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Musikmarkt: Majors verlieren, Indies im Plus Digitale Downloads erreichen zwei Prozent Marktanteil

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Die heimische Musikindustrie verkaufte nach Angaben der deutschen Phonoverbände im vergangenen Jahr rund zehn Prozent weniger Tonträger als im Vorjahr. Indie-Labels scheinen jedoch von diesem Abwärtstrend nicht betroffen.

Die heimische Musikindustrie verkaufte nach Angaben der deutschen Phonoverbände im vergangenen Jahr rund zehn Prozent weniger Tonträger als im Vorjahr. Indie-Labels scheinen jedoch von diesem Abwärtstrend nicht betroffen.

Die deutschen Phonoverbände stellten am Dienstag in Berlin ihre Bilanz für 2005 vor. Zur erhofften Trendwende hat es demnach auch im vergangenen Jahr nicht gereicht. Wie im Vorjahr verzeichnete die Branche auch 2005 wieder Umsatzverluste von 4,6 Prozent. Der durchschnittliche deutsche Konsument gab demnach im letzten Jahr 18,18 Euro für Tonträger aus. Im Jahr 2000 lag dieser Wert noch bei umgerechnet 30,29 Euro.

Download-Umsätze steigen weiter

Dieser Umsatzschwund konnte auch durch Musikdownloads nicht abgefedert werden. Nach Angaben der Phonoverbände stiegen die Download-Umsätze 2005 auf 26 Millionen Euro. Damit ist der Digital-Markt insgesamt für zwei Prozent aller Umsätze der Plattenfirmen verantwortlich.

Der Bericht machte allerdings auch deutlich, dass nicht alle Bereiche des Musikgeschäfts unter Umsatzeinbrüchen zu leiden haben. So stieg der Umsatz der nicht in den Phonoverbänden organisierten unabhängigen Plattenfirmen um knapp 36 Prozent auf 246 Millionen Euro. Interessant ist dies nicht zuletzt im Bezug auf den Umgang mit Tauschbörsen: Während die Phonoverbände weiter an Klagen gegen P2P-Nutzer festhalten, hat sich der Verband der unabhängigen Tonträgerunternehmen Anfang des Jahres deutlich gegen derartige Klagen ausgesprochen.

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1 Kommentar

  • pixel schrieb Uhr
    Re: News - Musikmarkt: Majors...

    36% plus bei den indies! das ist doch mal ein eindeutiges zeichen für musik, aber gegen die politik der majors. ok, ok... die majors werden das wieder nicht sehen, anders interpretieren und letztlich ein paar P2P-user mehr abmahnen. soweit nichts neues...

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Janko Röttgers
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