Intel-Mac-Hacking: 14.000 Dollar für eine Windows-XP-Installation

Fälschung oder nicht?

Derweil tauchte im Web ein Video auf, das den Installationsvorgang von Windows XP auf einem Intel-Mac zeigt. Allerdings wurde auch hier hauptsächlich mit verwackelten und pixeligen Bildern gearbeitet, die entfernt an Aufnahmen von UFOs oder Bigfoot erinnern. Des Fälschers Passion ist des Kritikers größte Hilfe: Warum sollte narf2006 nicht ordentliche Bilder machen, wenn doch alles im grünen Bereich liegt? Doch vielleicht ist die minderwertige Qualität der Aufnahmen auch Absicht.

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Gleichzeitig haben sich auch andere Hacker mit der Thematik befasst - der schnöde Mammon lockte. Und genau wie narf arbeiten sie ebenfalls an einer Lösung, die Windows ungehackt und nativ auf einem Intel-Mac arbeiten lässt. Es dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Free- und Shareware-Markt Tools anbietet, die die Installation auch für Otto-Normal-User interessant machen. Dabei ist vor allem nicht nur die reine Installation von Windows interessant, sondern das Setup als Dual-Boot-System.

Lösungsansätze Emulator oder BIOS-Simulation?

Parallel dazu steht ein weiterer Lösungsansatz in den Startlöchern: Bambios. "Weil die Intel-basierten Macintosh-Rechner weder mit einem regulären Rechner-BIOS noch mit einem VGA-BIOS ausgestattet sind, ist es ziemlich knifflig, ein x86-Betriebssystem auf einer dieser Maschinen zu booten", heißt es auf der Website osxbook.com. Die Lösung des Problems: eine BIOS-Emulation, die im Arbeitsspeicher des Rechners abgelegt wird. Bambios soll, so der Wunsch der Entwickler, einem Betriebssystem vorgaukeln, auf einem Rechner mit regulärem BIOS zu laufen, statt auf einem EFI-Rechner. Genutzt werden angepasste Bibliotheken des Emulators Bochs.

Insgesamt überbieten sich Entwickler zurzeit gegenseitig mit Lösungsansätzen zur XP-Installation auf dem Mac. Letzten Endes wird es wohl darauf hinauslaufen, dass es mehrere Wege geben wird, die alle mehr oder weniger einfach und effizient sind. Ein Dual-Boot-System ist natürlich nicht die beste Lösung. Die Hoffnung vieler OSX-Anwender liegen bei einem Emulator, der Prozessorleistung wie Grafik an das im Emulator installierte Windows durchreicht. Dadurch wäre ein Windows-in-the-Box möglich, auf dem sich Windows-Spiele ausführen ließen, ohne dass OS X beendet werden muss - für Mac-Anwender, die es einfach gewohnt sind, mit Sicherheit die einfachste Lösung. Doch das ist nicht der einzige Grund. Ein Anwender im Macnews-Forum drückte es so aus: "Windows kann man ohne Kontrolle durch ein Betriebssystem doch nun wirklich nicht frei rumlaufen lassen!" Viele Mac-Anwender dürften dieser Aussage zustimmen.

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