jedem selbst überlassen bleiben. In der netzwelt-Redaktion schlug nun endlich das Macbook Pro auf - und zwar in Spitzenkonfiguration mit Core Duo 2,0 und zwei Gigabyte Speicher. Zeit, der PC-Welt ordentlich einzuheizen.

Schon der Karton ist schick

Schon der Karton des Macbook Pro kündigt eine neue Generation von Apple-Rechnern an: Im Vergleich zur Verpackung des Powerbook G4 ist der Karton um die Hälfte geschrumpft, der Betrachter muss auf der Stelle an den iPod nano denken. Geöffnet, erwartet den Anwender erst einmal eine kleine Enttäuschung, denn im Vergleich zu älteren Apple-Notebooks wirkt die Verpackung innen billig. Aber gut, die Verpackung ist es ja nicht, die die Qualität eines Rechners ausmacht. Nach lagenweise Styropor und Folie hat man sich dann endlich zum Macbook Pro vorgekämpft. Es liegt zusammen mit Netzteil, Installations-DVDs und Frontrow-Fernbedienung im Karton.

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Die Rückseite von Macbook Pro (l.) und Powerbook G4 (r.)

Auf den ersten Blick sieht das Macbook Pro genauso aus wie die schon legendären Alu-Powerbooks von Apple. Gleiche Farbe, gleiches Aluminium-Gehäuse, das gleiche Apple-Logo auf dem Deckel, die zahlreichen Anschlüsse rechts und links. Genau wie auch beim G4-Powerbook leuchtet die Tastatur, wenn das Umgebungslicht ausgeschaltet ist, zudem regelt sich der Bildschirm selbst. Erst kleine und für den Laien kaum erkennbare Details unterscheiden das Macbook Pro von seinem Vorgänger.

Besser verarbeitet als der Vorgänger

Die wohl auffälligste Neuerung: Das Book hält nicht, was der Karton verspricht. Zwar ist das Macbook Pro flacher als sein Vorgänger, aber bei weitem nicht um die Hälfte. Nur wenige Millimeter trennen es in Sachen Bauhöhe vom Powerbook G4, trotzdem ist es faszinierend, dass Apple es erneut geschafft hat, die im Vergleich zu den meisten PC-Notebooks ohnehin schon flachen Geräte noch einmal ein wenig zurechtzustutzen. Auf den zweiten Blick fällt auch auf, dass das Gehäuse breiter geworden ist. Das hängt mit dem gewachsenen Bildschirm zusammen: Statt 15 Zoll darf sich der Anwender jetzt auf 15,4 Zoll Bildschirmdiagonale austoben. Am oberen Bildschirmrand sitzt die iSight-Webcam für den gepflegten Video-Chat, die mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln hochwertige Bilder liefert.

Weitere Erkennungsmerkmale sind die nicht vorhandenen Lüftungsschlitze rechts und links am Gehäuse, der fehlende Firewire 800-Anschluss und der Strom-Anschluss nach dem neuen MagSafe-Prinzip von Apple: Statt eines Steckers gibt es einen magnetischen Bus, über den der Rechner geladen wird. Der Vorteil: Wenn die Katze oder Oma übers Kabel stolpern, fällt der MagSafe-Stecker einfach ab, während normale Netzteil-Stecker das Notebook in den Tod reißen können. Fortschritt à la Apple, es sind die kleinen Details, die Freude machen. Neu beim Macbook ist auch die zweite Status-Lampe an der Vorderseite und die eingebaute iSight-Webcam oberhalb des Displays.

Erkennungsmerkmal Akku-Platz

Ebenfalls ein gutes Kriterium, um das Macbook von seinem Vorgänger zu unterscheiden, ist der Express-Card-Steckplatz, der den PCMCIA-Slot ersetzt. Der Bus ist kleiner, eventuell vom Vorgänger vorhandene PCMCIA-Karten müssen also eingemottet werden. Die sicherste Methode, ein Macbook Pro zu identifizieren, ist jedoch die Unterseite. Während das Powerbook seinen recht dicken und schmalen Akku unter der linken Handablage verbirgt, sitzt der Akku des Macbook Pro mittig im Gerät. Ein lustiges Detail: Aufgrund der flachen Bauweise des Books lässt sich bei herausgenommenem Akku das Trackpad von unten begutachten.

