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Asus A6Vm und A6Ja im Notebook-Test: Single gegen Dual Core
Eine Frage der Kerne

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Ein oder zwei Kerne, das ist hier die Frage. Allgemeine Verunsicherung macht sich unter potenziellen Notebook-Käufern breit - die wenigsten wissen, was ein Dual-Core-Prozessor eigentlich ist und ob sie ihn überhaupt brauchen. Als kleine Entscheidungshilfe testet netzwelt zwei preiswerte Exemplare von Asus, das A6Vm und A6Ja. Rein äußerlich gibt es kaum Unterschiede, aber unter der Haube sieht das schon völlig anders aus.

Ein oder zwei Kerne, das ist hier die Frage. Allgemeine Verunsicherung macht sich unter potenziellen Notebook-Käufern breit - die wenigsten wissen, was ein Dual-Core-Prozessor eigentlich ist und ob sie ihn überhaupt brauchen. Als kleine Entscheidungshilfe testet netzwelt zwei preiswerte Exemplare von Asus, das A6Vm und A6Ja. Rein äußerlich gibt es kaum Unterschiede, aber unter der Haube sieht das schon völlig anders aus.

Bereits ab circa 1.000 Euro geht das Asus A6Vm über den Ladentisch. Dafür bekommt der Käufer eine ansehnliche Ausstattung, bestehend aus einem Pentium M mit 1,73 Gigahertz, einem halben Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 60 Gigabyte Festplattenspeicher. An die etwas anspruchsvollere Kundschaft richtet sich hingegen das gut 400 Euro teurere Asus A6Ja, das einen Intel Core Duo mit 1,66 Gigahertz, ein volles Gigabyte Arbeitsspeicher und 20 Gigabyte mehr Plattenplatz mitbringt.

Inhalt

Außen ähnlich, innen anders

Doppelt gut verarbeitet

Schminkspiegel-Display

DJ und Digitalkamera: Hören und gesehen werden

Spiele- und Systemleistung

Spiele- und Video-Wiedergabe

Lautstärke und Laufzeit

Fazit

Technische Daten

Außen ähnlich, innen anders

Auf den ersten Blick sind unsere beiden Testkandidaten kaum auseinander zu halten. Beide besitzen ein mittelgroßes 15,4-Zoll-Display mit derselben Auflösung, eine anthrazitfarbene Hülle mit schwarzen Rändern und schicke Bedienelemente aus Aluminium. Außerdem teilen sie sich noch drei Besonderheiten: eine kleine Digitalkamera mit 1,3 Megapixeln und integriertem Mikrofon, einen praktischen 4-in-1-Kartenleser für gängige Speicherkarten sowie die unterhaltsame Jukebox-Funktion Audio DJ.

Zweifellos das spieletauglichere Notebook von beiden ist das A6Ja, das über Atis Grafikchip Mobility Radeon X1600 verfügt, der sich bereits beim angetesteten Asus A7Jc bewähren konnte. Was Asus hingegen dem A6Vm in puncto Spieleleistung zuspricht, ist schlicht und ergreifend falsch:

"Das perfekte Notebook für alle Gamer" heißt es in der Produktbeschreibung in Bezug auf Nvidias GeForce Go 7300. Denn selbst die schnellere Variante GeForce Go 7400 geriet beim Test des Sony Vaio FE schnell an ihre Grenzen. Perfekt für ältere und weniger anspruchsvolle Spiele mag vielleicht noch zutreffen, aber ein richtiges Gamer-Notebook ist das A6Vm deshalb noch lange nicht.

Doppelt gut verarbeitet

Aufgrund des nahezu identischen Aufbaus verzichten wir auf eine strikte Trennung der beiden Testkandidaten. Ihr Design ist vielleicht nicht gerade aufregend, aber dennoch stimmig und nicht zu langweilig. Dabei sorgt die kantige Optik für einen guten Schuss Moderne. Das Display wird durch zwei Scharniere gehalten und sitzt im geschlossenen Zustand bombenfest, während es nur ein schmaler Spalt von der Innenseite trennt. Trotzdem lässt sich der Bildschirm problemlos aufklappen, ohne dass das Notebook kippelt oder vorne abhebt.

