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24.04.2006
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Ex-Monopolist vergibt Sonderkonditionen - zu bestimmten Bedingungen

Deutsche Telekom: Der rosarote Panther zeigt seine Krallen (Update)

Lars Gurow

Das Update finden Sie auf Seite 3.

Hinter der spießigen Fassade treibt die Telekom eine Monopolstrategie voran - bislang auch recht erfolgreich. Hält der Erfolg an, drohen höhere Preise.

"Das Verhalten der Telekom ist grob diskriminierend", beschwerte sich freenet-Chef Eckhard Spoerr bereits auf der CeBIT im netzwelt-Interview. Denn der Ex-Monopolist gewähre United Internet (1&1, GMX) Sonderkonditionen, ohne die die Konkurrenten kaum mehr mithalten könnten. Da der harte Wettbewerb im DSL-Markt über den Preis geht, könnte T-Online alle kleineren Konkurrenten aus dem Markt drücken und danach die Preise bestimmen.

So ähnlich geschah es bereits in vergangenen Jahr mit den ganz kleinen Providern: Im unteren Preissegment tobte ein Kampf um günstige Volumen- und Zeittarife. Dann kam United Internet mit günstigen Flatrates, und seitdem sind Volumentarife fast komplett vom Markt verschwunden - stattdessen buchen die Kunden die oft teureren Flatrates.

Schon damals konnte United Internet einen Vorteil ausspielen: United Internet muss keinerlei eigene Infrastruktur unterhalten, sondern nutzt ausschließlich Telekom-Technik. Konkurrenten wie Arcor, AOL und freenet nutzen hingegen eigene Technik. Für Bandbreite und Datenvolumen zahlte United Internet zwar mehr als die Konkurrenten, hatte aber keine eigenen Kosten und konnte sich so eine aggressive Preispolitik leisten. Dazu bemühte sich besonders 1&1 immer wieder, Kunden mit besonders hohem Datenverbrauch loszuwerden.

FAZ: Rabatte bis zu 50 Prozent

Beim Mieten der DSL-Anschlüsse herrschte dagegen noch ansatzweise Gleichbehandlung vor: Die Weiterverkäufer von T-DSL-Anschlüssen, die so genannten Resale-Anbieter, durften sich einen Abschlag von 11,5 Prozent in die Tasche stecken - die großen etwas mehr.

All diese Vergünstigungen sind aber noch nichts gegen die Verträge, die T-Online und United Internet nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) mit der Deutschen Telekom ausgehandelt haben: Demnach gewährt die Deutsche Telekom seiner Tochtergesellschaft T-Online und dem Mitbewerber 1&1 Rabatte von bis zu 50 Prozent in Ballungsgebieten. Außerdem erlässt die Telekom den Resellern die Einmalentgelte für den Neuanschluss oder einen Wechsel, und zu guter Letzt soll die Preisstaffelung nach der Bandbreite entfallen - ein DSL-6000-Anschluss kostet den Provider dann genauso viel wie ein 1000er-Anschluss. Gut für United Internet, denn dort lockt man die Kunden mit aggressivem Marketing in die hohen Bandbreiten.


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News Flash, am 05.12.2008 03:37

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