Ansonsten gibt es optisch wenige Veränderungen zum Alu-Powerbook. Dafür wirkt der Rechner, bis auf einige Kleinigkeiten, wesentlich hochwertiger als sein G4-Vorgänger. Das beginnt schon beim geschlossenen Display: Am Macbook Pro wackelt nichts, die Spaltmaße sind derart niedrig, dass Apple endlich wieder das Gefühl vermittelt, ein Premium-Hersteller zu sein. Ein Gefühl, das gerade Notebook-Käufer bei Apple in der Vergangenheit oft vermissten. Das Macbook Pro wirkt grundsolide, als wäre es aus einem Alu-Block geschnitzt.

Qualitativ hochwertig

Auch beim Öffnen des Deckels bleibt der erste Eindruck erhalten. Anders als bei manchem G4-Powerbook klappt der Deckel sauber auf, ohne Knacken oder schwergängige Passagen. Sanft, wie ein warmes Messer durch Butter gleitet, dabei jedoch fest genug, damit das Display nicht wackelt. Hier kann Apple saubere Arbeit attestiert werden. Auch bei aufgeklapptem Display sitzt alles an seinem Platz. Kein ungleicher Spalt, keine schief sitzende Taste stört das ästhetische Empfinden des Betrachters. Sogar das Trackpad ist extrem wertig, lässt sich sanft bedienen und seine Taste ist weich eingebettet und hat, anders als bisherige Powerbooks, einen überaus gut fühlbaren Druckpunkt.

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Die Rückseite von Macbook Pro (l.) und Powerbook G4 (r.)

Allerdings gibt es einen kleinen Kritikpunkt: Die Schrauben des Testgerätes waren nicht wirklich perfekt ins Gerät gedreht. Ob das allerdings ein Ab-Werk-Problem des Macbooks ist oder ob sich bereits Kollegen an einer Gehäuse-Öffnung versucht haben, ist nachträglich nicht wirklich herauszufinden. Im Anbetracht der normalerweise von Apple an den Tag gelegten Qualität in Bezug auf Schrauben spricht allerdings einiges für die Gefoltertes-Testgerät-Theorie, zumal die krumm eingedrehten Schrauben auch nicht so recht zum ansonsten positiven Gesamteindruck des Gerätes passen wollen.

Fiese grüne Lampe

Apropos positiver Gesamteindruck: Die fies grellgrün leuchtende Diode auf der Umschalt-Taste ist alles andere als passend für ein Gerät der 2000-Euro-Klasse. Dieses Grün sieht nach billigster China-Elektronik aus. Bisher hat Apple hellgrüne Dioden verwendet, die sich wesentlich besser ins Gesamtdesign des Rechners eingepasst haben. Aber man kann ja nicht alles haben. Wenigstens ist die Front-Diode wie gehabt weiß und damit schick.

Der Bildschirm ist hell und gut ausgeleuchtet, auch hier gibt es keine Kritikpunkte. Allerdings ist er vergleichsweise Blickwinkel-abhängig, vor allem in der Horizontalen kommt es recht schnell zu leichten Farbverschiebungen, je nach Blickwinkel. Das ziemt sich nicht unbedingt für ein Profi-Gerät. Da ist der Bildschirm des iMac Core Duo zum Beispiel wesentlich besser. Um jedoch keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt einige bessere Bildschirme im Notebook-Sektor, der Großteil ist jedoch schlechter. Gegenüber dem Bildschirm eines G4-Powerbook fällt zum Beispiel auf, dass das Macbook-TFT wesentlich heller und kontrastreicher ist. Schärfe und Farbe stimmten ja bereits bei den G4-Geräten, das Macbook schließt sich dieser Tradition an.

Satte Leistung

Doch was steckt eigentlich drin in Apples mobilen Dual-Core-Wunderkind? Das Macbook Pro verfügt über einen Core-Duo-Prozessor von Intel mit zwei Gigahertz Taktfrequenz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, einen Systembus von 667 Megahertz, eine Festplatte mit 100 Gigabyte und eine ATI Radeon X1600-Grafikkarte. Von diesen Werten her ist der Rechner eine mobile Version des bereits von der netzwelt getesteten iMac Core Duo. Allerdings mit einigen Pro-Features, nämlich dem schnellen Prozessor und der verbesserten Grafikkarte mit 256 statt 128 Megabyte Speicher.

