Windows auf Intel-Macs: "Problemlos" sieht anders aus
Läuft's oder läuft's net?
Ein Erfolg für alle, die schon lange einmal ordentlich auf ihrem Mac spielen wollten? Noch lange nicht, denn nach dem erfolgreichen Start setzen die ersten Probleme ein. Denn das, weshalb sich ein Mac-Anwender Windows installieren würde, nämlich die Spiele, funktioniert mangels angepasster Grafiktreiber nicht. Immerhin ist aber "normales Arbeiten" möglich, oder, wie es beim Mac-Umbauer auf MacTechNews heißt: "Nach erfolgreicher Installation startet Windows, der Geschwindigkeit des Macs entsprechend, in sehr kurzer Zeit und bietet eine sehr gute Performance zum Arbeiten." Dumm nur, dass die fehlenden ATI-Grafiktreiber für DirectX Spiele unmöglich machen.
Jetzt natürlich die bange Frage: Eigentlich sollte doch jeder ATI-Treiber für entsprechende Radeon-Karten auch auf dem Intel-Mac laufen, immerhin gibt es die Karten doch auch für PCs, oder? Theoretisch ja, doch in der Praxis scheitern diese Vorstellungen daran, dass Grafikkarten für Macs mit einem anderen BIOS ausgestattet sind als PC-Grafikkarten. Das heißt in dem Fall, dass ATI angepasste Treiber programmieren müsste. Alternativ wird wohl auf kurz oder lang auch die Open-Source-Szene einspringen.
Doch es gibt noch weitere Probleme. So berichten Anwender in diversen Foren von spontanen Abstürzen. Auch die allerdings scheinen eher mit den fehlenden Treibern als mit einer grundsätzlichen Inkompatibilität zusammenzuhängen. Denn neben den Grafiktreibern fehlen noch zahlreiche andere Treiber-Dateien, zumindest in der Roh-Installation. So werden Netzwerk- und USB-Anschlüsse nicht ordnungsgemäß eingebunden, was die Möglichkeiten des Betriebs eines Windows-Macs doch erheblich einschränkt. Hier sollten zwar passende Chipsatz-Treiber Abhilfe schaffen, allerdings ist davon auszugehen, dass es sich bei den Intel-Mac-Boards um spezielle Eigenentwicklungen handelt, die den Einsatz von Standard-Treibern erschweren. Auch wenn "die Typen in Cupertino mit Sicherheit schon längst wissen, wie es richtig geht", so eine Meinung bei Macuser.de.
Fehlendes Mitgefühl
Die Reaktionen auf den Intel-Mac-Hack jedenfalls sind zwiespältig. Zwar griffen viele Besitzer eines Intel-Macs auf der Stelle zur Installations-CD, andere hingegen rümpfen angewidert die Nase: Windows auf einem Mac? Das geht nun wirklich nicht. Und so werden Intel-Macianern, die Windows aufsetzen, wahlweise Schläge, Folter, Pranger oder Scheiterhaufen angeboten, natürlich nicht ganz ernst gemeint. Dennoch: Die Frage, die viele Mac-Anwender umtreibt, ist, warum so viele auf die eindeutig fricklige Lösung ausweichen, statt sich einfach einen Spiele-PC oder eine Konsole in die Bude zu stellen.
Eine Lösung der Parallel-Installations-Problematik wurde ebenfalls schnell gefunden: "Am besten laufen Mac OS X und WIN XP parallel, wenn eine DOSe UND einen Mac auf dem Schreibtisch stehen." Denn von paralleler Ausführung könne ja bei einem Bootmanager keine Rede sein, Mac-Anwender haben beim Dual-Boot die Wahl zwischen Windows oder Mac OS X, ein schneller Wechsel zwischen den Systemen, wie zum Beispiel bei einer Emulation, ist nicht möglich. Doch der Vorteil folgt auf der Stelle: Wo keine Emulation im Hintergrund läuft, kann Windows natürlich auf die vollen Systemressourcen zugreifen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Zitat: Mach ich auf nen BMW Mercedesstern drauf? Netter Vergleich, aber in dem Fall wohl eher: "Kleb' ich auf meinen Porsche ein LADA-Logo?" oder auch: "Bemale...
damals frickelten se an ner "auf Linux emuliertes Windoof" nun ein windows auf nen "non x86er" was kommt als nächstes... Multi_OS im Mercedes? "unsere Kunden können wählen ob der Mercedes auf Linux Windows oder...