Gute Aliens, schlechte Aliens

Test: Advent Rising

In diesem Science-Fiction-Spektakel machen Spieler Bekanntschaft mit zwei Alienrassen. Weil nur eine friedlich ist, sind Spannungen vorprogrammiert.

Advent Rising
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An den Tag, als Außerirdische erstmals Kontakt aufnahmen, hätte sich die mittlerweile im Weltall ansässige Menschheit vermutlich lange erinnert. Allerdings deutet noch am selben Tag alles darauf hin, dass es bald keine Menschheit mehr geben wird. Ein groß angelegter Angriff einer Alienrasse, bald als die "Suchenden" bekannt, droht das Menschengeschlecht auszulöschen. Genau davor hatten die Aurelianer, jene zweite Alienrasse im Bunde, zuvor gewarnt. Die fischartigen Wesen verehren die Menschen und stehen ihnen im Schicksalskampf bei.

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Tod per Flick-Targeting

Im Mittelpunkt der Geschichte von Science-Fiction-Romancier Orson Scott Card stehen die Brüder Gideon und Ethan Wyeth. Als Kampfpiloten stellen sie ihr militärisches Talent in den Dienst der Artgenossen. Der Spieler steuert Gideon, den jüngeren der beiden, in der dritten Person und ballert mit futuristischen Waffen beidhändig auf Außerirdische, die nur aufgrund ihrer Masse und Stärke gefährlich sind. Eine höhere Intelligenz ist nicht am Werke. Eine Zielmarkierung hilft, die beweglichen Feinde auch im Flug zu erwischen. Standardmäßig wird das so genannte Flick-Targeting durch das Rollen des Mausrads aktiviert. Ein Gegner bleibt bis zu seinem Tode von einer Klammer umfasst, durch ein erneutes Drehen am Rad wird das nächste Opfer anvisiert. Die Kampf- und Actionszenen sind mitunter furios, auch deshalb, weil oft Nichtspielercharaktere in die Gefechte verwickelt sind und die Entwickler das Klotzen vor das Kleckern stellen: Horrende Explosionen, grelle Waffeneffekte und Geschützplattformen von der Größe eines Einfamilienhauses sorgen für Zündstoff allenthalben.

Und doch ist "Advent Rising" nur zur Hälfte ein Ballerspiel. Sobald Gideon mit außerirdischer Hilfe zu übernatürlichen Kräfte gekommen ist, bleiben die Schießprügel über weite Strecken ungenutzt. Stattdessen werden Feinde mittels Geisteskraft hoch gehoben und durch die Gegend geschleudert oder - am "ausgestreckten" Arm zappelnd - unter Feuer genommen. Die so genannte Liftfunktion hat einen Haken: Weil sich damit auch Gegenstände manipulieren lassen, werden im Eifer des Gefechtes versehentlich die falschen Ziele markiert. So kann es passieren, dass Gideon eine Kiste hoch hält, während sich Angreifer an ihm zu schaffen machen. Immerhin eignet sich jeder Gegenstand notfalls als Wurfgeschoss - "Half-Life 2" lässt grüßen.

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