Der Bildschirm ist mit 15,4 Zoll im Notebook-Standard-Bereich, allerdings ist das 16:10-Breitbild-Format noch lange kein Standard bei Mobilrechnern. Die Auflösung von 1440 x 900 Pixeln kann sich durchaus sehen lassen und reicht für eine Vielzahl von Aufgaben völlig aus. Wer mehr Platz benötigt, kann per Dual-Link-DVI-Anschluss einen externen Monitor ans Macbook hängen. Die leistungsfähige Grafikkarte hat laut Apple auch keine Schwierigkeiten mit großen 30-Zoll-Displays wie Apples Cinema-Display, das im Apple-Store direkt für 2500 Euro dazubestellt werden kann.

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Die Rückseite von Macbook Pro (l.) und Powerbook G4 (r.)

Nichts für Schotten

In der als Testgerät vorliegenden Ausstattung kostet das Gerät den Vorzugspreis von rund 2900 Euro. Allerdings lässt sich das Macbook noch problemlos upgraden, zum Beispiel auf 120 Gigabyte Platte und 2,16 Gigahertz. Dann allerdings kostet das Schätzchen noch einmal rund 400 Euro extra und damit rund 3300 Euro - ein sauberer Preis, selbst für ein Premium-Notebook eines Premium-Herstellers. Doch nicht nur Plattenbosse und andere Milliardäre können sich das Gerät leisten: Apple hat auch an Schüler und Studenten gedacht. Die müssen für ein Macbook Pro in kleinster, also iMac-Ausstattung im Apple Store Bildung "nur noch" rund 1930 Euro berappen - entsprechendes Gerät kostet für den Rest der Menschheit immerhin rund 2100 Euro.

Günstig ist es also nicht, das Macbook Pro. Trotz des hohen Preises kann man den Rechner jedoch durchaus als preiswert bezeichnen. Genau wie andere Laptops dieser Preisklasse gibt es beim Macbook Pro qualitativ nichts auszusetzen. Auch Design und vor allem die Bauform sind durchaus ihr Geld und den Aufpreis gegenüber den Billigheimern vom Discounter wert. Zumal die Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind. Im Test hielt das Macbook Pro mit Akku satte vier Stunden durch, wo ähnlich starke Notebooks schon nach der Hälfte der Zeit den Löffel abgeben.

Schnellstes Notebook aller Zeiten?

Zum Thema Stärke gibt es auch einiges zu sagen. So behauptet die britische Mac-Postille Macworld, dass es sich beim Macbook Pro zurzeit um das schnellste Notebook mit Core Duo-Prozessor handele. Getestet wurde unter Windows XP und Photoshop. Ein gehacktes System ist allerdings nicht unbedingt die optimale Grundlage für einen Benchmark, weshalb es sinnvoller ist, das Macbook mit einem repräsentativen Benchmark zu testen, das auf allen System läuft. Zu diesem Zweck eignet sich das Tool Geekbench hervorragend, weil es auf allen wichtigen Betriebssystemen läuft.

Im Vergleich mit dem Redaktions-G4-eMac und einem aktuellen Shuttle-PC auf Pentium IV-Basis ermittelte Geekbench für das Macbook Pro Topwerte. So kommt der Shuttle-PC mit 2,4 Gigahertz-Pentium bei der CPU-Integer-Performance gerade einmal auf einen Durchschnittswert von 108 Punkten, während das Macbook Pro an dieser Stelle satte 270 Punkte erreicht. Der eMac ist mit gerade einmal 82 Punkten weit abgeschlagen, allerdings hat er mit 1,25 Gigahertz auch nur die halbe Taktfrequenz wie der Shuttle-PC und knapp ein Viertel der Rechenleistung des Core Duo.

Benchmark-Werte

Ähnlich sieht es bei den Fließkomma-Operationen aus: Im Mandelbrot-Test mit vier Threads erreicht das Macbook Pro fast zwei Gigaflops, während eMac und Shuttle mit 400, respektive 600 Megaflops rechnen. Ein Flop ist eine Fließkomma-Operation pro Sekunde. Das heißt im Klartext, dass der eMac rund 400 Milliarden solcher Operationen pro Sekunde ausführen kann, das Macbook Pro hingegen rund 2.000 Milliarden. Das Macbook Pro ist also fünfmal schneller als ein noch vor zwei Jahren aktueller G4-Mac!