Asus A6Ja und A6Vm im Test

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Asus A6Ja und A6Vm im Test

Abgesehen von den vielen Aufklebern gibt es im Innenraum nur einen kleinen Unterschied zwischen dem Asus A6Vm und A6Ja: Unmittelbar unter dem Display befindet sich eine Zierleiste - beim A6Ja ist sie in Carbon-Optik gehalten, beim A6Vm ähnelt sie gebürstetem Aluminium. Echtes Leichtmetall gibt es unter anderem am Touchpad zu bestaunen. Im CeBIT-Härtetest konnte es die netzwelt-Prüfer mit seiner präzisen und kaum hörbaren Arbeitsweise begeistern. Auch die Tastatur lieferte im Messestress eine überzeugende Vorstellung ab. Selbst von großen PC-Tastaturen verwöhnte Hände finden sich schnell zurecht und schreiben längere Texte ermüdungsfrei. Die Tasten besitzen nur wenig Spiel, einen sehr guten Druckpunkt sowie ein unaufdringliches Tippgeräusch.

Schminkspiegel-Display

Vor dem Termin noch schnell Schminke, Lidschatten und Lippenstift checken - besonders weibliche Zeitgenossen dürften sich über das Hochglanz-Display freuen. Denn im ausgeschalteten Zustand und bei dunklen Bildern kann es dem Schminkspiegel durchaus die Daseinsberechtigung streitig machen. Leider hat das den entscheidenden Nachteil, dass das Bild bei direktem und oder ungünstigem Lichteinfall kaum noch lesbar ist. Dieses Manko teilt sich mittlerweile eine Menge aktueller Notebooks, obwohl es bei der Flachbildschirm-Technik ohne weiteres möglich ist, reflexionsfreie Displays zu bauen.

Ein positiver Nebeneffekt des "Color Shine"-Displays besteht dafür in einer überaus scharfen wie angenehmen Darstellung. Darüber hinaus wirken die Farben homogen und selbst ein komplett schwarzes Bild wird satt und nahezu perfekt ausgeleuchtet angezeigt. Trotz der glänzenden Vorstellung fehlt es den Farben etwas an Brillanz und Kraft, was beim Arbeiten allerdings nicht allzu negativ ins Gewicht fällt. Die Helligkeit ist absolut ausreichend und augenschonend, allerdings bleibt nicht so viel Spielraum nach oben wie beim Sony Vaio FE, das preislich mit dem Asus A6Ja etwa gleichauf liegt.

Von den Seiten betrachtet bleibt das Display für das eines Notebooks relativ lange stabil, auch wenn wir hier bei anderen Modellen schon mehr Toleranz zu Gesicht bekamen. Bei der Sichtweise von oben und unten sieht man Kontrast und Bildqualität deutlich schneller schwinden, was bei Notebooks ebenfalls keine Seltenheit darstellt. Insgesamt lässt sich die Bildqualität im oberen Mittelfeld einordnen. Bei einer Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten bleibt genug Platz für alltägliche Aufgaben wie Internetsurfen und Textverarbeitung.

Asus A6Ja und A6Vm im Test

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Asus A6Ja und A6Vm im Test

DJ und Digitalkamera: Hören und gesehen werden

Zu den praktischen Merkmalen des Asus A6Vm und A6Ja gehört eine integrierte Jukebox namens Audio DJ. Diese gestattet es, Audio-CDs ohne das Hochfahren von Windows abzuspielen - so vergehen nur wenige Sekunden bis zum Musikgenuss. Zugleich wird noch Strom gespart, was sich etwa bei der akustischen Untermalung von Wald und Wiesen-Parties als vorteilhaft erweisen könnte. Leider ist das, was aus den Lautsprechern tönt, alles andere als partytauglich: Bereits ab halber Lautstärke werden die Ohren durch Scheppern und Krachen strapaziert, ohne dass es dabei besonders laut oder wohlklingend zugehen würde.

Sinnvoller erscheint da schon die integrierte Digitalkamera mit Mikrofon, die es ermöglicht, VoIP-Telefonate, Konferenzen und Chat-Sitzungen mit oder ohne Video-Begleitung abzuhalten. Zum Schießen von Spaßbildern reichen die 1,3 Megapixel allemal aus, doch leider fehlt eine entsprechende Software zur Bearbeitung derselben. Stattdessen liegt die Software Video Security bei, die den Bereich vor dem Notebook überwacht und bei unbefugter Notebook-Nutzung Alarm schlägt.

Erwartungsgemäß schneidet das Dual-Core-Notebook A6Ja in puncto Systemleistung spürbar besser ab als sein einkerniges Gegenstück A6Vm. Hinsichtlich der Spieleleistung ist das starke Gefälle zu Ungunsten des A6Vm ist jedoch auf Nvidias Grafikchip GeForce Go 7300 zurückzuführen, der gegen Atis Mobility Radeon X1600 nicht die geringste Chance hat. Als wirklich spieletauglich kann folglich nur das A6Ja bezeichnet werden, da dem A6Vm bei aufwändigen 3D-Spielen schnell die Puste ausgeht. Dass ein Dual Core-Prozessor bei Spielen nicht unbedingt mehr Leistung liefert, unterstreicht der CPU-Wert von Aquamark3, der beim Single Core-Notebook A6Vm deutlich höher ausfällt.