Die Performance im Vergleich zu einem iMac Core Duo ist hingegen nahezu identisch hoch. iMac Core Duo und Macbook Pro schenken sich nichts. Was der Prozessor des Notebooks an Mehrleistung hat, macht die langsame Notebook-Platte des Rechners wieder wett. Besonders bei Operationen mit großen Dateien empfiehlt es sich daher, die aufpreispflichtige Platte mit 7200 Umdrehungen ins Macbook bauen zu lassen oder auf einer externen Festplatte zu arbeiten. Auch in Sachen Spiele bestehen weder bei "Unreal Tournament 2004", "World of Warcraft", noch "Quake III Arena" nennenswerte Unterschiede. Alle drei Spiele sind an Intel-Macs angepasst und laufen selbst in höchsten Auflösungen flüssig und ohne jeden Ruckler. Und selbst bei Power-Nutzung springt der Lüfter nur äußerst selten an. Im Test war er trotz zahlreicher Limit-Tests nie an. Der Rechner wird bei Benutzung bestenfalls ein bisschen mehr als handwarm.

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Die Rückseite von Macbook Pro (l.) und Powerbook G4 (r.)

Wiedergutmachung von Apple

Nach all den Jahren des Wartens auf ein schnelles Powerbook mit G5-Prozessor entschuldigt sich das Macbook Pro bei allen enttäuschten Apple-Anwendern: Der Rechner ist überaus performant und bootet das nicht gerade schlanke Mac OS X 10.4.5 in unter 40 Sekunden - ein phantastischer Wert, bedenkt man, dass OS X auf dem G4 bisher eher durch Langsamkeit beim Start glänzte. Nur der G5 hatte ähnliche Werte. Was der schnelle Start verheißt, setzt sich in der Benutzeroberfläche fort. Kein langes Warten auf Programmstarts mehr, native Applikationen sind auf der Stelle da.

Programme hingegen, die in der Rosetta-Umgebung laufen, sind natürlich wesentlich langsamer, bleiben jedoch dank reicher RAM-Ausstattung überaus flüssig benutzbar. Selbst Photoshop, der Klassiker der noch nicht für Intel angepassten Mac OS X-Tools, startet auf dem Niveau des eMacs - eine völlig ausreichende Performance, wenn man sich überlegt, dass hier eine Emulation am Werke ist, die in Echtzeit PowerPC-Befehle für den Intel-Prozessor übersetzt.

Zu wenig Speicher!

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Was sauer aufstößt, ist genau wie beim iMac Core Duo die maximale RAM-Ausstattung: Mehr als zwei Gigabyte sind zurzeit nicht möglich. Gerade für Anwender, die viel mit noch nicht angepasster Software wie Photoshop arbeiten müssen, ist das ein Problem, weil die Rosetta-Emulation ordentlich Speicher frisst. Man kann an dieser Stelle locker den doppelten bis vierfachen RAM-Verbrauch gegenüber einer nativen Applikation veranschlagen. Mit anderen Worten: Lässt sich unter Photoshop auf dem PowerPC mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher recht flüssig arbeiten, wird es durch die Rosetta-Emulation auf dem Macbook Pro selbst bei Spitzenausstattung knapp.

Dieses Manko gilt nicht nur für das Macbook und Photoshop, sondern für alle Intel-Macs, auf denen Applikationen ausgeführt werden sollen, die noch nicht an die Intel-Architektur angepasst sind. Hier muss die Rosetta-Emulation einspringen. Gerade bei Spielen fällt diese unangenehm auf: So lässt sich das inzwischen fünf Jahre alte "Warcraft III" nicht ordentlich auf Intel-Macs ausführen. Angepasste Applikationen hingegen dürfen sich mit dem "Universal Binaries"-Logo schmücken, das im Grunde nichts anderes bedeutet, als dass die Software sowohl auf Intel- als auch auf PPC-Basis nativ und damit mit maximaler Leistung läuft.

Das Problem mit den Universal Binaries

Letztendlich dürfte das Universal-Binary-Problem aber in nicht all zu langer Zeit erledigt sein. Die Anpassung ist laut Apple nicht besonders schwierig, sämtliche Entwickler setzen inzwischen auf die Intel-Binaries. Nur mit älteren Programmen, die nicht mehr aktualisiert werden, könnte es Probleme geben. Und natürlich gibt es auf den Intel-Macs auch keine Classic-Umgebung für das alte Mac OS mehr, was wohl auch der Grund ist, warum Apple neben dem Macbook Pro weiterhin G4-Powerbooks anbietet.

Insgesamt kann das Macbook Pro überzeugen. Als erstes "Powerbook" seit langem gibt das Macbook Pro dem Anwender endlich wieder das Gefühl, ein Premium-Gerät eines Premium-Herstellers in der Hand zu halten. Qualitativ gibt es nichts auszusetzen, auch die Leistung stimmt, nur der Preis von rund 2100 Euro in der Grundausstattung ist natürlich schmerzhaft, zumal das Macbook Pro dann mit nur 512 Megabyte Arbeitsspeicher und einem Core Duo mit 1,83 Gigahertz ausgestattet ist.

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Die Rückseite von Macbook Pro (l.) und Powerbook G4 (r.)

Fazit: Turboschnell und Extrateuer

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass auch das Powerbook G4 in vergleichbarer Ausstattung zweitausend Euro gekostet hat. Beim Sprung zum Macbook Pro hat Apple allerdings die Spar-Version wegfallen lassen: Früher gab es für rund 1700 Euro eine abgespeckte Version des 15 Zoll-Powerbooks mit Combo- statt Superdrive, kleinerer Platte und schwächerem Prozessor. Entweder reicht Apple diese Version noch nach oder das Segment wird von den Macbooks ohne "Pro" ausgefüllt, die Anfang April vorgestellt werden sollen.

Normalerweise erwartet man, dass dort, wo viel Licht ist, auch viel Schatten zu finden ist. Nicht so beim Macbook Pro: An diesem Notebook ist selbst für hartgesottene Windows-Fans nichts auszusetzen. Den Vergleich zu PC-Notebooks braucht das Gerät nicht zu scheuen, zumal es ja bereits möglich ist, es mit Windows XP zu betreiben, wenn auch mehr schlecht als recht.

Das Macbook ist perfekt

Dennoch, es gibt sie, die Kritikpunkte und gerade bei einem fast perfekten Notebook fallen da Dinge ins Auge, die bei anderen, schlechteren Geräten sicherlich nicht relevant wären. Der Leser soll schließlich nicht denken, dass es sich um einen Jubel- und Beweihräucherungs-Artikel nach Art der Mac-Presse handelt. Doch es ist leider so: Das Macbook Pro ist nahezu perfekt. Besser geht es kaum noch.

So fiel im Test der nicht ganz perfekte Bildschirm negativ auf, und Apple sollte etwas an der grünen Leuchte der Umschalt-Taste machen. Das fehlende Modem lässt sich nur per USB nachrüsten und der magnetische Stromstecker neigt dazu, Büroklammern und andere kleine Metallteile einzusammeln. Doch das ist eben der Nachteil eines an sich guten Konzepts. Bleibt der hohe Preis, der in Anbetracht zahlreicher sinnvoller Details und der hochwertigen Verarbeitung und des umfangreichen Software-Paketes zwar sicherlich gerechtfertigt ist, jedoch vielen Interessenten die Tränen in die Augen treiben dürfte.

Kommentare zu diesem Artikel

Apple, Alu, flach und schnell. Das sind die vier Worte, mit denen sich Apples Macbook Pro wohl am besten beschreiben lassen. Kenner dürften noch "Mac OS X" und "schick" ergänzen, doch die Einschätzung des Betriebssystems und der Optik sollte jedem selbst überlassen bleiben. In der netzwelt-Redaktion schlug nun endlich das Macbook Pro auf - und zwar in Spitzenkonfiguration mit Core Duo 2,0 und zwei Gigabyte Speicher. Zeit, der PC-Welt ordentlich einzuheizen.

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  • Gentux schrieb Uhr
    Re: News - Die Kraft der zwei...

    Das dort bei der Display-Verriegelung was im Text "Statuslampe" genannt wird, ist ein IR-Empfänger für die Fernbedienung. :D wo sonst soll denn das Signal der Fernbedienung empfangen werden??
  • hkhk schrieb Uhr
    Re: Re: News - Die Kraft der...