Spiele und Videos

Bei modernen Displays spielt die Geschwindigkeit im Grunde nur noch bei Spielen eine Rolle, da sie für Videos in der Regel schnell genug sind. So verhält es sich auch in diesem Fall, wo bei der Bewegtbild-Wiedergabe überhaupt keine Schlieren erkennbar sind. Darüber hinaus besticht das Display bei hochauflösenden Video-DVDs und komprimierten Videos durch eine sehr ansehnliche Darstellung. Bloß leider werden Bildfehler, so genannte Artefakte, bei letzteren kaum gefiltert. Für Spielspaß ist trotz der leichten "Nachzieheffekte" und verstärkten Treppchen-Bildung gesorgt, die bei genauerem Hinsehen zum Vorschein kommen.

Lautstärke und Laufzeit

Mehr als ein leichtes Säuseln gibt der Prozessorlüfter der beiden Asus-Notebooks im Normalbetrieb nicht von sich. Wirklich unangenehm wird die Geräuschkulisse nie, es sei denn, man spielt. Dann dreht die Lüftung voll auf und pustet neben der Hardware auch die Gehörgänge des Zockers richtig durch. Da das A6Ja über die schnellere und auch heißere Grafikkarte verfügt, geht es sogar noch etwas lauter zu Werke.

Um die Akkulaufzeit zu ermitteln, versetzen wir bei beide Notebooks in den Stromsparmodus "Battery Saving", den die Asus-eigene Software Power4 Gear+ bereitstellt. Dabei erhöhen wir jedoch die Helligkeit auf noch angenehme 60 Prozent und trimmen auch die Grafik auf maximale Genügsamkeit. Anschließend ziehen wir den Stecker, spielen eine Audio-CD ab und simulieren das Tippen eines längeren Textes. Zuerst geht dem Dual-Core-Notebook A6Ja nach zwei Stunden und 16 Minuten der Saft aus, das Single-Core-Modell A6Vm hält exakt eine halbe Stunde länger durch.

Asus A6Ja und A6Vm im Test

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Fazit

Für das A6Ja spricht dank Intels Core Duo-Prozessor die sehr hohe Systemleistung, die es prädestiniert für anspruchsvolle Aufgaben wie die Video- und Bildbearbeitung. Daneben bieten es sogar noch genügend Reserven, um aktuelle Spiele ruckelfrei wiederzugeben. Auch der digitale Anschluss für Flachbildschirme gefällt. Dafür punktet das A6Vm mit seinem günstigen Preis und einer für alltägliche Arbeiten mehr als ausreichenden Performance. Allerdings ist es mit 3D-Spielen neueren Datums schnell überfordert.

Die vielen Gemeinsamkeiten beschränken sich jedoch leider nicht nur auf die positiven Eigenschaften. So arbeiten beide Notebooks bei Spielen entschieden zu laut und sammeln mit ihren spiegelnden Displays Minuspunkte. Zu den Vorteilen der beiden gehören dafür die gute Ausstattung, der leise Normalbetrieb sowie die hervorragenden Eingabegeräte. Ob es nun unbedingt ein Dual Core-Notebook sein muss? Nein, finden wir. Wer einfach nur einen tragbaren PC zum Schreiben, Internetsurfen und zur gelegentlichen Bildbearbeitung sucht, ist mit dem A6Vm schon bestens bedient. Wer seinem Notebook hingegen mehr abverlangen will, für den ist das A6Ja die bessere Wahl.

Kommentare zu diesem Artikel

Ein oder zwei Kerne, das ist hier die Frage. Allgemeine Verunsicherung macht sich unter potenziellen Notebook-Käufern breit - die wenigsten wissen, was ein Dual-Core-Prozessor eigentlich ist und ob sie ihn überhaupt brauchen. Als kleine Entscheidungshilfe testet netzwelt zwei preiswerte Exemplare von Asus, das A6Vm und A6Ja. Rein äußerlich gibt es kaum Unterschiede, aber unter der Haube sieht das schon völlig anders aus.



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http://www.netzwelt.de/news/73828-asus-a6vm-a6ja-notebook-test-single-gegen-dual-core.html
2006-03-22 17:45:00
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