    Was Beteutet dass? kann man denn keine 8.5 Gigabeit brennen?
  • Tweek schrieb Uhr
    AW: Re: Display

    Das Display ist wohl auch mehr als jedes andere was Notebookdisplays betrifft in Sachen Farben, Leuchtkraft etc. Gut? Ja. Aber nicht toll :)
  • dps schrieb Uhr
    Re: Display

    Bei Apple klappt das Eh nicht mit den Externen USB Festplatten ohne Stromanschluss.. Das Display ist wohl auch mehr als jedes andere was Notebookdisplays betrifft in Sachen Farben, Leuchtkraft etc.
  • Tweek schrieb Uhr
    AW: Display

    hab schon des öfteren am powerbook meine kleine externe 2,5"-hdd nicht anschließen können, weil nicht genug saft ankam und die anschlüsse zu weit auseinander liegen. Das ist ein bekanntes Problem bei Notebooks, das die USB-Stecker nicht genug Saft liefern. iPods werden auch nicht richtig per USB geladen, deshalb besser immer Firewire nutzen, wenn möglich!
  • Seldon schrieb Uhr
    Re: Display

    Die Display Auflösung hat nix mit "mid-range" zu tun, sondern schlichtweg mit Ergonomie. Ok. Damit kann man auf einem Werbeflyer kaum brillieren. Hohe DPI auf kleiner Matscheibe bedeutet eine hohe PPI. Konsequenz: Kannst Dir ne Lupe nehmen und nach gewisser Zeit Deine Augen vollendst wegschmeissen. Von daher ist eine WXGA/16:10 Auflösung deutlich besser auf einem 15,4" Display (110 ppi) zu gebrauchen, als eine WSXGA+ (128 ppi) Auflösung ... Bez. Betrieb einer ext. 2,5" Platte ... Man nehme FW ;)
  • pixel schrieb Uhr
    Display

    für 2600 ocken fällt mir zu erst auf, dass die leistung des tft nicht unbedingt state-of-the-art ist. 1440x900 punkte ist doch eher im midrange-bereich anzusiedeln. regulär haben die notebooks aber 2000 € eher 1680x1050. das wäre IMO auch ein kritikpunkt. und dass die USB-steckplätze so weit auseinander liegen (einer links, einer rechts). wenn man z.b. ein externes usb-gerät anschließt, welches nicht genug saft aus einem anschluss bekommt, weil die doch nicht so standardkonform sind, wie sie immer tun, dann schließt man einfach einen zweiten usb-anschluss an. da die kabel meistens aber nur ~15-20 cm lang sind, kann man das beim apple nicht machen. hab schon des öfteren am powerbook meine kleine externe 2,5"-hdd nicht anschließen können, weil nicht genug saft ankam und die anschlüsse zu weit auseinander liegen.
  • zizou schrieb Uhr
    Re: News - Die Kraft der zwei...

    Nur wenige Millimeter trennen es in Sachen Bauhöhe vom Powerbook G4, trotzdem ist es faszinierend, dass Apple es erneut geschafft hat, die im Vergleich zu den meisten PC-Notebooks ohnehin schon flachen Geräte noch einmal ein wenig zurechtzustutzen. Für die eingesparte "Haaresbreite" gibt es eben leider auch nur eine normales Superdrive und keinen zumindest optionalen dual-layer DVD Brenner wie im "alten" G4 Powerbook :( für so ein high-end Gerät fast schon eine Schande......

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Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test
Die Kraft der zwei Herzen: Apple Macbook Pro im Test
Apple, Alu, flach und schnell. Das sind die vier Worte, mit denen sich Apples Macbook Pro wohl am besten beschreiben lassen. Kenner dürften noch "Mac OS X" und "schick" ergänzen, doch die Einschätzung des Betriebssystems und der Optik sollte jedem selbst überlassen bleiben. In der netzwelt-Redaktion schlug nun endlich das Macbook Pro auf - und zwar in Spitzenkonfiguration mit Core Duo 2,0 und zwei Gigabyte Speicher. Zeit, der PC-Welt ordentlich einzuheizen.
http://www.netzwelt.de/news/73865-kraft-zwei-herzen-apple-macbook-pro-test.html
2006-03-24 18:50:00
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